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Offener Brief der Redaktion

NZZ-Redaktoren wollen keinen nationalkonservativen Chef



Blick auf auf die Fassade des Verlags Neue Zuercher Zeitung, an der Falkenstrasse in Zuerich, am Freitag, 11. April 2003. Die NZZ-Gruppe ist letztes Jahr mit 50 Millionen Franken in die roten Zahlen abgetaucht. Hauptgruende waren der Inserateeinbruch, die Boersenkrise und der Start der

Blick auf auf die Fassade des Verlags Neue Zürcher Zeitung, an der Falkenstrasse in Zürich. Bild: KEYSTONE

Nach den NZZ-Korrespondenten warnen auch die NZZ-Redaktoren in einem Brief an den Verwaltungsrat vor der Ernennung eines Chefredaktors mit nationalkonservativer Gesinnung. 163 Mitglieder der NZZ-Redaktion haben die Stellungnahme unterzeichnet, die praktisch identisch ist mit jener von 63 Korrespondenten vom Montag.

Nach Ansicht der Redaktion würde ein nationalkonservativer Chefredaktor «das Ende der Kultur einer liberalen und weltoffenen NZZ bedeuten», wie es in dem am Dienstag veröffentlichten Brief heisst. Mit grösster Besorgnis habe die Redaktion zur Kenntnis genommen, dass der Verwaltungsrat der NZZ-Mediengruppe mit Markus Somm Gespräche über die Nachfolge von Markus Spillmann geführt habe.

Somm hatte am Montag mitgeteilt, er habe mit der Führung der NZZ-Mediengruppe Gespräche geführt, aber «nach reiflicher Überlegung» beschlossen, seine Tätigkeit als Chefredaktor und Verleger der «Basler Zeitung» weiterzuführen.

Auch nach der Absage von Markus Somm sei die NZZ-Redaktion tief besorgt um die Zukunft der NZZ. «Sollte sich die politische Richtung, in der offenbar nach einem neuen Chefredaktor gesucht worden ist, bestätigen, so protestieren wir gegen diese Pläne in aller Schärfe», heisst es in der Stellungnahme. (sda)

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