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Sujet aus einer Luzerner Fasnacht. Bild: KEYSTONE

In der Kirche ist der Satan ein Teufel – verbannt ihn an die Fasnacht!

Der Satan dient den Kirchen als Mittel zur Disziplinierung.

04.02.17, 09:12 04.02.17, 14:32

Die Fasnacht ist vor allem in katholischen Stammlanden eine hohe Zeit. Man darf sich verkleiden, hinter einer Maske verstecken, eine andere Identität annehmen und sich austoben. Man könnte auch sagen: die Sau rauslassen.

In dieser Zeit scheint es keine Sünde zu geben. Vor der Fastenzeit ist fast alles erlaubt. Fasnacht als Ventilfunktion.

Um die dunkle Seite in sich auszuleben, sind Hexen, Dämonen und teuflische Figuren beliebte Sujets. Sie «überfallen» Passanten, wenn sie durch die Strassen ziehen und ergötzen sich, wenn diese erschrecken.

Satan sucht Jesus in der Wüste heim. Video: YouTube/ushistorywriter

Nur: Kleine Kinder können oft nicht erkennen, dass hinter den Masken «normale» Menschen stecken. Sie sehen in den Narren richtige Dämonen und Teufel. Unschöne Begegnungen dieser Art können bei ihnen Ängste hervorrufen.

So geht es manchen Kindern auch, wenn sie im Religionsunterricht oder in der Kirche vom Satan hören. Die Vorstellung, dass der Teufel herumschleicht, um Seelen zu fangen und in seinen Bann zu ziehen, löst Ängste aus, die sich traumatisch auswirken können.

Es gibt kein potenteres Mittel, um die Gläubigen einzuschüchtern, als die Drohung mit dem Satan.

Viele Geistliche der Landeskirchen sind sich der psychologischen Problematik bewusst und umschiffen den Satan so weit es geht. Etliche Freikirchen kultivieren hingegen den Gegenspieler Gottes sehr gern: Es gibt kein potenteres Mittel, um die Gläubigen einzuschüchtern, als die Drohung mit dem Satan. Er ist der Herrscher über die Hölle, in der Sünder laut christlicher Heilslehre bis in alle Ewigkeit schmoren werden.

Im Kern des christlichen Glaubens steckt also die Angst. Genauso wie bei den meisten Religionen. Und es gibt kein wirksameres Disziplinierungsinstrument als diese Angst.

Das Kultivieren von Angst im Namen eines Gottes, der uns gleichzeitig als gütiger Schöpfer und liebender Vater dargestellt wird, ist widersinnig. Und in gewisser Weise unmenschlich.

Es ist auch aus psychologischer und pädagogischer Sicht ein Unsinn, mit der Hölle zu drohen, um die Gläubigen zu «guten Menschen» zu erziehen. Jedes Kind weiss heute, dass Angst ein schlechter Ratgeber ist. Angst schüchtert ein, blockiert, unterminiert das Selbstwertgefühl und kann Depressionen auslösen.

Wir Menschen brauchen Zuneigung, Anerkennung und Motivation, um den hohen ethischen Anforderungen der christlichen Moral gerecht zu werden. Dass Gott, der letztlich die Hölle erfunden hat, mit dem Mittel der Angst reagiert, ist unverständlich.

Satan als Konzept zur Disziplinierung der Gläubigen

Erklärbar würde die Sache mit dem Satan und der Hölle allerdings, wenn wir erkennen würden, dass das Konzept von Angst und Disziplinierung entworfen wurde von Menschen, die die Menschen disziplinieren oder gar unterjochen wollten.

Fortschrittliche Geistliche und Theologen haben ebenfalls Mühe mit Teufel und Hölle, weil sie in unserer Zeit anachronistische Überbleibsel sind. Sie interpretieren sie gern metaphorisch, also als Gleichnis.

Allerdings eignen sich beide nicht als Metaphern, denn sie sind zentrale Elemente des christlichen Glaubens. Deshalb müssen Kirchen und Gläubige sie gegen jede Vernunft verteidigen.

Der Teufel hatte erst im Neuen Testament seinen grossen Auftritt

Dabei vergessen sie gern, dass der Satan im Alten Testament noch keine grosse Rolle spielte, sondern seinen grossen Auftritt erst im Neuen Testament erhielt. Und wer hat ihn erfunden? Weder Gott noch die Urchristen.

Satan und die Hölle geisterten schon durch frühere Religionen – wie auch andere Versatzstücke der christlichen Heilslehre. Zarathustra holte ihn in die Welt, als es den Monotheismus noch nicht gab. Was bedeutet, dass der christliche Glaube nicht so original ist, wie uns gern verklickert wird.

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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101
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    Alle Leser-Kommentare
  • olive 11.02.2017 08:49
    Highlight Auch im Islam ist der Teufel und die Hölle wichtig. Stammend aus Zeiten, da man nicht wusste, dass die Möglichkeit für Gut und Böse in uns angelegt ist, konnte man das Böse auslagern und im Aussen bekämpfen. Zugleich dient(diente es als Disziplinierungsmittel für Unliebsame/Ungläubige oder als Drohung, um die Leute bei der Stange zu halten.
    3 0 Melden
    • Pasionaria 11.02.2017 22:19
      Highlight Schoen wieder einmal von Dir zu lesen - ist die kleine Pause dadurch bedingt, dass Du Dich intensiv (!) dem Islamstudium zugewandt hast....?
      Es toent ja fast so :-)
      0 0 Melden
  • DocM 06.02.2017 22:54
    Highlight Wer keine Angst vor dem Teufel hat, braucht keinen Gott.
    5 2 Melden
    • olive 11.02.2017 08:45
      Highlight Das ist wahrscheinlich der Grund, warum der Teufel vielen Religionsführern, um es neutral auszudrücken , so nützlich ist.
      0 1 Melden
  • Spooky 06.02.2017 07:00
    Highlight Eigentlich haben wir den Teufel gar nicht nötig. Der Mensch ist viel schlimmer.
    7 3 Melden
    • rodolofo 07.02.2017 07:08
      Highlight Nicht DER mensch ist viel schlimmer, sondern DER Mensch, wie DU ihn siehst!
      Warum siehst DU "DEN Menschen" so?
      Oder anders gefragt:
      Warum willst Du "DEN Menschen" so sehen?
      2 3 Melden
    • Spooky 07.02.2017 23:44
      Highlight Hat man in Auschwitz den Teufel gesichtet? Nein.

      Hingegen ganz viele gewöhnliche, anständige Nazis, die gehorsamst ihren alltäglichen Pflichten nachgingen und ihre Arbeit so gut wie möglich machen wollten.


      3 2 Melden
  • Alienus 05.02.2017 15:45
    Highlight Gott und Satan, ein tolles Gespann.

    Götter der Polygenese waren wie Menschen: wirkten im dreidimensionalen Raum. Dann der Eingott-Exzess der Eindimensionalität. Gott der Einzige. Nicht visualisierbar, nur erkennbar durch Auserwählte!

    Um dieses Idee zu realisieren braucht's ein Outsourcing: Gott für das Gute und der Satan für das Schlechte. Jetzt ward Gott unschuldig am gesamten Leid, der Mensch mit „freien Willen“, verführt durch Satan, in voller Eigenverantwortung. Tolle Zweidimensionalität.

    Ein Taschenspielertrick in diesem göttlich-intergalaktischen liberalen Ablasshandel – für Gott!.
    9 3 Melden
    • rodolofo 05.02.2017 18:16
      Highlight Gott als eindimensionales Bild...
      Ich glaube, Du hast es durchschaut, Alienus!
      Was ist eigentlich ein eindimensionales Bild?
      Ein Punkt?
      Aber nein, der wäre ja bereits zu gross und mind. zweidimensional!
      Bleibt nur noch... DAS NICHTS!
      3 2 Melden
    • Share 05.02.2017 20:19
      Highlight @Alienus
      Wüsste ich etwas das gegen den Tunnelblick hilft, ich würde es dir sagen, aus freien Stücken.

