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Terrorismus - Frankreich: Französischer Geiselnehmer bekannte sich laut Polizei zum IS



Eine Geiselnahme bei Paris hat in der Nacht auf Dienstag mit drei Toten geendet. Die französischen Ermittler gehen einem möglichen islamistischen Hintergrund nach.

Wie aus Polizeikreisen verlautete, bekannte sich der Geiselnehmer in Verhandlungen mit der Polizei zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Ein «IS-Kämpfer» habe einen Polizisten und dessen Frau in der Nähe von Paris erstochen, meldete auch die Nachrichtenagentur Amak, die der Terrormiliz nahesteht.

Die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft übernahm noch in der Nacht die Ermittlungen. Präsident François Hollande rief für den frühen Morgen seine Berater zusammen.

Der Täter hatte am Montag in Magnanville im Département Yvelines nordwestlich von Paris zunächst einen Polizisten erstochen, wobei er nach Zeugenberichten «Allahu akbar» (arabisch für: Gott ist gross) gerufen haben soll. Danach nahm er Frau und Kind des Polizisten als Geisel und verschanzte sich in deren Wohnung.

Sondereinheiten der Polizei stürmten die Wohnung in der Nacht und töteten dabei den Geiselnehmer, wie das Innenministerium mitteilte. Die Frau des getöteten Polizisten, die als Geisel genommen worden war, sei tot aufgefunden worden. Ein dreijähriger Junge sei in der Wohnung «unter Schock, aber äusserlich unverletzt» gefunden und in Sicherheit gebracht worden.

Verhandlungen ohne Ergebnis

Die Verhandlungen mit dem Täter hätten kein Ergebnis gebracht, weswegen der Befehl zur Erstürmung des Hauses gegeben worden sei, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Während des Einsatzes waren Detonationen zu hören, berichtete ein AFP-Reporter.

Präsident Hollande sprach von einem «abscheulichen Drama», dessen genaue Hintergründe noch geklärt würden. Für Dienstagmorgen um 07.45 Uhr rief er seine Berater zu einer Besprechung im Elysée-Palast zusammen, erklärte das Präsidialamt.

«Es wird vollständige Aufklärung geben», hiess es in der Erklärung. Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve äusserte derweil sein «unendliches Bedauern» über den Tod des Polizisten und seiner Partnerin. (sda/afp/reu)

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