DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Simbabwe: Britischer Forscher wirbt nach Tod von Cecil für Schutz von Löwen

30.07.2015, 05:12

Nach der Tötung des populären Löwen Cecil bei einer mutmasslich illegalen Jagd in Simbabwe hofft der britische Wissenschaftler David Macdonald, der die Raubkatze jahrelang beobachtete, nun auf mehr Unterstützung beim Schutz von Löwen.

Da er die «Stattlichkeit und Schönheit» von Cecil gut gekannt habe, sei er «zutiefst traurig» über dessen Tod, sagte Macdonald am Mittwoch. «Aber ich hoffe, dass etwas Gutes daraus entsteht hinsichtlich der Profilierung des Schutzes von Löwen in aller Welt», fügte der Leiter des spendenfinanzierten Forschungsbereichs Wildtierschutz der Universität Oxford hinzu.

Cecil, ein 13 Jahre alter Löwe mit charakteristischer schwarzer Mähne, war der Star des Hwange-Nationalparks in Simbabwe. Anfang des Monats wurde sein Kadaver ausserhalb des Parks entdeckt. Ein US-Zahnarzt soll rund 50'000 Dollar für die Jagd auf Cecil bezahlt haben. Cecils Fell war abgezogen, sein Kopf fehlte. Eindeutig identifiziert wurde das Tier durch sein GPS-Halsband.

Besorgt über Rückgang der Population

Cecils Ende als Jagdtrophäe erschüttere Millionen Menschen in aller Welt, sagte Macdonald. «Wenn all diese Millionen Menschen nur ein bisschen Geld für unser Projekt spenden würden, würde das unsere Möglichkeiten, für den Erhalt der Löwen zu kämpfen, revolutionieren.» Das Geld könne für die Ausbildung simbabwischer Wildtierhüter, Patrouillen gegen Wilderer sowie Peilsender zur genauen Beobachtung der Löwen ausgegeben werden.

Macdonald äusserte sich besorgt über den Rückgang der Löwenpopulationen in Afrika. «In Westafrika sind Löwen in einem katastrophalen Ausmass verschwunden», sagte der Wissenschaftler. Auch in Zentral- und Ostafrika gehe ihre Zahl schnell zurück. Sei die Wissenschaft vor ein paar Jahren noch von etwa 30'000 Löwen ausgegangen, deute nun alles darauf hin, dass es mittlerweile deutlich weniger seien.

Macdonald befürchtet ausserdem in dem konkreten Fall, dass nach Cecil noch eine Reihe weiterer Löwen im Hwange-Nationalpark sterben werden. Weil nach dem Tod eines Männchen dessen Nachfolger oft gegen die Nachkommen und Brüder seines Vorgängers vorgeht, könne Cecils Tötung eine «Kaskade weiterer Todesfälle» auslösen. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter