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Initiative gegen Plakatwerbung in Genf zu Stande gekommen



In der Stadt Genf wird voraussichtlich bald über die Plakatwerbung im öffentlichen Raum abgestimmt. Eine Initiative, welche kommerzielle Plakatwerbung verbieten will, ist zu Stande gekommen. Laut der Werbebranche ist das Volksbegehren wirkungslos.

«Wir sind zufrieden darüber, dass die Werbung Gegenstand einer öffentlichen Debatte wird», sagte Jean Rossiaud (Grüne), Mitglied des Initiativkomitees und Stadtparlaments von Genf. Nach Angaben der Initianten wurden 4658 Unterschriften gesammelt, nötig gewesen wären 4000 Unterschriften. Die Unterschriften müssen noch beglaubigt werden.

Die Initiative will sämtliche kommerzielle Werbung aus dem öffentlichen Raum in der Stadt Genf verbannen. Zudem müssten Plakatwände von den Trottoirs entfernt werden, was vor allem Menschen mit Behinderung das Leben erleichtern soll.

Die Plakate sollen anstatt der kommerziellen Werbung künftig den lokalen und karitativen Organisationen sowie der Kultur zur Verfügung stehen. Auf weissen Plakatflächen soll sich zudem die Bevölkerung austoben können, wie das Anfang 2017 der Fall war, als sich wegen einer Konzessionsänderung viele Genfer Plakatwände in Kunstwerke verwandelten.

Die Initiative wird in der Stadt Genf von den Grünen, der SP und den Linkaussen-Parteien unterstützt. Sie kam beim Dachverband der kommerziellen Kommunikation in der Schweiz erwartungsgemäss nicht gut an.

Initiative wirkungslos

Die Initiative richte sich ganz direkt gegen die verfassungsmässig verbriefte Wirtschafts- und Werbefreiheit, hielt Kommunikation Schweiz in einer Medienmitteilung vom Donnerstag fest. Hinzu komme, dass von der Initiative gerade einmal 10 Prozent aller 3000 Genfer Plakatstellen betroffen seien.

Die restlichen würden sich auf privatem Grund wie Parkhäusern oder Gebäuden befinden. Der gewünschte Effekt der Initiative «Genève zéro pub» verpuffe damit wirkungslos, hielt Kommunikation Schweiz fest. (sda)

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