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Mehr als 50 Verletzte bei Zugunglück in Barcelona



Bei einem Zugunglück in Barcelona sind mehr als 50 Menschen verletzt worden. Darunter war ein Schwerverletzter, auch der Zugführer wurde verletzt, wie die katalanischen Rettungskräfte am Freitag mitteilten.

Der überfüllte Regionalzug war am frühen Morgen im Bahnhof Estación de Francia im historischen Stadtzentrum gegen einen Prellbock gefahren. Die Unglücksursache war noch unklar.

Insgesamt seien 54 Menschen verletzt worden, erklärten die Rettungskräfte im Kurzbotschaftendienst Twitter. Unter den Verletzten waren ein Franzose und ein Rumäne, alle anderen waren Spanier, wie ein Sprecher des Zivilschutzes sagte. Zunächst war von fünf Schwerverletzten die Rede gewesen.

Der Unfall ereignete sich gegen 7.15 Uhr, als der aus Sant Vicenç de Calders kommende Regionalzug bei der Einfahrt in die Estación de Francia (Französischer Bahnhof) einen Prellbock rammte, wie die nationale Bahngesellschaft Renfe erklärte. Der Zug war um 6 Uhr morgens in der Provinz Tarragona etwa 70 Kilometer südwestlich von Barcelona gestartet. Endstation war die Estación de Francia.

Der Zug sei bei normaler Geschwindigkeit eingefahren, habe nicht gebremst und sei dann gegen den Prellbock gefahren, sagte ein Sicherheitsmann des Bahnhofs AFPTV. Auf Amateurvideos war der vordere Teil des Zuges zu sehen, der auf einer Länge von etwa zwei Metern völlig eingedrückt war.

Weil der Zug überfüllt war, standen offenbar viele Passagiere zum Zeitpunkt des Unglücks, was die Zahl der Verletzten erhöhte. Zur Klärung der Unglücksursache leitete Renfe Ermittlungen ein.

«Wie ein Erdbeben»

Der Moment des Aufpralls habe sich angefühlt wie ein Erdbeben, berichtete die Zugreisende Lidia, die sich im ersten Waggon befunden hatte, der Tageszeitung «La Vanguardia». Sie habe mehrere Menschen mit Schnittwunden am Kopf und im Gesicht gesehen.

Die Strassen rund um den Bahnhof waren laut dem Radiosender Cadena Ser gesperrt, um Rettungswagen einen schnellen Zugang zur Unfallstelle zu ermöglichen. Einige Verletzte wurden direkt vor Ort versorgt, wie auf Bildern in sozialen Netzwerken zu sehen war.

Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont besuchte noch am Morgen den Unfallort, auch Verkehrsminister Iñigo de la Serna wollte sich dorthin begeben.

Diese Woche erst hatten die Spanier des schwersten Zugunglücks des Landes seit dem Zweiten Weltkrieg gedacht. Dabei waren am 24. Juli 2013 nahe des Wallfahrtsortes Santiago de Compostela 80 Menschen ums Leben gekommen. Der Lokführer telefonierte offenbar zum Zeitpunkt des Unfalls. Der Zug hatte beim Entgleisen eine Geschwindigkeit von 179 Kilometern pro Stunde und war damit mehr als doppelt so schnell wie die erlaubten 80 Kilometer pro Stunde. (sda/afp/dpa)

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