      @Rod
      Tut mir jetzt wirklich leid, aber du verwechselst das Nichts mit dem Schwarzen Loch. Das Nichts ist Multidimensional.
      1 3 Melden
    • Pasionaria 05.02.2017 21:53
      Highlight Alienus
      Es ist offensichtlich, dass Dich der goettliche Teufel eher anspricht, sowie Deine sprachlichen Kreationen aktiviert, als aberglaeubische Spitzensportler!

      Zu diesem Thema habe ich nur zwei Fragen - was liegt mir naeher, als sie Dir zu stellen:
      - Haben sich Gott und der Teufel von der Erde zurueckgezogen, im Wissen, dass sich die Menschen einander selbst die Hoelle heiss machen? 
      - Wieviele Apostel hatte eigentlich der Teufel?
      4 2 Melden
    • Alienus 06.02.2017 20:12
      Highlight Pasionaria

      Wie können sich Gott und Teufel zurückziehen, wenn sie Ausgeburten der menschlichen Phantasie sind. Somit sind sie immer und überall.

      Sollte der Mensch aus dem Universum entfleuchen, so stirbt auch Gott und Teufel. Diese Hoffnung ist gewiss.

      Beim Modell ist im eindimensionalen Raum das „Eine“, im zweidimensionalen. Raum wegen der bipolaren Spaltung des „Einen“, eben Gott und Satan, somit eigentlich eine Person. Deshalb sind die Apostel auch indirekt Fans des Satans, zumindest der eine Apostel war es offenkundig.

      Nun, die Funktion der überlassenen Leiharbeiter ist so neu nicht.
      4 2 Melden
    • Pasionaria 07.02.2017 05:56
      Highlight Danke, wenn Du einmal keine gute Antwort mehr hast, dann muss man Dir das Fieber und den Blutdruck messen.....
      Nicht zuletzt deswegen reizt es mich, Dir Fragen zu stellen wie z.B.:
      Wenn Du keine andere Wahl haettest, als dass Dich der Teufel zu Gott braechte, oder Gott Dich zum Teufel, was wuerdest Du waehlen?
      3 0 Melden
    • Alienus 07.02.2017 07:25
      Highlight Pasionaria

      Nimmst den EINEN bekommst Du den anderen.

      Da ist die Wahl wirklich nicht groß. So ist es halt bei der Dualität. Wenn beim „Jüngsten Gericht“ der Satan der Chefankläger sein darf……
      3 0 Melden
    • Pasionaria 08.02.2017 00:40
      Highlight Fazit: es gibt weder Gott > das Gute noch den Satan > das Boese - es sind die Religionen/Glauben, die 'es' erst dazu machen!

      Du erwaehnst das 'Juengste Gericht' - wieso meinst Du, dass Satan die besseren Chancen hat, Chefanklaeger zu sein? Der Herrgott wird diesen Posten auch beanspruchen wollen. Immerhin finde ich es positiv, wenn das Weltgericht aus zwei, anstatt nur einer .......Fiktionen besteht.
      1 1 Melden
    • Alienus 09.02.2017 11:19
      Highlight Pasionaria 1/2

      Man wird noch fragen dürfen, warum noch die chrisl. Dreieinfälltigkeit durch gläubige Köpfe wabert.

      Folgt man der Modellbetrachtung des ein- und zweidimensionalen Raumes beim Jüngsten Gerücht, so gelangt man zu drei Handelnden.

      Zuoberst der EINE als Richter. Zu seiner rechten Seite sein Sohn Jesus und zur linken Seite der …. was oder wer den nun???

      Jesus, der weiß strahlende Erlöser auf der „rechten“ Seite als Fürbitter der armen Seelen und auf der linken Seite sein Antagonist, die schwarze Gestalt als Ankläger, dessen Urname im Häbreischen nun mal .... Satan lautet.
      1 0 Melden
    • Alienus 09.02.2017 11:21
      Highlight 2/2

      Und die Taube in diesem Dreiecksverhältnis? Nur Camouflage.

