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Aktie von Deutscher Bank bricht nach Abkehr von Hedgefonds ein



Neuer Ärger für die Deutsche Bank: Die Nachricht vom Rückzug mehrerer Hedgefonds aus den Aktien des Unternehmens schickt den Börsenkurs auf Talfahrt. An der New Yorker Börse brach der Kurs um 6.7 Prozent ein, in Frankfurt am Freitag zum Handelsstart um fast 7 Prozent.

Wie die Nachrichtenagentur AFP aus informierten Kreisen erfuhr, haben zehn Hedgefonds ihre Beteiligung an der grössten Deutschen Bank ganz oder teilweise reduziert. Zu ihnen gehören Millennium Partners, Capula Investment und Rokos Capital Management. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über den Rückzug berichtet.

Die Anleger in New York reagierten heftig. Nicht nur der Kurs der Deutschen Bank rutschte ab, auch andere Grossbanken wie Goldman Sachs, Citigroup und Bank of America mussten Verluste von teils mehr als zwei Prozent hinnehmen.

Die Deutsche Bank erklärte auf Nachfrage, der Vorgang um die Hedgefonds sei normal. Es seien gleichzeitig andere grosse Investoren bei der Bank eingestiegen. Insgesamt hielten mehr als 800 Fonds dem Unternehmen die Treue.

Milliardenbusse droht

Die Bank steht derzeit unter anderem wegen einer drohenden Milliardengeldbusse in den USA unter Druck. Das US-Justizministerium hat wegen Geschäften mit faulen Hypothekenpapieren 14 Milliarden Dollar gefordert - die Deutsche Bank hält dies für viel zu hoch und geht von einer deutlich niedrigeren Summe aus.

Weil die Rücklagen des Finanzunternehmens für Rechtsstreitigkeiten nur etwa 5.5 Milliarden Euro betragen, gab es in den vergangenen Tagen mehrfach Gerüchte über Pläne für Staatshilfen. Unternehmenschef John Cryan wies dies am Mittwoch in der «Bild»-Zeitung zurück.

Auch eine Kapitalerhöhung schloss er zum jetzigen Zeitpunkt aus. Die Frage stelle sich derzeit nicht; die Situation der Deutschen Bank sei besser, als sie derzeit von aussen wahrgenommen werde. (sda/afp)

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