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Judentum: Priestersegen unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen



Unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen hat am Montag an der Jerusalemer Klagemauer der traditionelle jüdische Priestersegen zum Pessachfest stattgefunden. Im Laufe des Vormittag kamen rund 50'000 Gläubige auf den weiten Platz vor dem Tempelberg.

Hier empfingen sie den von hunderten Kohanim (Nachfahren der jüdischen Priester-Kaste) ausgesprochenen Segensspruch, wie die örtlichen Rabbiner mitteilten. Mehrere tausend Polizisten sicherten zugleich die Altstadt von Jerusalem.

Die Klagemauer ist eine Stützmauer des Tempelbergs, auf dem bis zur Zerstörung durch die Römer vor 2000 Jahren der Zweite Jüdische Tempel stand. Im siebten Jahrhundert wurden dort der Felsendom (ein islamischer Schrein) und die Al-Aksa-Moschee erbaut.

Seit der Eroberung und Annektierung Ost-Jerusalems durch Israel vor bald 50 Jahren dürfen Juden den Tempelberg besuchen. Beten dürfen dort aber nur Muslime.

Wie mittlerweile an hohen jüdischen Feiertagen üblich, versuchten auch diesmal wieder jüdische Rechtsextremisten, sich über das Verbot hinwegzusetzen, auf dem Gelände des Felsendoms talmudische Rituale zu zelebrieren. Das verbieten die israelische Polizei und das Oberrabbinat strikt, um den Religionsfrieden zu wahren.

Laut Polizei wurden am Montag zwei Juden festgenommen, die sich über die Verbote hinwegsetzten. Sie waren unter den Besuchern, die den Tempelberg besichtigten. Am Sonntag wurden 13 Juden festgenommen und bekamen Platzverbot. Teilweise hatten sie versucht, junge Ziegen auf das Hochplateau zu schmuggeln, um sie dort zu opfern. (sda/afp)

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