      Wenn uns die „gotteskundigen“ Hohepriester äußerst seltsame Auslegungen präsentieren, so können die unkundigen Gläubigen ihre Fragen stellen.

      Aber im Gegensatz zu den politisch-technischen Verschwörungstheoretikern wissen wir, dass es keine wahrhaftige Antworten geben kann, ventuell Plausibilitäten..

      Im Mittelalter bis in unsere Neuzeit wurden üble und betrügerische Rechtsanwälte „Linksanwälte“ oder auch „Anwälte des Satans (Teufels)“ genannt. Ach wie passend.

      Also eine runde Sache in diesem göttlichen Bermuda-Dreieck
      1 0 Melden
    • Share 09.02.2017 16:44
      Highlight @Ali
      So ein bisschen Schwefel-Geruch scheint dir nicht gut zu tun... Kannst du dir mal den Raab vorstellen? Als Pan? Dann hörst du leise die Ode an den Maschendrahtzaun. Und jetzt stell dir die Kellyanne als Bibelredaktorin vor, die ein paar Jahre später dem Lied in den Binsen lauscht. Besser als einer Eisleiche zu begegnen. Das Resultat, leider, ist das selbe.
      0 2 Melden
    • Share 09.02.2017 21:11
      Highlight @Ali
      Ja, und von Jubal hatte ich schon erzählt, oder? Baal war interessanterweise der Gott der Babylonier. Ich entsinne mich noch leise an ein Babylon, das mit Rom verbandelt war, wie genau; nun, ein Faktenchecker wird`s sicher genauer wissen.
      0 2 Melden
    • Pasionaria 11.02.2017 19:39
      Highlight
      "Wenn uns die „gotteskundigen“ Hohepriester äußerst seltsame Auslegungen präsentieren, ......."
      ...... so koennen die unkundigen Nichtglaeubigen ihre Fragen wenigstens @ Alienus stellen!
      tks
      1 0 Melden
  • rodolofo 05.02.2017 09:35
    Highlight Interessantes und aufschlussreiches Filmchen!
    Pikantes Detail: Der Jesus versuchende Teufel trägt eine Mönchs-Kutte...
    Zudem: Der weinerlich leidende Held als einsamer Rufer in der Wüste, der aber heldenhaft weiter leidet, obwohl in Durst und Hunger quälen und den die von der Sonne gnadenlos versengte Haut schmerzt.
    Jesus wirkt hier als prägendes Vorbild für heutige Leistung-Sportler, die ihren Körper mental vorwärts peitschen, obwohl dieser schon längst das Bedürfnis geäussert hat, mal Pause zu machen.
    Es geht also wieder mal um Selbst-Disziplinierung im Dienst einer "Grossen Sache"...
    5 6 Melden
  • Spooky 04.02.2017 18:02
    Highlight "Satan und die Hölle geisterten schon durch frühere Religionen"

    Das ist schon möglich, ich weiss es nicht.

    Aber ganz sicher geisterten Satan und die Hölle nicht durch den Hinduismus.

    Im Hinduismus gibt es weder Satan noch Hölle.

    Im Hinduismus gibt es nur die Befreiung vom Rad der Wiedergeburt - und auch das nur, wenn eine bewusste Kreatur es ausdrücklich wünscht.
    3 8 Melden
    • Nonbeliever 04.02.2017 18:34
      Highlight Das ist so nicht richtig. Tatsächlich gibt es eine Hölle im Hinduismus. Ähnlich einiger Vorstellung von der Hölle im Christentum werden dort die Sünder gequält und gefoltert. Den Teufel gibt es aber in dem Sinne nicht. Böse Geister und Dämonen aber schon (je nach Auslegung, "Schule") Analog zum Teufel kann ev. die Gottheit Yama genannt werden, auch bezeichnet als Gott des Todes oder der Unterwelt
      8 1 Melden
    • Spooky 04.02.2017 20:00
      Highlight Vielen Dank, Nonbeliever.

