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US-Geheimdienste: Russische Regierungshacker bedrohen Sicherheit



Die Chefs der amerikanischen Geheimdienste haben russische Hacker als ernste Bedrohung für die USA bezeichnet. Russland verfüge über ein «hoch entwickeltes, offensives Cyberprogramm», hiess es in einer gemeinsamen Erklärung am Donnerstag vor dem Senat in Washington.

Das Programm stelle eine grosse Bedrohung für die US-Regierung sowie «die militärische, diplomatische, kommerzielle und kritische Infrastruktur» dar. Die Erklärung stammte vom Direktor der Nationalen Geheimdienste, James Clapper sowie NSA-Chef Michael Rogers und dem für Geheimdienste zuständigen Staatsekretär im Verteidigungsministerium, Marcel Lettre.

Nur «Russlands allerhöchste Verantwortungsträger» könnten für den Datendiebstahl und die Datenveröffentlichungen während des Wahlkampfs verantwortlich sein, hiess es weiter.

Russland setze «Informationstechniken» ein, um die öffentliche Meinung auch in Europa und Asien zu beeinflussen, heisst es weiter. Der Verteidigungsausschuss des US-Senats hatte die Geheimdienstverantwortlichen zu einer Anhörung vorgeladen.

Dabei ging es um die mutmasslich russischen Hackerangriffe und Desinformationen während der US-Wahl. Präsident Barack Obama hatte aus Vergeltung kurz vor Jahresende Dutzende mutmassliche russische Agenten ausgewiesen. Clapper erklärte dazu, über die Empfehlung zur Verhängung der Sanktionen gebe es unter den amerikanischen Geheimdiensten einen Konsens.

Clapper betonte jedoch auch, dass es keine Anzeichen dafür gebe, dass Russland aktiv in den Wahlvorgang in den USA eingegriffen habe. «Sie haben nicht die Stimmabgabe manipuliert oder so etwas», sagte Clapper.

Die Regierung in Russland hat die Vorwürfe insgesamt zurückgewiesen. Auch der künftige US-Präsident Donald Trump hat sich skeptisch gezeigt.

Die US-Geheimdienste wollen Anfang nächster Woche einen Bericht über mögliche Hackerangriffe Russlands auf US-Ziele veröffentlichen. (sda/reu/dpa/afp)

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