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Staatstrauer in Mosambik nach Tanklastwagen-Unglück



Nach der Explosion eines Tanklastwagens mit dutzenden Toten hat die Regierung von Mosambik eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Weitere 108 Menschen erlitten Brandverletzungen.

Unter den Verletzten waren auch Frauen und Kinder, die schwere Verbrennungen erlitten, wie die Polizei am Freitag erklärte. Die Regierung ordnete nach einer Krisensitzung des Kabinetts in Maputo die Bildung einer Untersuchungskommission an. «Das ganze Land ist schockiert», erklärte Regierungssprecher Mouzinho Saide. Die Staatstrauer beginne am Samstag.

Nach dem Unglück vom Donnerstag im Ort Caphiridzange in der Provinz Tete hatten die Behörden zunächst von 43 Toten gesprochen. Medien sprachen gestern zeitweise von einer Todesopferanzahl von 73, haben die Zahl nun aber auf 56 nach unten korrigiert.

Der Tanklastwagen ist Polizeiangaben zufolge explodiert, als Menschen versuchten, illegal Treibstoff aus dem Tanker abzuzapfen. Der Laster fing dabei aus bislang ungeklärter Ursache Feuer. Er war auf dem Weg von der mosambikanischen Hafenstadt Beira nach Malawi, das keinen eigenen Zugang zum Meer hat.

Der Polizei zufolge war der Tanklastwagen wegen eines mechanischen Problems liegengeblieben. Der Fahrer habe sich entfernt, um Hilfe zu holen. Daraufhin hätten Menschen begonnen, Benzin abzuzapfen. Ein Polizeisprecher der Provinz erklärte weiter, Beamte hätten in dem betroffenen Bezirk Moatize bereits häufiger Benzindiebe festgenommen.

Mosambik gehört einem umfassenden UNO-Index zufolge zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. Die Provinz Tete wurde zuletzt auch von Kämpfen zwischen verfeindeten politischen Gruppen erschüttert. (sda/dpa)

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