      Endlich jemand, der sich ein bisschenn auskennt im Hinduismus.

      Aber trotzdem, ich bin nicht der gleichen Meinung wie du.

      Die Hölle ist meiner hinduistischen Meinung nach ein Gedankenfehler.

      Und vor allem, das muss ich hier klar und deutlich sagen: nicht ewig.
      2 8 Melden
    • Regas 05.02.2017 13:45
      Highlight @Spooky: Der Hinduismus ist die Hölle. Will man sich vom Rad der Wiedergeburt befreien, ist das nur unter lebenslangen Qualen möglich, und für das Gelingen gibt es keine Garantie. Aber gähn, die hinduistischen Lehren sind sowieso nur reine Fantasien welche ein ganzes Land wie Indien im Elend verharren lassen.
      7 1 Melden
    • Spooky 06.02.2017 05:57
      Highlight Also für mich ist die Hölle die ewige Verdammnis, aus der es kein Entrinnen gibt. Das gibt es im Hinduismus nicht.

      Yama ist der Gott des Todes, nicht der ewigen Verdammnis. Meines Wissens zeigt er den Verstorbenen gemäss ihrem Karma wieder den Weg zurück ins Leben.

      1 2 Melden
  • Nonbeliever 04.02.2017 17:56
    Highlight Die Figur des Hörnlimaas, Beelzebub, Widersachers, Satanas, Höllenfürst oder wie man ihn auch immer nennen mag, geistert nach meiner Erfahrung vor allem noch bei den Evangelikalen und Konservativ-Katholen herum. Bei den meisten etwas aufgeklärteren Kirchgängern, - sofern man überhaupt von Aufklärung reden kann - wird anstelle des Teufels eher "das Böse, das die Menschen verführt" etc. gennannt. Der Teufel also nicht mehr als Person, sondern als negative Kraft oder böse geistige Schwingung (in der Esoterkik-Szene) etc. Solche Vorstellung sind aber letzten Endes infantil.
    11 4 Melden
    • rodolofo 05.02.2017 09:43
      Highlight Als Kompromiss schlage ich vor, das "Teuflische" als natürlichen Zustand zu sehen, der aber erklärbar ist.
      Wenn zum Beispiel die Psyche eines Menschen wegen gewissen selbstschädigenden Gedanken dermassen verwirrt worden ist, dass kein natürliches Handeln mehr möglich ist, dann führt das zu Anstauungen von Energien, die sich dann wiederum durch noch mehr Gedanken Bahn zu brechen versuchen.
      Solche Zustände des Chaos erleben wir als äusserst unangenehm, weshalb wir nach jedem Strohhalm greifen, der uns hingehalten wird, seien das Drogen, Psychopharmaka, oder Religionen.
      5 1 Melden
    • Paples 05.02.2017 13:25
      Highlight Der Teufel steckt wirklich im Detail, gleich eines Flüsterers an Herzens- Ohr bei den Verzweifelten- Ängstlichen und Verunsicherten.

      8 1 Melden
    • Paples 05.02.2017 13:50
      Highlight Popcorn wenn man des Teufels Exorzist im Kinosesel sieht. So ein Heimkino aus frömmlichen Gefilden, über Ängste zu debattieren hat keinen Bock. Da es der Seele schadet, und nicht befreit vom kranken Geist eines Leidenden.
      8 0 Melden
    • rodolofo 05.02.2017 14:10
      Highlight Dieser Spruch ("Der Teufel steckt im Detail") rechtfertigt in der Regel nur den Psycho-Terror von Perfektionisten, die aus Kleinigkeiten immer gleich Staatsaffairen machen...
      Für mich sind diese Pedanten und Streber die eigentlichen "Teufel", und nicht die Details!
      Die Details sind einfach Details.
      2 8 Melden
    • Paples 05.02.2017 15:57
      Highlight Stalkern ist nicht harmlos, da es schon viele in den Tod getrieben hat. Mit stetigen nötigen, durch Drohen, Schikanen, Verfolgen und Abpassen, kann es schon zu traumatisierten Folgen führen. Stalkern ist kein Gentlemen- Delikt, weil es andern Schaden zufügt, und darum gesetzlich gefandet wird. Mit Ängsten an andern zu spielen, um folgsam zu machen, ist wirklich verachtenswert.
      9 0 Melden
  • Joseph Dredd 04.02.2017 17:16
    Highlight "Die schönste List des Teufels ist, uns zu überzeugen, dass es ihn nicht gibt." - Charles Baudelaire
    12 8 Melden
    • Regas 05.02.2017 13:55
      Highlight Die grösste List der Christen ist es, zu behaupten, der Teufel, den es in Wirklichkeit gar nicht gibt, würde uns überzeugen das es ihn gar nicht gäbe.
      9 5 Melden
    • Paples 05.02.2017 14:38
      Highlight Echt teuflisch wie es an der Fasnacht zu und her geht.

