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Riesen-Oma und Riesen-Mädchen locken Hunderttausende nach Genf



Genf hat ein Wochenende mit einem Riesen-Spektakel hinter sich: Hunderttausende kamen an den vergangenen drei Tagen in die Stadt, um eine Riesen-Grossmutter und ein Riesen-Mädchen zu sehen.

Die Veranstalter und die Polizei sprachen von insgesamt rund 850'000 Schaulustigen. Am frühen Sonntagabend verabschiedeten sich die beiden Figuren der französischen Compagnie Royal de Luxe vom Genfer Publikum. «Wir sind traurig», sagte eine Sprecherin der Organisatoren der Nachrichtenagentur sda.

Die Grossmutter und das grosse kleine Mädchen hätten aber bereits versprochen, mit ihren über 70 Liliputanern - ihren Helfern - nach Genf zurückzukehren. Die Zuschauer am Strassenrand wollten das Mädchen Trottinett fahren oder turnen sehen. Aber auch beim Pinkeln aufs Pflaster hatten Gross und Klein die Kleine erwischt.

Fünfeinhalb Meter gross und 800 Kilogramm schwer war die Kleine. Hinter ihr folgte die Grossmutter. Sie war knapp zwei Meter grösser als das Kind und 1.8 Tonnen schwer. Zeitweise musste sie einen Rollstuhl benutzen. Am Samstag hatten Zuschauer beobachtet, wie sie sich zum Frühstück einen Whisky genehmigte und Pfeife rauchte.

Um die zwei Marionetten zu bewegen, waren 58 Personen nötig, 31 für die Oma und 27 für das Mädchen. «Es war das, was wir suchten. Es ist unglaublich verbindend», freute sich Sami Kanaan, der Direktor des Kulturdepartements der Stadt Genf.

Unter den Tausenden Zuschauern waren am Sonntag auch der Genfer Regierungspräsident François Longchamp und Nationalratspräsident Jürg Stahl (SVP/ZH).

Zum ersten Mal in der Schweiz

Die Riesinnen aus dem französischen Nantes, die seit 1993 durch die Städte spazieren, waren zum ersten Mal auf Besuch in der Schweiz. Rund 100 Personen hatten das Spektakel vom Wochenende rund einen Monat lang vorbereitet. Das Zentrum von Genf war von Freitag bis Sonntag praktisch autofrei.

Um das Projekt in die Stadt zu bringen, wurde ein Verein gegründet. Das Budget für die Operation betrug 2.2 Millionen Franken. 1.8 Millionen übernahmen Privatsponsoren. Die Genfer Gemeinden steuerten zusammen 200'000 Franken bei, die Gemeinde Anières und die Stadt Genf je 100'000. Kanton und Gemeinden unterstützten das Projekt ausserdem mit gewissen Leistungen, etwa für die Sicherheit. (sda)

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