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Der französische Bäcker verteilt in der Ukraine Brot um zu helfen

Loïc Nervi backt Brot und verteilt es gratis an Ukrainerinnen und Ukrainer.
Loïc Nervi backt Brot und verteilt es gratis an Ukrainerinnen und Ukrainer. bild: afp

Dieser französische Bäcker «opfert» sich für die Ukraine

Im eiskalten ukrainischen Winter bringt ein französischer Bäcker mit seinem Brot ein wenig Trost.
08.03.2026, 22:0508.03.2026, 22:05
Borodianka, Ukraine / afp

In seinem in der Region Kiew geparkten Lastwagen knetet Loïc Nervi energisch den Teig, bevor er Dutzende Backformen in den Ofen schiebt. Daraus entsteht das Brot, das er anschliessend an Ukrainer verteilt. Für den freiwilligen französischen Bäcker ist es eine Möglichkeit, sie in einem besonders eisigen Winter zu unterstützen.

Übersetzung

Dieser Text wurde von unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Romandie geschrieben, wir haben ihn für euch übersetzt.

Während die Ukraine wegen russischer Angriffe regelmässig mit Strom- und Heizungsausfällen konfrontiert ist, arbeitet Loïc Nervi jeden Morgen schon früh allein, um täglich rund 700 Brote zu backen. Dutzende Einwohner strömen deshalb zu seinem weissen Lastwagen – diesmal in Borodjanka bei Kiew:

«Ich wusste, dass es in Kiew Probleme mit der Stromversorgung und der Heizung gibt. Es ist das erste Mal, dass ich hierherkomme und hier arbeite.»

Auf seiner Facebook-Seite «Le boulanger sans frontières» (Der Bäcker ohne Grenzen), auf der er Videos und Fotos seiner Reisen in die Ukraine veröffentlicht, stellt er sich als «Bäckermeister» vor, der «eine zu 100 % humanitäre mobile Bäckerei geschaffen hat – mit dem einzigen Ziel, Menschen, die im Leid leben, warmes Brot zu schenken».

Der Lastwagen von Loïc, hier in Borodjanka.
Der Lastwagen von Loïc, hier in Borodjanka.bild: afp

Loïc Nervi erzählt, seit Beginn des Krieges im Jahr 2022 Zehntausende Brote verteilt zu haben – meist an ältere Menschen, die weder Unterstützung von ihren Familien noch vom Staat erhalten.

Er bereitet zwei Arten von Brot zu: ein Brot mit Sonnenblumen-, Sesam-, Mohn- und Leinsamen, das besonders sättigend und nahrhaft sein soll, sowie ein weiches Weissbrot auf Basis von Milch, Zucker und Eiern.

Kinder gehen mit zwei frischen Brotlaiben nach Hause.
Kinder gehen mit zwei frischen Brotlaiben nach Hause.bild: afp

«Das ist wichtig, denn wir müssen die Ukrainer unterstützen», fährt er fort. Er ist der Meinung, dass «die meisten Franzosen (die Ukraine) nicht mehr unterstützen wollen, weil sie es satt haben» oder «denken, der Krieg sei vorbei». Der französische Bäcker erklärt:

«Ich reise oft weg, also lasse ich auch meine Familie zurück, und das ist für sie sehr schwierig. Es ist ein Opfer, das ich für die Ukraine bringe – ein persönliches und familiäres Opfer. Aber ich denke, es lohnt sich, denn wenn jeder nur an seinen eigenen kleinen Komfort denkt, kommen wir nicht mehr weiter.»

In diesem Winter haben russische Angriffe auf das ukrainische Energienetz Hunderttausende Haushalte ohne Heizung, Wasser und Strom zurückgelassen – bei Temperaturen, die teilweise unter -20°C fielen.

Diese Angriffskampagne traf insbesondere die Hauptstadt Kiew hart, wo zeitweise bis zur Hälfte der Stadt von Stromausfällen betroffen war. Die Ukraine greift ihrerseits elektrische Infrastruktur in den russischen Grenzregionen sowie Ölraffinerien in Russland an.

«Manchmal gibt es Strom, manchmal nicht. Wenn es keinen gibt, wird es sehr schnell kalt. Und wenn es keinen Strom gibt, haben wir nichts zu essen», berichtet Vira, eine Bewohnerin von Borodjanka.

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HansZbinden
08.03.2026 22:18registriert April 2015
Grossartiger Typ 🙂
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Kommissar Rizzo
08.03.2026 22:48registriert Mai 2021
Guter und mutiger Mann.
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FP
08.03.2026 23:27registriert Mai 2022
Ein Bäcker mit einem riesengrossen Herz und viel Mut. Vielen Dank
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