      Die Kostüme und Masken, mit Balken und Trompeten, ein schräges Machdichein, sollten in früheren Zeiten die Finsternis des Winters vertreiben, das mit dem Bögverbrennen seinen endgültigen Höhepunkt hat.

      Auf in die Fasnacht, es kann doch nichts anzuhaben, insofern man die Masse nicht verliert.
      4 0 Melden
  • Franz0506 04.02.2017 15:33
    Highlight Herr Stamm verfolgt in seinem Blog die Ideologie des Atheismus, da gibt es keinen Platz für Gott - und noch weniger für den Teufel. Argumente nützen nichts.
    Und zu den Christen: Christus hat in seiner Lehrzeit vom Satan gesprochen. Gäbe es diesen"Vater der Lüge" nicht, so hätte er dies sicher nicht getan. Lucifer war vor seinem Fall einer der höchsten Engel. Mit seiner Macht und Intelligenz hat er auch heute bis genug Menschen als seine Handlanger. Diese merken das nicht - und dafür müssen sie ja nicht einmal an den Teufel glauben. Aber an der Wirkung dieser Menschen ist es erkennbar.
    7 25 Melden
    • Oxymora 04.02.2017 17:48
      Highlight “Mit seiner Macht und Intelligenz hat Satan auch heute bis genug Menschen als seine Handlanger. Diese merken das nicht,“

      er nennt sich jetzt Apostel Simon Petrus erster Bischof von Rom und seit 0067 offizieller Schlüsseldreher an der Pforte zum Paradies.

      Jesus hat Ihn erkannt oder die Bibel lügt.
      7 1 Melden
    • Nonbeliever 04.02.2017 18:46
      Highlight @ Franz... Zitat " Argumente nützen nichts." da nähme mich natürlich mal wunder, welche Argumente du da meinst. Es gibt eine Zeit vor der (wissensch.) Aufklärung und eine Zeit danach. Jede(r) der/die das Internet benutzt, sollte sich bewusst sein, dass die Voraussetzung für diese geniale Technik auf Wissen und nicht etwa auf Glauben basiert. Ganz im Gegensatz zu mittelalterlichem und aus heutiger Sicht absurdem Gott- und/oder Teufelsglauben.
      8 2 Melden
    • Paples 04.02.2017 19:16
      Highlight Der Teufel steckt dahinter, wenn Gutes verteufelt wird, und das machen die Frommen, mit dem scheinst betrügerischen Text: Das Wort ist schärfer als ein zweischneidiges Schwert, ... das scheidet Seele und Geist, Mark und Bein. Das Wort wird weggelassen, .... und ist Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Vieles wird rausgerissen aus dem Kontext, und vermittelt eines der Bibel befremdendes Eigenzitat, das nichts mit Gott zu tun hat, sondern mit Lynchjustiz suizidalen Todesstoss; besser unter Stalkern bekannt.
      4 3 Melden
    • Share 04.02.2017 19:40
      Highlight Nicht, dass ich diese Art der Gruppendynamik mag, die einen Mob hervorzubringen vermag, vielleicht verstehe ich deinen Humor nicht, kann auch sein. Trotzdem die vielfältigen Riten mit den Masken waren fuer den Schrecken zuständig, den das Leben verursacht, nirgends besser verankert als in der garstigen, kalten Jahreszeit. Durchgesetzt hat sich aber der Gedanke der Gemeinschaft mit dem Fest der Liebe. Entgegen apokalyptischer Endzeitgedanken.
      0 2 Melden
    • Share 04.02.2017 19:42
      Highlight @Ora
      Ich verstand den Jesus mit dem Satan im Sinne der Versuchung, die möglichst schnell an ihm vorüberziehen sollte. Damals gab es noch keine Adblocker.
      0 2 Melden
    • Oxymora 04.02.2017 21:03
      Highlight @Share
      Also die Einen verstehen es so, andre soso oder sososo...

