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China: Journalistin in China nach Gerichtsentscheid aus Haft entlassen



Die chinesische Journalistin und Deutsche-Welle-Mitarbeiterin Gao Yu hat das Gefängnis verlassen und ist bei ihrem Sohn in Peking untergekommen. Das Berufungsgericht hatte am Donnerstag aus medizinischen Gründen eine Haftverschonung gewährt.

Die kranke 71-Jährige wurde noch am Abend entlassen. «Ihre Stimmung und ihr psychologischer Zustand scheinen ziemlich gut, aber sie ist sehr abgemagert», sagte ihr Bruder Gao Wei am Freitag der Nachrichtenagentur dpa in Peking. «Ihre Haare sind ganz weiss geworden. Sie ist stark gealtert.»

Die regimekritische Journalistin war seit Mai 2014 in Haft und im April wegen des «Verrats von Staatsgeheimnissen» zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. In Haft hatte sich der Gesundheitszustand der herzkranken Chinesin verschlechtert.

Nach internationalen Appellen hatte das Berufungsgericht die Strafe um zwei auf fünf Jahre reduziert und Gao Yu wegen ihrer «schweren Krankheit» erlaubt, in den offenen Vollzug nach Hause zu wechseln.

Die Auflagen sind nicht bekannt, aber ihre Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt. «Sie muss anmelden, wenn sie in eine andere Stadt reisen will», sagte ihr Bruder. Die Haftverschonung sei auch nur eine «vorübergehende Entscheidung». «Das bedeutet, dass sie jederzeit wieder in Haft genommen werden kann, wenn sie wollen.» (sda/dpa)

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