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Tourismus: Frankenstärke macht Schweizer Campingplätzen zu schaffen



Trotz schönsten Sommerwetters übernachten weniger Gäste auf Schweizer Campingplätzen. Der Branche macht die Frankenstärke zu schaffen. Es kommen weniger Ausländer in die Schweiz und Schweizer reisen vermehrt in die Ferne.

«Am stärksten betroffen von der Währungssituation sind die Grenz- und Tourismusregionen, vor allem das Tessin und Graubünden», sagte Kornel Szabo, Verantwortlicher des Online-Portals Camping.ch, der Nachrichtenagentur sda.

Diese Einschätzung teilt der Präsident des Verbandes Campings Valais-Wallis Jean-Nicolas Revaz, der selber auch einen Campingplatz betreibt. «Meine europäischen Kunden haben innert fünf Jahren 60 Prozent ihrer Kaufkraft verloren, nicht nur für Übernachtungen sondern auch für alle anderen Ausgaben. Zudem verstärkt die Wirtschaftskrise in einigen europäischen Ländern das Problem.»

Die ausländische Kundschaft auf Schweizer Campingplätzen stammt vor allem aus Europa. Gemäss Zahlen des Bundesamtes für Statistik sind 95.4 Prozent der nicht einheimischen Gäste Europäer. Der grössere Teil der Camper, 64 Prozent im Jahr 2014, stammt aus dem Inland. «Davon bevorzugen viele nun Ferien in Europa, um von den tiefen Preisen zu profitieren», wie Frédéric Gianella, Präsident des Waadtländer Campingplatzverbandes, sagte.

Gutes Wetter

«Nicht unzufrieden» ist der Touring-Club Schweiz (TCS) mit dem Verlauf der bisherigen Campingsaison. Dank des guten Wetters habe man im Juli bei den Übernachtungen trotz Frankenstärke insgesamt eine Zahl erreicht, die in ungefähr dem Vorjahr entspreche, sagt David Venetz vom TCS.

Es kämen etwas weniger Gäste aus dem Ausland, dafür habe die Nachfrage von Schweizer Campern leicht zugenommen. Der TCS ist mit 27 Campingplätzen Marktführer in der Schweiz.

In den verregneten Monaten Juli und August 2014 hatte sich die Zahl der Übernachtungen auf Schweizer Zeltplätzen im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent verringert. In diesen beiden Monaten schreiben die Campingplätze normalerweise mehr als die Hälfte des Jahresumsatzes.

Aber auch gutes Wetter ist kein Garantieschein. «Im Laufe des Monats Juli, der gerade mit aussergewöhnlichem guten Wetter endete, verlor ich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 36 Prozent meines Umsatzes », sagte Revaz, dessen Campingplatz sich in Vétroz im Unterwallis befindet. (sda)

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