      Sollte Versuchung/Sünde ein Thema für Sie sein, wenden sie sich an ihren Hirten er/sie sagt Ihnen wie Sie es verstehen sollten; ob vom Freien- oder vom Amts-Christentum da gibt’s Unterschiede.

      Das lässt sich sicher biegen und wenden bis es Ihnen zusagt.

      Macht ja auch keinen Sinn etwas so zu verstehen, wie es geschrieben steht.
      2 2 Melden
    • rodolofo 05.02.2017 09:46
      Highlight Ach was!
      Der Satan diente früher als Sündenbock.
      Heute sind es "Terroristen".
      Und die Reichen und Mächtigen sehen sich natürlich immer mit dem lieben Herrgott im Bunde...
      2 2 Melden
    • Paples 05.02.2017 14:18
      Highlight Terroristen hin oder her, eines haben alle gemeinsam, da es jeden betrifft, nämlich die teuflische Natur in allen Bereichen. Vom Teufel sprechen hilft nichts um alles wieder ins Lot zu bringen, sondern; tue es andern so, wie du es von andern gerne hättest.
      10 1 Melden
    • Paples 07.02.2017 18:33
      Highlight Christentum von Amtes? Bei allen frommen Gruppierungen gibt es autoritäre Auswüchse, wo neue Gesetze die alte Ordnung aufhebt. Ein alter Schlager; "Mama hat gesagt, -Papa hat gesagt," scheint bei vielem im Missglauben wie ein Ohrenschmaus zu sein, weil keiner mehr denken will, oder gar nicht mehr denken kann, sondern nur noch dieser Schlager das Leben bestimmt.
      5 1 Melden
    • rodolofo 08.02.2017 06:32
      Highlight @ marco
      Wenn wir sie "Terroristen" nennen, oder (altmodisch) "Teufel", verändern wir weder ihren Charakter, noch verhindern wir, dass sie weiter Schaden anrichten!
      Also müssten wir dahinter kommen, WARUM sie so geworden sind, wie sind, und warum sie heute so unausstehlich und schrecklich sind!
      Die Wissenschaft-Disziplinen Soziologie und Ethnologie sind also gefordert.
      Und wenn die FAKTEN gesammelt und sortiert worden sind, kann die Politik daraus ihre Schlüsse ziehen und über das Erziehungswesen und über Umverteilungs-Massnahmen Gegensteuer zu geben versuchen.
      Moralische Empörung reicht nicht.
      2 3 Melden
    • Paples 08.02.2017 23:36
      Highlight Auf den Punkt gebracht, > wenn wunschgemäss Christen zu Statisten gemacht werden, geklont aus einem neuen Prototyp, der Gründer einer neuen Freikirche, und an des Führers Stuhl, seine Nachfolger.
      5 0 Melden
  • Stachanowist 04.02.2017 14:06
    Highlight "Viele Geistliche der Landeskirchen sind sich der psychologischen Problematik bewusst und umschiffen den Satan so weit es geht."

