Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Sorgen um Nutzerwachstum

Twitter-Aktienkurs bricht ein



People holding mobile phones are silhouetted against a backdrop projected with the Twitter logo in this illustration picture taken in Warsaw in this September 27, 2013 file photo. Twitter Inc on April 29, 2014, reported 255 million monthly active users, up 5.8 percent from the previous quarter but not enough to satisfy investors increasingly concerned about its struggle to gain a mass following. REUTERS/Kacper Pempel/Files (POLAND - Tags: BUSINESS TELECOMS LOGO)

Bild: Reuters

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat im ersten Quartal 132 Millionen Dollar Verlust geschrieben. Der Twitter-Aktienkurs fiel nach einem enttäuschenden Nutzerwachstum auf den tiefsten Stand seit dem Börsengang. Er brach am Dienstag nachbörslich um 10 Prozent auf 38 Dollar ein.

Twitter kam zuletzt auf 255 Millionen Nutzer im Monat. «Es gibt nur wenige Unternehmen, die diese Reichweite haben», sagte Firmenchef Dick Costolo in einer Telefonkonferenz mit Analysten.

Das Unternehmen war im November erfolgreich an die Börse gegangen. Der damalige Ausgabekurs lag bei 26 Dollar und kletterte sofort nach dem Handelsstart nach oben. Die Aktie hatte am zweiten Weihnachtstag mit gut 73 Dollar ihren Höchststand erreicht. Seitdem ging es wieder abwärts wegen der Sorgen um die Nutzerentwicklung

Twitter konnte von Januar bis März 14 Millionen Nutzer hinzugewinnen. Das war zwar mehr als von Oktober bis Dezember mit 9 Millionen. Doch verglichen mit Rivalen wie Facebook ist es wenig. Das weltgrösste Online-Netzwerk hatte in den vergangenen drei Monaten rund 50 Millionen Leute neu angelockt und kam zuletzt auf 1,28 Milliarden Nutzer im Monat. 

Experten haben sich von dem Gedanken verabschiedet, dass Twitter noch ein ausserordentlicher Wachstumsschub bevorstehen könnte. Die Vorstellung, dass das Unternehmen irgendwann auf Augenhöhe mit Facebook stehe, sei unrealistisch, sagte Brian Wieser, Analyst bei Pivotal Research. «Twitter ist und bleibt ein Nischenanbieter.» 

Wichtige Reichweite 

Doch die Nutzerzahlen sind wichtig für Twitter: Von der Reichweite hängt die Attraktivität des Dienstes für Werbekunden ab. Anzeigen sind die grösste Einnahmequelle, vor allem auf Smartphones. 

Zuletzt hatte Twitter seine Anstrengungen im Werbegeschäft erhöht. Der Quartalsumsatz lag bei 250 Millionen Dollar und damit mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr rechnet das Management nun mit bis zu 1,25 Milliarden Dollar. Die bisherige Prognose lag bei maximal 1,2 Milliarden Dollar. 

Trotz dieser Verbesserung scheinen die Börsianer etwas den Glauben an Twitter verloren zu haben - zumal der Kurznachrichtendienst weiterhin kein Geld verdient. Im Gegenteil: Der Quartalsverlust lag bei unterm Strich 132 Millionen Dollar nach 27 Millionen Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 

Gewinn ohne Sondereffekte 

Die Verschlechterung ist eine Spätfolge des Börsengangs. Twitter muss für Aktien, die das Unternehmen seinen Mitarbeitern als Teil ihrer Vergütung gewährt, hohe Kosten verbuchen. Das hatte dem Unternehmen bereits das Ergebnis des Jahres 2013 verhagelt. Ohne Sondereffekte wäre jetzt ein kleiner Gewinn herausgekommen, rechnete Twitter vor. 

Bei Twitter kann man bis zu 140 Zeichen lange Nachrichten absetzen, die auch Links zu Websites, Bildern oder Videos enthalten können. Das Unternehmen positioniert sich damit als Medium für Nachrichten. Um attraktiver für Neulinge zu werden, führt Twitter nach und nach ein neues Design für seine Website ein. (rey/sda/dpa/reu) 

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen