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Jemens Hauptstadt Sanaa von Luftangriffen erschüttert



Jemens Hauptstadt Sanaa ist am Montag nach Angaben von Augenzeugen von mehreren Luftangriffen erschüttert worden. Offenbar wurden Ziele in der Nähe des Flughafens und des Innenministeriums attackiert.

Das berichteten Bewohner der Stadt sowie eine Quelle am internationalen Flughafen von Sanaa. Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition ist die einzige Konfliktpartei, von der bekannt ist, dass sie Luftangriffe auf Sanaa fliegt. Ein Sprecher der Koalition war am Montag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Bewohner berichteten überdies, dass sich die Kämpfe zwischen den ehemals verbündeten Anhängern von Ex-Präsident Ali Abdullah Saleh und den schiitischen Huthi-Rebellen auf Gebiete ausserhalb von Sanaa ausgeweitet hätten. Stammesangehörige in Salehs Heimatstadt Sanhan südlich der Hauptstadt berichteten von heftigen Gefechten in der Nacht zum Montag.

Saleh und Huthi-Chef Abdul Malik al-Huthi waren jahrzehntelang verfeindet gewesen, bis sie sich gegen den sunnitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi verbündeten. Zuletzt hatte das Bündnis jedoch Risse bekommen, was Ängste vor einer neuen Front in dem Konflikt schürte.

Bis Sonntag wurden allein bei Kämpfen in Sanaa rund 60 Menschen getötet. Am Samstag erklärte sich Saleh zu Gesprächen mit Saudi-Arabien bereit, welches Hadi unterstützt. Die Huthi-Rebellen reagierten erbost. (sda/afp)

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