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CERN-Physiker unterstützen Krebsforschung mit besonderen Isotopen



Die europäische Organisation für Kernforschung (CERN) in Genf stellt Krebsforschern künftig besondere Isotope zur Verfügung. Mit ihrer Hilfe könnten eines Tages womöglich Diagnose und Heilung von Krebs gleichzeitig erreicht werden.

Die neue Einrichtung CERN-Medicis wurde am Mittwoch in Genf vorgestellt und soll in Kürze erstmals Radioisotope für die Forschung produzieren. Isotope sind bestimmte Varianten von Atomtypen.

Solche Isotope würden bereits relativ breit für diagnostische Zwecke und zur Strahlentherapie eingesetzt, heisst es in einer CERN-Mitteilung. «Aber viele der momentan genutzten Isotope sind nicht perfekt.» Das Medicis-Projekt soll nun Isotope herstellen, die den Ansprüchen von Forschern besser genügen.

Die besonderen Eigenschaften der Isotope haben die Physiker bei ihrer Grundlagenforschung zur Radioaktivität entdeckt, sagte Projektleiter Thierry Stora. Die Krebsforscher könnten die Eigenschaften nun an Zellen und Organismen testen. Die Idee sei, dass die Isotope bei Patienten zur Diagnose eingesetzt werden, aber gleichzeitig womöglich auch Krebszellen zerstören können.

Die Isotope entstehen an einem der Teilchen-Beschleuniger, die das CERN im Grenzgebiet zwischen der Schweiz und Frankreich betreibt. «Diese Isotope gibt es sonst nirgends», betonte Stora. (sda/dpa)

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