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Trump eröffnet neues Luxus-Hotel unweit vom Weissen Haus



Knapp zwei Monate vor der US-Präsidentschaftswahl hat der republikanische Kandidat Donald Trump unweit vom Weissen Haus in Washington ein neues Luxus-Hotel eröffnet. Das gefiel jedoch nicht allen: Vor dem Gebäude demonstrieren mehrere Trump-Gegner.

Der Eigentümer eines milliardenschweren Immobilien-Imperiums kam am Montag unangemeldet für ein Gruppenfoto mit den Angestellten in das «Trump International Hotel». Dieses wurde in einem historischen Postamt an der Pennsylvania Avenue eingerichtet, zu dem ein rund einhundert Meter hoher Turm gehört.

Das Hotel liegt nur einige hundert Meter vom Weissen Haus entfernt, dem Amtssitz des US-Präsidenten. Trump hatte 2012 einen 60-jährigen Nutzungsvertrag für das Postamt abgeschlossen und investierte rund 200 Millionen Dollar in das Projekt. Das Gebäude gehört einer Regierungsbehörde, die Miete beläuft sich Berichten zufolge auf drei Millionen US-Dollar jährlich.

Hotelgäste werden nach Informationen der «New York Times» pro Nacht mit mindestens 700 Dollar zur Kasse gebeten. Die 600-Quadratmeter-Suite «Trump Townhouse», die über einen Speisesaal mit 24 Plätzen verfügt, solle 18'750 Dollar kosten - und rund um die Amtseinführung des künftigen Präsidenten im Januar 2017 dann 100'000 Dollar die Nacht.

Womöglich heisst der neue Präsident dann Donald Trump, der populistische Milliardär ist der Kandidat der Republikaner. Er tritt gegen Ex-Aussenministerin Hillary Clinton an, die sich bei den Demokraten durchgesetzt hat.

Kritik auch von Köchen

Trumps provokative Äusserungen über Flüchtlinge und Muslime hatten zur Folge, dass die bekannten Spitzenköche José Andrés und Geoffrey Zakarian auf ihre Anstellung im «Trump International Hotel» in Washington verzichteten. Der Streit soll nun vor Gericht ausgetragen werden.

Vor der Eröffnung demonstrierten Bürgerrechtsorganisationen gegen Trump. Rund zwei Dutzend Demonstranten versammelten sich vor dem Gebäude. Sie trugen Schilder mit Aufschriften wie «Nein zu Trump» und «Steh' auf gegen Rassismus». (sda/afp/dpa)

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