G7 einig beim Kampf gegen Menschen- und Waffenschmuggel
Die Aussenminister der G7 wollen den Kampf gegen Menschen- und Waffenschmuggel in der Sahelzone ebenso gemeinsam angehen wie sexuelle Gewalt gegen Frauen und Cyberkriminalität.
Zum Abschluss des zweitägigen G7-Aussenministertreffens im bretonischen Dinard wollten die Minister am Samstag eine Erklärung in Vorbereitung auf den G7-Gipfel in Biarritz im August unterzeichnen. Uneins waren sich die Chefdiplomaten der führenden Industriestaaten aber dennoch bei manchen Themen, etwa zur Lage in Venezuela.
Die Situation dürfe dort nicht eskalieren, warnte der deutsche Aussenminister Heiko Maas in Dinard und verwies auf den selbst ernannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó, dessen Immunität von der venezolanischen Regierung aufgehoben wurde. Man sei weiter der Meinung, dass in Venezuela freie Wahlen stattfinden müssten, sagte Maas. So könnten die Venezolaner selbst bestimmen, wer das Land führen solle.
Insbesondere Washington scheint sich Experten zufolge in der Venezuela-Frage an Italien zu stören. Rom ist der einzige G7-Staat, der Guaidó nicht unterstützt. Italien hat die USA und die EU zudem mit der Entscheidung verärgert, als erster G7-Staat Unterstützer für Chinas weltweites Infrastrukturprojekt Neue Seidenstrasse zu werden. Neben Italien, Deutschland und den USA gehören auch Frankreich, Grossbritannien, Kanada und Japan zur G7. (sda/ap)
