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Pharmariese Novartis setzt im Halbjahr und 2. Quartal weniger um



Der Pharmakonzern Novartis hat in der ersten Jahreshälfte 2017 weniger umgesetzt und weniger verdient. Allerdings zeigten sich im zweiten Quartal starke Verbesserungen bei den Kerngewinnen, wobei der Umsatz erneut nachgab.

Novartis leidet unter dem Preisdruck bei Generika. Der Konzern setzte in der ersten Jahreshälfte 23.781 Milliarden Dollar um, 1 Prozent weniger als im Vorjahreshalbjahr. Dabei wirkten sich die Generikakonkurrenz und Preissenkungen aus, die die Steigerungen der Verkaufsmengen zunichte machten, wie der Pharmariese am Dienstag mitteilte.

Der operative Gewinn ging um 5 Prozent auf 6.245 Milliarden Dollar zurück, der operative Kerngewinn um 8 Prozent auf 4.202 Milliarden Dollar. Unter dem Strich blieben 5.556 Milliarden Dollar, 3 Prozent weniger als im Vorjahreshalbjahr.

Im zweiten Quartal sank der Umsatz ebenfalls und gab mit 2 Prozent sogar noch etwas stärker nach auf 12.242 Milliarden Dollar. Allerdings ist der Rückgang auf Wechselkurseffekte zurückzuführen, ohne diese wäre der Umsatz konstant geblieben.

Beim operativen Ergebnis konnte Novartis um 9 Prozent auf 2.280 Milliarden Dollar zulegen - wenn man die ausgewiesenen Zahlen um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, den Einfluss akquisitionsbedingter Faktoren und andere wesentliche Sonderpositionen bereinigt. Novartis bezeichnet diese bereinigten Werte als Kernergebnisse. Beim unbereinigten operativen Ergebnis resultierte hingegen ein Rückgang um 3 Prozent.

Mehr Kernbetriebsgewinn erwartet

Beobachter hatten sich vom operativen Ergebnis mehr erwartet: Von der Finanznachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten für das zweite Quartal einen operativen Kerngewinn von 3.146 Milliarden Dollar prognostiziert. Im ersten Quartal hatte Novartis noch den Umsatz zu konstanten Wechselkursen gesteigert, doch weniger Gewinn eingefahren.

Der Pharmakonzern erwartet für 2017 weiterhin zu konstanten Wechselkursen einen Nettoumsatz auf Vorjahresniveau. Das operative Kernergebnis will das Unternehmen ebenfalls halten. Nicht ausgeschlossen wird indes ein Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Der Konzern will bis 2020 etwa eine Milliarde US-Dollar einsparen. Im Mai hatte Novartis angekündigt, in den nächsten eineinhalb Jahren am Hauptsitz in Basel bis zu 500 Stellen zu streichen. Gleichzeitig sollen aber 350 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Ab 2018 soll Novartis dann laut Konzern-Chef Joe Jimenez wieder in eine Wachstumsphase eintreten. (sda)

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