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37 Menschen sterben bei schwerem Erdbeben in Italien



Bei dem schweren Erdbeben in Mittelitalien sind mindestens 37 Menschen ums Leben gekommen. Das berichteten italienische Medien am Mittwoch unter Berufung auf eine erste Bilanz des Zivilschutzes.

Das Erdbeben hatte in der Nacht vor allem kleinere Orte in der Apennin-Region in Mittelitalien getroffen. Mehrere Todesopfer gab es im Ferienort Amatrice, in Accumoli und in Arquata sowie in Pescara del Tronto. Bilder zeigten verwüstete Dörfer.

Wegen der grossen Zahl von Verletzten riefen die Behörden die Bevölkerung zum Blutspenden auf. Die Bewohner der Gemeinden um das Epizentrum wurden gebeten, dazu in Spitäler zu gehen.

Der Zivilschutz ist im Dauereinsatz, um den betroffenen Gemeinden Hilfe zu leisten. Die Lage ist aber unübersichtlich. Die Rettungsdienste konnten einige Orte in der bergigen Gegend nur schwer erreichen.

«Wir brauchen Hilfe»

Der Bürgermeister des massiv betroffenen Ortes Accumoli erzählte mit zitternder Stimme: «Das, was wir in L'Aquila vor Jahren gesehen haben, ist nun hier geschehen.» In einem Telefongespräch mit dem Sender RaiNews24er ergänzte er: «Wir brauchen Hilfe.» 2009 war bei einem Beben die mittelitalienische Stadt L'Aquila verwüstet worden. Damals starben mehr als 300 Menschen.

Papst Franziskus hat den vom Erdbeben in Mittelitalien betroffenen Menschen sein tiefes Mitgefühl ausgesprochen. Er finde kaum Worte, seinen grossen Schmerz auszudrücken, sagte der Papst am Mittwoch zu Beginn der wöchentlichen Generalaudienz auf dem Petersplatz in Rom.

«Den Bürgermeister von Amatrice sagen zu hören, dass der ganze Ort nicht mehr existiert, und zu wissen, dass unter den Opfern Kinder sind, hat mich sehr berührt.»

Gefahr weiterer Erdstösse

Das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie warnte vor der Gefahr weiterer Erdbeben. Nachbeben könnten sich noch Tage oder sogar noch Wochen nach dem Hauptbeben ereignen.

Das Erdbeben von einer Stärke von mehr als 6 und mehrere Nachbeben hatten in der Nacht die gesamte Region zwischen Umbrien, Latium und den Marken erschüttert. Das Beben war auch in Rom und an der Adria-Küste zu spüren.

Das Zentrum des Bebens lag laut Erdbebendiensten in der Provinz Rieti rund 150 Kilometer nordöstlich von Rom in einer relativ geringen Tiefe von zehn Kilometern. Der Erdstoss ereignete sich um 03.36 Uhr. Italien wird auf Grund seiner geografischen Lage immer wieder von Erdbeben erschüttert. (sda/dpa/apa/afp/reu)

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