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EU-Parlamentarier prangern Lage der Arbeitsimmigranten in Katar an

Ohne Lohn, ohne Pass und ins Lager deportiert



Eine Delegation von EU-Parlamentariern hat nach einer Informationsreise nach Katar die Arbeitsbedingungen von rund einer Million Einwanderern angeprangert. Diese wurden im Vorfeld der 2022 geplanten Fussball-Weltmeisterschaft für Bauarbeiten angeheuert.

Viele Arbeitsimmigranten erhielten keine Löhne, erklärte der britische Labour-Abgeordnete Richard Howitt, der die Gruppe leitete. Vermittlerfirmen hätten zudem die Pässe der Arbeiter konfisziert und wer sich beschwere, werde in ein Lager deportiert.

Howitt zufolge hatten sechs Mitglieder des Unterausschusses für Menschenrechte vom Samstag bis Montag in dem Emirat unter anderem mit Arbeitsimmigranten im grössten Gefangenenlager des Landes, mit Regierungsvertretern und mit Menschenrechtsaktivisten gesprochen.

Einige Arbeiter hätten von körperlichen Misshandlungen berichtet, andere dürften das Land nicht mehr verlassen, weil sie kein Ausreisevisum erhielten, betonte Howitt. Insgesamt arbeiteten in dem Land rund eine Million Einwanderer unter sklavenähnlichen Bedingungen.

Menschenrechtsorganisation kritisieren schon seit längerem die Bedingungen, unter denen Immigranten an den riesigen Baustellen des Emirats arbeiten müssen. Der Fussball-Weltverband FIFA kündigte vergangene Woche die Entsendung einer Delegation in das Emirat an, die den Vorwürfen nachgehen solle. (kub/sda/afp)

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