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Turkish Prime Minister Ahmet Davutoglu announces his AK Party's manifesto for a June 7 general election in Ankara April 15, 2015. Davutoglu said on Wednesday a new constitution should be the next parliament's priority, moving the country towards a presidential system, a key goal of President Tayyip Erdogan. Announcing his AK Party's manifesto for a June 7 general election, Davutoglu said:

Der türkische Regierungschef Ahmet Davutoglu an einem Parteievent Bild: UMIT BEKTAS/REUTERS

Türkei geht in Völkermord-Debatte ein Stück auf Armenier zu



Die Türkei ist im Streit um die Massaker an den Armeniern während des Ersten Weltkriegs einen Schritt auf Armenien zugegangen. In einer Erklärung des türkischen Regierungschefs Ahmet Davutoglu, heisst es aus Anlass des 100. Jahrestages des Beginns der Tragödie am 24. April: «Wir teilen den Schmerz der Kinder und Enkelkinder der Armenier, die ihr Leben bei Deportationen 1915 verloren.»

Der Forderung der Armenier, ihre Verfolgung im Osmanischen Reich als «Völkermord» anzuerkennen, verschloss sich die türkische Regierung in ihrer am Montag veröffentlichten Mitteilung aber erneut.

«Alles auf ein einziges Wort zu reduzieren», und die Verantwortung pauschal «nur auf die türkische Nation» abzuwälzen, sei «rechtlich und moralisch problematisch», erklärte Davutoglu.

Bundesrat vermeidet das Wort «Völkermord»

Doch der vergleichsweise versöhnliche Ton der Erklärung hebt sich ab von Ankaras scharfer Reaktion auf Papst Franziskus, der in seiner Messe im Petersdom zum 100. Jahrestag des Massenmords am vorvergangenen Sonntag die Armenier als Opfer des ersten Genozids des 20. Jahrhunderts bezeichnet hatte.

Nach Darstellung der Armenier starben bis zu 1.5 Millionen ihrer Volksgruppe im Zuge einer gezielten Vernichtungskampagne des Osmanischen Reiches. Die Türkei bestreitet dagegen, dass es sich um einen Völkermord gehandelt habe und spricht von einigen hunderttausend Toten infolge von Kämpfen und Hungersnöten während des Krieges.

Das Europaparlament bezeichnet die Ereignisse schon seit 1987 offiziell als Völkermord – wie gut 20 Staaten. Die EU-Kommission vermeidet dagegen den Begriff Völkermord – ebenso wie der Bundesrat in Bern. (jas/sda/afp/dpa)

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