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Gotthard: Gotthard-Abstimmung ist aus Sicht der Gegner ein «Riesenschwindel»



Für die Gegner eines zweiten Strassentunnels am Gotthard ist die Vorlage vom 28. Februar ein «Riesenschwindel». Sie glauben nicht, dass die beiden Röhren nur einspurig betrieben werden.

Ausserdem könne der bestehende Tunnel saniert werden, ohne eine zweite Röhre durch den Berg zu bohren. Dem Parlament sei 2014 zwar noch vorgegaukelt worden, dass die notwendige Notsanierung eine 140-tätige Totalschliessung des Gotthard zur Folge hätte, sagte VCS-Präsidentin Evi Allemann am Dienstag vor den Medien in Bern.

Inzwischen sei das Bundesamt für Strassen aber zum Schluss gekommen, dass die nötigen Sanierungen im Normalbetrieb, während der üblichen Nachtsperren, gemacht werden können. «Das macht eine zweite Gotthardröhre völlig überflüssig», sagte Allemann.

Auch für Jon Pult, Co-Präsident der Alpen-Initiative, ist die Vorlage ein Schwindel. Mit der zweiten Röhre werde die Kapazität faktisch von zwei auf vier Spuren erhöht. Kaum jemand glaube, dass diese Kapazität nicht genutzt werde, sobald sie einmal gebaut und bezahlt sei.

Die EU werde auf Druck der europäischen Transportindustrie die freie Durchfahrt für den Schwerverkehr verlangen. Und die Schweiz werde den Wunsch umgehend erfüllen müssen. Damit würden die Schleusen für den Schwerverkehr geöffnet, die Zahl der Lastwagen werde sich von 1 Million auf 2 Millionen verdoppeln. «Die Schweiz würde zu einer Transithölle», sagte Pult. (sda)

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