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Filmregisseur will Boot von Flüchtlingskatastrophe ausstellen



Der mexikanische Oscar-Preisträger Alejandro González Iñárritu will mit einer Kunstaktion an die Flüchtlingstragödie vor der libyschen Küste im Frühjahr 2015 mit bis zu 900 Toten erinnern. Er will das havarierte Boot auf eine Wanderausstellung schicken.

Wie die italienische Zeitung «La Repubblica» am Mittwoch berichtete, will der Regisseur von «Birdman» und «The Revenant» das auf Sizilien geborgene Flüchtlingsboot nach Mailand bringen lassen und es dort vor dem berühmten Dom aufstellen - möglichst bis Ende März, wenn Papst Franziskus die norditalienische Stadt besucht.

Von Mailand aus soll das 27 Meter lange Flüchtlingsboot dann weltweit in anderen Städten ausgestellt werden, berichtet «La Republicca». Das völlig überfüllte Flüchtlingsboot war am 18. April 2015 von Libyen aus in Richtung Europa in See gestochen. Es geriet in Seenot und stiess mit einem portugiesischen Frachter zusammen, der zu Hilfe geeilt war. Danach ging das Boot unter. Nur 28 Menschen überlebten die Tragödie.

Am Dienstag verurteilte ein Gericht im sizilianischen Catania den Kapitän des Boots wegen vielfachen Totschlags und Menschenhandels zu 18 Jahren Haft. Das Gericht verurteilte ausserdem einen zur Besatzung gehörenden Mitangeklagten wegen Menschenschmuggels zu fünf Jahren Gefängnis. (sda/afp)

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