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Demonstranten aus Chinas «Demokratie-Dorf» müssen ins Gefängnis



Demonstranten aus Chinas «Demokratie-Dorf» Wukan sind zu teils langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Neun Bewohner des südchinesischen Fischerdorfes wurden der «Störung der öffentlichen Ordnung» sowie anderer Verstösse schuldig gesprochen.

Wie chinesische Staatsmedien am Dienstag berichteten, müssen sie nun Gefängnisstrafen zwischen zwei bis zehn Jahren absitzen. Wukan hatte vor fünf Jahren international Aufmerksamkeit als Chinas «Demokratie-Dorf» auf sich gezogen.

Viele Bewohner von Wukan hatten damals gegen lokale Kader protestiert, die Land an Immobilienentwickler verkauften, ohne die Anwohner ausreichend zu entschädigen - ein in China weit verbreitetes Problem, das immer wieder Proteste auslöst.

Mit ihrem Aufstand erreichten die Menschen in Wukan, dass sie ihren eigenen Bürgermeister wählen durften und damit die ersten demokratischen Kommunalwahlen in der Geschichte der Volksrepublik abhielten.

Nachdem der damals gewählte Parteichef Lin Zulian in diesem Sommer wegen angeblicher Korruption wieder aus dem Amt entfernt und zu drei Jahren Gefängnis verurteilt wurde, kam es erneut zu Protesten und Strassenschlachten mit der Polizei. Laut Staatsmedien wurden 13 Menschen festgenommen. (sda/dpa)

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