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Bundesrat Schneider-Ammann will Legislatur beenden



Johann Schneider-Ammann will mindestens bis zum Ende der Legislatur Bundesrat bleiben. Das sagte der amtierende Bundespräsident am Montag vor den Medien in Bern. Über sein Präsidialjahr zieht er eine positive Bilanz.

«Ich bin der Ansicht, dass das Jahr erfolgreich war», sagte Schneider-Ammann. Der Bundesrat habe als Team gut gearbeitet und gemeinsam nach Lösungen gesucht. Er sei motiviert, über das Präsidialjahr hinaus weiterzuarbeiten. Gewählt sei er für die Legislatur.

Zu den Erfolgen im zu Ende gehenden Jahr zählt der scheidende Bundespräsident die Zustimmung des Parlaments zur Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative, welche der Schweiz ermöglicht, beim EU-Forschungsprogramm Horizon 2020 wieder voll assoziiertes Mitglied zu sein. «Wir sind in diesem Jahr ein gutes Stück vorangekommen», sagte er.

Eine wichtige Rolle spielten dabei nach seiner Einschätzung, dass die Frage der Personenfreizügigkeit von jener eines institutionellen Rahmenabkommens getrennt werden konnte. In diesem Zusammenhang seien die vier Treffen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel von Bedeutung gewesen, sagte Schneider-Ammann.

Müdigkeit überwunden

Die Anstrengungen des Präsidialjahres gingen nicht spurlos an Schneider-Ammann vorbei. Oft wirkte er müde, gar erschöpft. Das löste zuweilen Besorgnis aus, auch im Parlament. Nach einem Auftritt im Ständerat, der Schneider-Ammann offensichtlich Mühe bereitete, wurde über den Gesundheitszustand des Bundespräsidenten spekuliert.

Er sei viel gereist und habe dabei Jetlag angesammelt, sagte Schneider-Ammann am Montag dazu. Ausserdem habe ihm eine gebrochene Rippe zu schaffen gemacht. Doch nun gehe es ihm wieder gut, er sei gesund. Zu seinem Schwerpunkten für das kommende Jahr gehörten wie bisher die Arbeitsplätze und Verhandlungen über Freihandelsabkommen.

Lachen ist gesund

In Erinnerung bleiben wird von Präsidialjahr nicht zuletzt die Rede zum Thema «Lachen» am Tag der Kranken. Mit todernster Miene sprach der Bundespräsident darüber, dass Lachen kranke Menschen aufmuntern und ihnen Momente des Glücks bescheren könne. Lachen sei gut für die Gesundheit, stellte er fest.

Sollte das zutreffen, könnte Schneider-Ammann als Bundespräsident erheblich zur Gesundheit der Bevölkerung beigetragen haben: Die Rede brachte das ganze Land zum Lachen und verhalf dem Schweizer Bundespräsidenten überdies zu internationaler Bekanntheit, wenn auch durch Satiresendungen.

Für Schneider-Ammann war das zunächst schwierig, wie er am Montag einräumte, doch kann er inzwischen selbst darüber lachen. Er habe den Satz zu seinem Markenzeichen gemacht: «Lachen ist gut für die Gesundheit.» (sda)

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