Aceto Balsamico im «Kassensturz»-Test: Das sind die drei Gewinner
Olivenöl, Balsamico-Essig und ein paar Gewürze – fertig ist das Salatdressing. Was in der Praxis einfach klingt, scheitert oft an der falschen Dosierung und dem Säuregehalt des verwendeten Essigs. «Kassensturz» hat nun zwölf verschiedene Balsamico-Essige getestet, keine leichte Aufgabe für den Magen der Expertinnen und Experten der Jury.
Bei allen zwölf getesteten Balsamicos handelt es sich um Produkte aus der italienischen Region Modena, sie tragen das Gütesiegel «Geschützte Geografische Angabe» kurz «IGP». Das Label stellt die Herkunft sicher, jedoch auch, dass eine Fülle an Kriterien wie beispielsweise die Reifezeit des Essigs eingehalten wird. Nur dann darf sich das Produkt mit dem Zusatz di Modena rühmen.
Einheitliche Kriterien bei Auswahl und Bewertung
Nebst der Herkunftsbezeichnung hat sich die «Kassensturz»-Redaktion dafür entschieden, die Auswahl weiter einzuschränken. So müssen die getesteten Balsamico-Essige einen Zuckergehalt von 19 bis 30 Gramm pro 100 Milliliter aufweisen bei einem Säuregehalt von sechs Prozent. Ebenfalls werden nur handelsübliche Produkte der mittleren Qualitätsstufe getestet. All dies soll laut SRF für eine möglichst hohe Vergleichbarkeit der getesteten Produkte sorgen.
In einer Blindverkostung wurden die ausgewählten Produkte auf vier verschiedene Kriterien getestet. Nebst der Optik und dem Geruch wurden vor allem das Aroma sowie die Konsistenz des Essigs bewertet. Die Noten verteilten dabei drei Spitzenköchinnen und Spitzenköche, ein Balsamico-Produzent sowie eine Inhaberin einer Essigmanufaktur aus Maienfeld.
«Kassensturz» testet Balsamico-Essig
Ein Bio-Produkt überzeugt, zwei schneiden ungenügend ab
Fünf von zwölf Balsamicos erhielten dabei die Gesamtnote Gut, fünf weitere das Testurteil Genügend. Die zwei einzigen ungenügenden Essige im Test sind beides Bio-Produkte. Der Balsamico von Alnatura aus der Migros und das Produkt von Carandini, erhältlich bei Manor, waren laut Jury zu «hell, zu wässerig und zu säurebetont».
Der dritte Bio-Balsamico im Test schaffte es hingegen auf das Gewinnertreppchen. Der Essig von Naturaplan aus dem Coop wird mit der Note 4,9 von 6 als gut bewertet, nur der Balsamico von Ponti aus der Migros konnte in puncto Geschmack und Aussehen noch mehr überzeugen. Auf dem dritten Platz befindet sich der Balsamico Antica Modena, gekauft bei Coop.
Qualität gibt es bereits zum kleinen Preis
Den Unterschied im Test machte vor allem die Balance zwischen Süsse und Säure aus. Auch ein «langanhaltender Abgang» wurde, wie beim Testsieger von Ponti, als Qualitätskriterium festgelegt. Bezüglich Preis zeigte sich auch: Guter Balsamico muss nicht teuer sein. Die drei günstigsten Produkte von Lidl, Aldi und Denner liegen mit 34 Rappen pro 100 Milliliter noch vor dem teuersten Essig im Test, dem Globus Delicatessa Balsamico, der rund 2.60 Franken pro 100 Mililiter kostet. (jul)
