Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

JPMorgan zahlt 246 Millionen wegen dubioser Einstellungspraktiken



Die US-Grossbank JPMorgan ist wegen dubioser Einstellungen von der US-Justiz zur Rechenschaft gezogen worden. Das Institut soll zum eigenen Geschäftsvorteil Jobs an Familienangehörige chinesischer Entscheidungsträger vergeben haben.

Insgesamt zahle das Institut rund 264 Millionen Dollar teilte das US-Justizministerium am Donnerstag mit.

Den US-Behörden zufolge soll die Einstellungspraxis in grossem Stil mit einer eigens dafür eingerichteten «Söhne-und-Töchter»-Kampagne betrieben worden sein. Dieses Programm sei nichts weiter gewesen als «Bestechung unter einem anderen Namen», heisst es in der Mitteilung der US-Justiz. Die Mitarbeiter seien nicht wegen ihrer Qualifikation verpflichtet worden, sondern um an Aufträge zu kommen.

Beteuerungen, wonach solche Einstellungsmethoden im Ausland üblich seien, taugten nicht zur Verteidigung, erklärte die Staatsanwaltschaft. «Das hat mit gewöhnlicher Geschäftsführung nichts mehr zu tun - es ist Korruption.»

Der Grossteil der Summe, die JPMorgan nun zahlen wird, um den Rechtsstreit beizulegen, fliesst mit 130.5 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC. Der Rest geht an das Justizministerium und die Notenbank Federal Reserve.

Strafverfahren gegen einzelne Personen gibt es aber nicht. Die SEC hatte im Jahr 2013 eine Untersuchung eingeleitet.

Investmentbanken haben in der Vergangenheit schon häufiger die Kinder einflussreicher Chinesen eingestellt. In der Volksrepublik spielen persönliche Beziehungen bei geschäftlichen Entscheidungen eine besonders grosse Rolle. (sda/dpa/reu)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen