Syrien: Beginn der Friedensgespräche für Syrien auf Freitag verschoben
Der Beginn der Friedensgespräche für Syrien ist auf Freitag verschoben worden. Das gab der UNO-Sondergesandte Staffan de Mistura am Montag in Genf bekannt. «Die Einladungen werden morgen verschickt, die Verhandlungen beginnen am 29. Januar».
Dies sagte de Mistura vor Journalisten. Der UNO-Sondergesandte rechnet damit, dass die Verhandlungen sechs Monate dauern werden.
Eigentlich sollten Vertreter von Syriens Staatschef Baschar al-Assad und seiner Gegner am Montag in Genf mit den Verhandlungen über einen Fahrplan zum Frieden beginnen. Hintergrund der Verzögerung ist das Ringen um den Teilnehmerkreis. De Mistura hatte bereits am Wochenende erklärt, der Termin werde «wahrscheinlich» nicht zu halten sein.
Grundlage der Gespräche ist ein Friedensplan, der im Dezember nach monatelangen Verhandlungen vom UNO-Sicherheitsrat mit einer einstimmig angenommenen Resolution gebilligt worden war. Nach den Vorstellungen dieses Plans soll in Syrien eine Übergangsregierung gebildet werden. Erst wenn darüber Klarheit besteht, soll über das Schicksal Assads entschieden werden.
Seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs 2011 sind mehr als 250'000 Menschen umgekommen. 4.6 Millionen Syrer sind nach UNO-Angaben vor der Gewalt ins Ausland geflohen, weitere 6.6 Millionen Menschen im Land selbst vertrieben. 13.5 Millionen Syrer brauchen humanitäre Hilfe. (sda/afp/dpa)
