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Diese Republikaner stürmten den Anhörungsraum.
Diese Republikaner stürmten den Anhörungsraum.Bild: EPA

Republikaner stürmen nicht-öffentliche Impeachment-Anhörung – und lösen Chaos aus

24.10.2019, 04:1224.10.2019, 08:21

Als am Mittwoch eine Anhörung in der Untersuchung um das Amtsenthebungsverfahren von US-Präsident Donald Trump starten sollte, stürmten mehr als zwei Dutzend republikanische Kongressabgeordnete in den gesicherten Raum, in dem die Anhörung stattfinden sollte.

Laura Cooper, eine Mitarbeiterin des Verteidigungsministeriums, sollte vor drei Ausschüssen aussagen, die mit der Untersuchung im Impeachment gegen Trump beauftragt sind. Solche Anhörungen finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt – die rund 25 Republikaner nutzten genau diese Tatsache für eine Protestaktion gegen das Amtsenthebungsverfahren aus.

Laura Cooper auf dem Weg an ihre Anhörung.
Laura Cooper auf dem Weg an ihre Anhörung.Bild: AP

Wie der US-Nachrichtensender «CNN» berichtet, war der Abgeordnete Matt Gaetz federführend in der Aktion. Unter seiner Leitung stürmten sie den Raum und machten den Anwesenden Personen klar, dass sie mit der aus ihrer Sicht intransparenten Vorgehensweise der Demokraten ganz und gar nicht einverstanden sind.

Gemäss «CNN» sollen einige der Republikaner den Leiter der Untersuchungen, Adam Schiff, verbal und lautstark angegriffen haben. Laut Aussagen einer im Raum anwesenden Person, soll darauf ein demokratischer Abgeordneter gerufen haben: «Ist es in Ordnung zu lügen, zu stehlen und zu betrügen, solange man nicht erwischt wird?»

Ein Grossteil der Republikaner verliess den Raum nach kurzer Zeit wieder, ein Teil blieb jedoch, weshalb sich der Beginn der Anhörung von Laura Cooper um mehr als fünf Stunden verzögerte.

Einigen Protest-Teilnehmern droht nun Ärger, da sie nicht nur einen nicht-öffentlichen Raum gestürmt, sondern dabei auch noch gefilmt haben. Elektronische Geräte sind bei solch heiklen Anhörungen strikt verboten, weshalb Stimmen laut werden, dass es Konsequenzen für die Aktion geben muss.

Mit dieser Aktion wurde mal wieder demonstriert, wie gross die Kluft zwischen den Demokraten und den Republikanern wirklich ist: So gross, dass selbst die heiligen Regeln des Capitol Hill ausser Acht gelassen werden. (mim)

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