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Familienpolitik: Nein zu Abschaffung der Heiratsstrafe - Ehedefinition als Bürde

28.02.2016, 18:04

Die CVP-Volksinitiative gegen die Heiratsstrafe ist ganz knapp gescheitert. Nach einem spannenden Auszählungsmarathon gaben die Kantone Zürich, Bern, Waadt und Genf den Ausschlag zum Nein. Allerdings liegt das Resultat von Montreux VD noch nicht vor.

Ohne Montreux VD lautet das Ergebnis 50.8 Prozent Nein; der Nein-Vorsprung beträgt 33'000 Stimmen. Dies twitterte soeben Politologe Claude Longchamp. Damit entschieden gerade mal acht Kantone das Abstimmungsresultat.

Deutlich Nein sagten die städtisch dominierten Kantonen Genf, Basel und Zürich. Auch aus den Kantonen Bern und Waadt kam ein deutliches Nein. Sie verwandelten das Ja zur Initiative, das lange vorherrschte, zum Schluss noch in ein Nein.

Im Baselbiet, in Graubünden und im Kanton Appenzell Ausserrhoden fiel das Nein hauchdünn aus und lag nur knapp über 50 Prozent. Genau so hauchdünn fielen die Ja der Kantone Uri und Luzern aus. Am deutlichsten - mit über 60 Prozent - befürworteten die Jurassierinnen und Jurassier die Abschaffung der Heiratsstrafe.

Eine Bürde dürfte gemäss dem Politologen Claude Longchamp die Ehedefinition gewesen sein: Bei einem Ja wäre die Ehe in der Bundesverfassung definiert worden als «auf Dauer angelegte Lebensgemeinschaft von Mann und Frau». Dies lief aus Sicht der Gegner den Bestrebungen zuwider, die Ehe für Homosexuelle zu öffnen. (sda)

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