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Schäferfest auf der Gemmi: Grosses Stelldichein der «Pulloverkühe»



Zum 60. Mal haben Berner und Walliser am Sonntag auf der Gemmi das Schäferfest gefeiert. Höhepunkt des folkloristischen Anlasses war das Zusammentreiben der rund 800 Schafe von den umliegenden Sommerweiden.

Mit dem «Gläck», einer Kleiemischung, die die Schafe fürs Leben gern haben, wurden die wolligen Vierbeiner angelockt. Die Schafe liessen sich nicht zweimal bitten und rannten über Stock und Stein von den steilen Hängen hinunter ans Ufer des Daubensees, wo die Leckerei auf sie wartete.

Das Schäferfest wurde umrahmt von einem Festgottesdienst und musikalischen Darbietungen. Am Nachmittag massen Berner und Walliser beim Seilziehen die Kräfte. Nach dem Willen der Organisatoren soll das Fest die Zusammengehörigkeit zwischen den Kantonen Bern und Wallis fördern.

Eine Woche nach dem Schäferfest auf der Gemmi findet ihm nahen Gasterntal ein weiterer, traditionsreicher Anlass statt: die Gasternpredigt. Seit 300 Jahren wird an dem Berggottesdienst jeweils aus der alten Gasternbibel gelesen. Das stattliche, rund sieben Kilogramm schwere Buch ist in Leder gebunden und mit Messingbeschlägen versehen.

Die Bibel wurde der Bevölkerung des Tals 1696 geschenkt, weil der Gang zum nächsten Gotteshaus in Frutigen oft nicht möglich war. Der Stifter hielt fest: « es soll dise Bibel allzeit verbleiben in den Handen dess Eltesten Hausvatters oder Hausmutter derjenigen so dass gantze Jahruss in Gastern wohnen».

Zur Zeit ist die Bibel beim Wirt des Gasthauses Steinbock in Selden. Im Sommer ist sie auf Anfrage zu besichtigen. (sda)

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