Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Hunderte verhindern Verhaftung argentinischer Menschenrechtlerin



Hunderte Anhänger der argentinischen Menschenrechtlerin Hebe de Bonafini haben verhindert, dass die Polizei einen Haftbefehl gegen die Chefin der «Mütter der Plaza de Mayo» vollstrecken konnte. Bonafini weigert sich, , in einem Verfahren vor Gericht auszusagen.

Der Richter ordnete deshalb ihre Festnahme an, um sie am Donnerstag zwangsweise einem Gericht in Buenos Aires vorzuführen. Doch wurden die Polizisten von Hunderten Demonstranten vor dem Gebäude der «Madres de Plaza de Mayo» abgehalten.

Die Menschenmenge begleitete die 87-Jährige bis zum Mai-Platz zu dem traditionellen Rundgang, der von den Müttern von Opfern der Militärdiktatur (1976-1983) jeden Donnerstag seit 1977 veranstaltet wird. Auch zurück zum Sitz der Menschenrechtsorganisation gelangte Bonafini mit einem Geleit von über tausend Menschen.

Die Justiz ermittelt gegen Bonafini und ehemalige Angestellte der «Madres de Plaza de Mayo» wegen mutmasslicher Veruntreuung von millionenschweren Beträgen bei dem Bau von Sozialwohnungen, der von Staatsgeldern finanziert wurde. Bonafini bezeichnete die Justiz als «korrupt».

Die Menschenrechtlerin stand in enger Beziehung zur Regierung von Cristina Fernández de Kirchner (2007-2015). Mehrere ehemalige Mitglieder ihrer Regierung zählten zu den Demonstranten, die Bonafini am Donnerstag vor der Verhaftung schützten.

In der Zeit der argentinischen Militärdiktatur raubte die Junta etwa 500 Kinder von Regimekritikern. Die Grossmütter der Plaza de Mayo und die Schwesterorganisation Mütter der Plaza de Mayo führen die landesweite Suche nach den zwangsadoptierten Kindern. Bonafini verlor selbst zwei Söhne in den Zeiten der Diktatur. (sda/dpa/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen