«Tatort» 2018: Schweizer Experiment und Abschiede

«Tatort» 2018: Schweizer Experiment und Abschiede

29.12.2017, 13:20

Was steht im neuen Jahr beim «Tatort» an? Allem voran trumpft die Schweiz mit einem ganz besonderen Experiment auf: Der ersten Folge der Krimi-Reihe ganz ohne Schnitt.

Ein komplett am Stück gedrehter Echtzeit-«Tatort», das ist eine Premiere. Nicht nur für das Schweizer Team, sondern überhaupt für die Krimi-Reihe. Der Film mit dem Arbeitstitel «Alte Männer sterben nicht» wurde von dem Basler Regisseur Dani Levy («Alles auf Zucker!») inszeniert. Er drehte 2012 bereits die Fasnachtsepisode «Schmutziger Donnerstag».

In der Folge geht um einen Mord während eines Benefizkonzerts im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL). Viermal wurde der Stoff mit Stefan Gubser und Delia Mayer alias Kriminalkommissare Reto Flückiger Liz Ritschard gedreht - zweimal auf Hochdeutsch, zweimal auf Schweizerdeutsch. Die Arbeitsweise erinnert an den 2015 gefeierten 140-Minuten-Berlin-Film «Victoria» von Sebastian Schipper.

Am Neujahrstag startet das neue «Tatort»-Jahr mit einem Saarbrücker Fall: «Mord Ex Machina». Es ist der vorletzte Krimi des Saarländischen Rundfunks mit Devid Striesow alias Stellbrink. Der letzte Fall kommt dann 2019. Beim Ludwigshafen-«Tatort» hört am 7. Januar nach 21 Jahren der Schauspieler Andreas Hoppe auf - er war Kommissar Mario Kopper an der Seite der dienstältesten «Tatort»-Kommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts). Der letzte «Tatort» mit Kopper trägt seinen Namen.

2018 gibt es noch weitere Abgänge. So steigt etwa Alwara Höfels als Ermittlerin Henni Sieland aus. Im Krimi «Déjà-vu» am 28. Januar ist sie aber noch zu sehen. Ein letzter - sechster - Krimi mit ihr an der Seite von Karin Hanczewski und Martin Brambach soll dann im Mai gezeigt werden. In Köln verschwindet Assistent Tobias Reisser, den Patrick Abozen spielte. Er war als Nachfolger der langjährigen, Anfang 2014 dann im Krimi getöteten Assistentin Franziska (Tessa Mittelstaedt) angelegt. Im nächsten Kölner «Tatort» mit dem Titel «Bausünden» (21. Januar) ist Abozen aber nochmal dabei. (sda/dpa)

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