Türkei: Mindestens 22 Verletzte bei Anschlag auf Polizei in der Türkei
Bei einem Attentat auf eine Polizeistation im Südosten der Türkei sind mindestens 22 Menschen verletzt worden. Nach Medienberichten stehen Anhänger der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hinter dem Anschlag, der mit der Detonation einer Autobombe begann.
Teile der Polizeistation in der Stadt Cinar in der Provinz Diyarbakir seien schwer beschädigt worden, meldete die Nachrichtenagentur Dogan am Donnerstag. Nach dem Bombenanschlag habe es Raketen- und Schusswaffen-Angriffe gegeben. Auch naheliegende Polizeiunterkünfte seien angegriffen worden, wodurch Frauen und Kinder von türkischen Polizisten verletzt worden seien.
Der jahrzehntelange Konflikt der Regierung in Ankara mit der PKK war im Sommer wieder eskaliert, der Friedensprozess kam zum Erliegen. Die Armee geht in den Kurdengebieten im Südosten des Landes seit Dezember mit aller Härte gegen Aktivisten vor. In mehreren Städten herrschen kriegsähnliche Zustände. (sda/afp/dpa)
