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Swiss driver Sebastien Buemi, Renault e.dams on the race track one day ahead of the Zurich E-Prix, the tenth stage of the ABB FIA Formula E championship, in Zurich, Switzerland, Saturday, June 9, 2018. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Der Schweizer Sébastien Buemi hat in der Gesamtwertung keine Chancen mehr auf den Titel. Er freut sich aber trotzdem auf das Rennen: «Ich gebe nicht auf und werde voll angreifen».  Bild: KEYSTONE

Zürcher Formel-E-Spektakel: Kommt es heute zur Titelentscheidung?



Erstmals seit 63 Jahren findet heute wieder ein Rundstreckenrennen in der Schweiz statt. Beim drittletzten Saisonevent der Formel E in Zürich kann sich Jean-Eric Vergne den Titel sichern.

Drei der bisher neun Saisonrennen hat der 28-jährige Franzose bisher gewonnen: Neben den 25 Zählern für den Sieg liess er sich jeweils auch drei Punkte für die Pole-Position gutschreiben. Ein weiteren Zusatzpunkt kann sich der Fahrer mit der schnellsten Rennrunde sichern.

Gelingt Vergne am Sonntag das Punktemaximum, hätte er 191 Zähler auf dem Konto und der Brite Sam Bird müsste mindestens Fünfter werden, um vor den letzten beiden E-Prix am 14. und 15. Juli in New York noch theoretische Chancen auf den Titel zu haben.

Buemi möchte Spielverderber sein

Den vorzeitigen Titelgewinn Vergnes verhindern möchte in seinem Heimrennen der Schweizer Sébastien Buemi. Der 29-Jährige, der die ersten drei Formel-E-Meisterschaften einmal als Gesamtsieger und zweimal als Gesamtzweiter beendete, würde nur allzu gerne im 42. E-Prix der Geschichte seinen ersten Saisonsieg, den insgesamt 13., feiern.

«Ich gebe nicht auf und werde voll angreifen», erklärte Buemi. «Ich freue mich riesig auf das Spektakel.» In der Gesamtwertung hat Renault-Fahrer Buemi als aktueller Fünfter keine Chance mehr auf den Titel. «Aber ich bin nur vier Punkte hinter Platz 3 und will mit guten Resultaten in Zürich und dann in den zwei Rennen in New York noch aufs Podest fahren.»

Spektakel vor über 100'000 Zuschauern

Die Organisatoren erwarten am Sonntag mehr als 100'000 Zuschauer am Zürcher Seebecken, wenn erstmals seit 1955 wieder ein Rundstreckenrennen in der Schweiz stattfindet. Nach der Katastrophe von Le Mans am 11. Juni vor 63 Jahren, als 86 Menschen starben, wurden Rundstreckenrennen in der Schweiz verboten.

Die Zürcher Formel-E-Organisatoren erhielten nun eine Ausnahme-Bewilligung. Der Vertrag mit den Formel-E-Besitzern für die Durchführung des E-Prix in Zürich läuft bis 2027.

Der Stadtkurs ist 2,465 Kilometer lang und führt vom Mythenquai der Seepromenade entlang. Danach folgen die Passage mit fünf 90-Grad-Kurven durch das Banken- und Anwaltsviertel sowie eine lange Gerade mit anschliessender Spitzkehre zurück zum Mythenquai.

Den Zuschauern wird aber nicht nur ein spannendes Rennen (Start 18.00 Uhr) geboten, sondern auch ein attraktives Rahmenprogramm. Die Trainings beginnen am Morgen um 9.00 Uhr. (sda/vom)

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Don Sinner 10.06.2018 14:31
    Highlight Highlight Schaue gerade das Qualifying. Nebst ein bisschen Reifenquietschen tonlos. E-Rennen sind wie ein Rockkkonzert ohne Strom. Nichts für mich.
  • Roman Stanger 10.06.2018 09:22
    Highlight Highlight Wie kann man so ein Relikt wie das Verbot von Rundstreckenrennen überhaupt noch aufrechterhalten? Womit wird das heute begründet? Das wäre wie ein Verbot von Tanzveranstaltungen nach dem Love-Parade-Unglück, oder Verbot von Events in Stadien nach der Hillsborough-Katastrophe. http://ü
    • Com Truise 10.06.2018 12:29
      Highlight Highlight Verstehe ich auch nicht. Wir haben ja nicht endlos platz für dutzende rennstrecken hier, dennoch ist das verbot fragwürdig, vor allem wenn man betrachtet dass die schweizer rennsportszene unter anderem auf bergrennen auf abgesperrten, öffentlichen strassen ausgewichen sind, welche um ein vielfaches gefährlicher sind.

      Warum ein gesetz basierend auf technologie von 1955 immer noch aktuell sein soll, verstehe ich zumindest nicht.
  • stamm 10.06.2018 09:03
    Highlight Highlight Ein Riesenspektakel in der grünen Stadt.... komisch, dass bei einem Formel E Rennen alles schön geschrieben wird, obwohl die Besucher (wie auch bei den Velorennen) wohl kaum mit dem Fahrrad an die Veranstaltung reisen. Ausnahmeregelung.... Das ist ein Faustschlag ins Gesicht von jedem Motorsportfan! Kann man nur hoffen, dass es nach der Schlussrechnung ein Spektakel bleibt....
    • el heinzo 10.06.2018 09:46
      Highlight Highlight Du vermischst da etwas gar viele Dinge miteinander. Mitunter hast du aber gar nicht so unrecht. 1. Ja, alle Grossanlässe, nicht nur sportliche, vor allem wenn sie im öffentlichen Raum stattfinden, sind in punkto Energie- und Ökobilanz äusserst fragwürdig. 2. Das mit der Ausnahmeregelung scheint mir auch etwas dünn argumentiert. Nur bezüglich der Lärmemissionen sind da wesentliche Unterschiede zu „normalem“ Motorsport zu finden.

      Wobei ich der Meinung bin, dass der Sport bei Formel-E nicht so wesentlich ist. Es geht da eher um Event-Spektakel und Marketing. Als Beispiel dafür der „Fan-Boost“.
    • bendr 10.06.2018 11:09
      Highlight Highlight Also bei Velorennen fahren schon sehr viele mit dem Velo an das Rennen. Gerade auf Passstrassen sind Parkplätze begrenzt und das Velo ist das beste um dorthin zu gelangen. Wenn du das Foto genau untersucht findest du unzählige Velos 😉✌️
      Benutzer Bild
    • Teslanaut 10.06.2018 11:24
      Highlight Highlight Rennen ist Rennen - da messen sich Fahrer, derjenige der als erster durch‘s Ziel fährt ist Sieger! Der Eine macht es mit viel Lärm und Gestank, der Andere sehr leise! Fahrtechnisch ist es absolut gleich anspruchsvoll! Neben Rallyfahrern kann sich hier der Fahrer am besten beweisen - die Formel 1 ist doch ein Witz - da kurven Fahrer mit viel Geld und wenig Talent durch die Gegend und verbrennen sinnlos Benzin!
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