IS-Vormarsch: Italien lehnt eine Beteiligung an Angriffen gegen den IS ab

IS-Vormarsch: Italien lehnt eine Beteiligung an Angriffen gegen den IS ab

07.12.2015, 00:3207.12.2015, 00:32

Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi hat Kritik an den Luftangriffen auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geübt und eine Beteiligung seines Landes ausgeschlossen. «Wir wollen Terroristen ausschalten, nicht die Kommentatoren zufriedenstellen», sagte er.

In der Zeitung «Corriere della Sera» vom Sonntag verglich er den Einsatz der US-geführten Allianz in Syrien mit den NATO-Luftangriffen auf Libyen 2011. Auch damals sei Italien gedrängt worden, sich zu beteiligen.

«Vier Jahre Bürgerkrieg in Libyen zeigen, dass das keine glückliche Entscheidung war», sagte Renzi zum damaligen Vorgehen. Benötigt werde diesmal eine andere Strategie.

Nach den Anschlägen von Paris haben mehrere Staaten - darunter auch Deutschland - Militäreinsätze gegen die Islamisten eingeleitet oder verstärkt. Konservative Kritiker von Renzi fordern, Italien müsse nun dem Beispiel Grossbritanniens folgen und IS-Ziele in Syrien bombardieren. (sda/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!