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Deutschland: Polizei nennt 18-jährigen Deutsch-Iraner als Täter von München



Der Schusswaffen-Anschlag in einem Münchner Einkaufszentrum wurde nach Angaben der Münchner Polizei von einem 18-jährigen Deutsch-Iraner verübt. Der 18-Jährige hat sich nach bisherigen Ermittlungen nach der Tat selbst getötet.

Er sei zuvor auch von Zivil-Polizisten angeschossen worden, sagte Polizeipräsident Hubertus Andrä in einer Pressekonferenz in der Nacht auf Samstag. Das Motiv und der Hintergrund für die Tat, bei der neun Menschen erschossen wurden, sei noch völlig unklar.

Man gehe von einem Einzeltäter aus, sagte Andrä. Der 18 Jahre alte Deutsch-Iraner sei bislang noch nicht polizeilich aufgefallen, sagte Andrä.

Unterdessen erhöhte sich die Zahl der Verletzten nach dem Attentat. Der Rettungsdienst habe 21 Verletzte gezählt, sagte Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins. Die Verletzungen reichten von leicht bis schwer. Ein weiteres Opfer erlag zudem seinen Verletzungen.

Damit steigt die Zahl der Toten auf zehn. Darunter ist auch die Leiche des Täters. Der öffentliche Nahverkehr in der Stadt hat seinen Betrieb in der Nacht auf Samstag wieder aufgenommen.

Offene Moscheen

Nach dem Terroranschlag beim Olympia-Einkaufszentrum hielten auch Fehlalarme die Polizei in Atem. Der Chefredaktor der Münchner «Abendzeitung», Michael Schilling, berichtete auf Twitter über drei Schüsse, die vor dem Redaktionsgebäude gefallen und die auch von mehreren Anwohnern gehört worden seien. Die Polizei rückte mit einem grösseren Aufgebot an, konnte aber nichts Verdächtiges finden.

Möglicherweise habe es sich um einen üblen Scherz von Feiernden gehandelt, sagte Schilling am späten Freitagabend auf Anfrage. Es seien aber keine blossen Böllerschüsse gewesen.

Auf die unsichere Lage nach dem Anschlag in einem Münchner Einkaufszentrum haben unzählige Internetnutzer mit Hilfsangeboten für verängstigte Menschen reagiert. Unter dem Hashtag #OffeneTür konnten Menschen bei Twitter Unterschlupf finden oder gewähren.

Auch etliche Moscheen blieben in der bayerischen Landeshauptstadt offen, um Schutzsuchenden Unterkunft anzubieten. Auch Facebook reagierte und aktivierte am Freitagabend den «Safety Check» («Sicherheitscheck») für München, womit Bewohner mitteilen können, dass sie in Sicherheit sind. (sda/dpa/reu/afp)

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