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US-Wahlen: Redenschreiberin von Melania Trump entschuldigt sich



Die Redenschreiberin von Melania Trump hat die Verantwortung für die abgeschriebenen Passagen in der Parteitagsrede der Ehefrau des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump übernommen. Das Ex-Model Melania Trump hat offenbar gelogen.

Meredith McIver gab in einem am Mittwoch veröffentlichten Statement zu, dass die Passagen aus einer früheren Parteitagsrede von First Lady Michelle Obama stammen.

Das Plagiat hatte für grossen Wirbel gesorgt und den Parteitag der Republikaner in Cleveland im Bundesstaat Ohio teilweise überschattet. Melania Trump, ein aus Slowenien stammendes Ex-Model, hatte am ersten Tag des Parteitages am Montag eine der Hauptreden gehalten und darin von den menschlichen Qualitäten ihres Ehemanns geschwärmt.

Nach dem Aufkommen der Plagiatsvorwürfe leugnete das Trump-Wahlkampfteam dann zunächst, dass die fraglichen Passagen von Michelle Obama stammten, obwohl die Deckungsgleichheit der Passagen ins Auge fiel.

Schlecht gelogen - oder einfach nur dumm?

Nun steht Melania Trump als Lügnerin da, zumindest nicht als Intelligenzbestie, hatte sie doch dem Sender NBC zuvor gesagt: Ja, sie habe ihre Rede selber geschrieben. Redenschreiberin McIver teilte nun mit, sie habe Donald Trump und seiner Familie ihren Rücktritt angeboten, diese hätten das Angebot jedoch abgelehnt.

McIver verriet in ihrer Erklärung auch, dass Melania Trump ein Fan von Michelle Obama sei. Melania Trump habe die Präsidentengattin «immer gemocht». Melania habe ihr am Telefon einige Passagen einer Michelle-Rede als Beispiel dafür vorgelesen, welche Botschaft sie beim Konvent setzen wolle.

Sie habe die Passagen aufgeschrieben und dann einige der Formulierungen in den Text der Rede aufgenommen, erklärte McIver. Für den Entwurf habe sie den Wortlaut der Reden von Michelle Obama nicht nachgeprüft. «Das war mein Fehler. Und ich fühle mich schrecklich wegen des Chaos, das ich verursacht habe», schrieb sie.

Trump, der am Dienstag vom Parteitag offiziell zum Präsidentschaftskandidaten gekürt worden war, kommentierte die Plagiatsdebatte ironisch im Internetdienst Twitter: «Die gute Nachricht ist, dass Melanias Rede mehr Publicity bekommen hat als jede andere in der Geschichte der Politik, besonders wenn man glaubt, dass jede Art von Presse eine gute Presse ist!». (sda/afp/dpa)

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