    Danke für diesen Satz. Ich war als Kind im Reli-Unterricht, in der Sonntagsschule und im Jugendgottesdienst. Auf eigenen Wunsch, so komisch das klingen mag :D Vom Satan war dort nie die Rede. Nie.
    9 1 Melden
  • Menel 04.02.2017 13:21
    Highlight Lieber BBQ als Philadelphia 😂👍
    10 5 Melden
    • rodolofo 05.02.2017 14:15
      Highlight Philadelphia heisst eine Frischkäse-Marke.
      Aber was bedeutet BBQ?
      2 1 Melden
    • Menel 05.02.2017 17:07
      Highlight Das 😂
      1 1 Melden
    • rodolofo 05.02.2017 18:07
      Highlight Okay. Ich bin von gestern.
      1 1 Melden
  • Granini 04.02.2017 12:28
    Highlight Herr Stamm wir leben nicht mehr im Mittelalter! Der Teufel wird nicht mehr so proklamiert wie früher. Vielmehr wird über die Verantwortung jedes einzelnen gepredigt.
    Und Satan ist out - wir haben jetzt Hugo Stamm (symbolisch) als Gegenspieler.
    14 12 Melden
    • Share 04.02.2017 14:19
      Highlight Nicht der Stamm, die Fasnacht. Hat er schon richtig betitelt. Die elf Tage zur Wintersonnenwende haben die Basler im Mittelalter ganz korrekt über die Zeit hinweg gerettet. Deren Drei um genau zu sein; drei Tage zum Einläuten des Frühlings, äh, Austreiben des Winters.
      1 2 Melden
    • kleiner_Schurke 05.02.2017 15:51
      Highlight Nicht in der orthodoxen Kirche. Dort wird einem vorgeschrieben welche Stellen in der Bibel gelesen werden sollen und wie man sie zu verstehen hat. Wer nicht mit dem Vater (Pfarrer) einverstanden ist begeht eine Sünde. Und der Teufel lauert an allen Ecken....
      2 2 Melden
  • kleiner_Schurke 04.02.2017 12:00
    Highlight Das Gute und das Böse sind relative Begriffe. Ein Beispiel: Einen Menschen zu erschiessen sehen wir als schlecht an und derjenige der den Abzug bedient als böse (oder ihm wird allenfalls vom Widersacher (oder vom freien Willen) böses eingeflüstert). Hätte jedoch jemand Hitler erschossen, wäre diese Person als Held gefeiert worden weil er damit Unzähligen das Leben gerettet hätte. Genau da steht den Christen ihr Weltbild, einmal mehr, selber im Weg.
    17 9 Melden
    • Follower 04.02.2017 12:23
      Highlight Die sogenannte Erkenntnis von Gut und Böse ist für die lieben Menschen wohl doch eine schlimme Überforderung.
      4 7 Melden
    • kleiner_Schurke 04.02.2017 13:11
      Highlight Leere Worthülsen!
      10 2 Melden
    • Menel 04.02.2017 13:18
      Highlight Es gibt kein gut und böse im universellen Sinn. Es gibt nur das, was Menschen als gut und böse definieren. Aber auch das ist im ständigen Wandel.
      14 4 Melden
  • Follower 04.02.2017 11:59
    Highlight Das studieren der Bibel nicht immer zu Einsicht führt zeigt dieser Artikel. Haben Sie noch nie daran gedacht, dass sich die Hölle ganz von selbst öffnet, wenn man sich von allem Guten, Schönen und Vollkommenen abwendet?
    16 18 Melden
    • kleiner_Schurke 04.02.2017 12:58
      Highlight Definieren sie doch mal Das Gute, das Schöne und das Vollkommene?
      9 6 Melden
    • Follower 04.02.2017 13:22
      Highlight Ein schöner Sonnenuntergang, ein Mensch der sich hingebungsvoll um Andere kümmert, Freude, ein tolles, rauschendes Fest, ein Kind das gesund auf die Welt kommt, ein Mensch der Frieden stiftet; das sind alles Spiegelbilder des Guten und Schönen und ja, ich glaube an einen liebevollen Gott, der das alles erfunden hat.
      14 7 Melden
    • Share 04.02.2017 13:30
      Highlight Sieh mich gut an.
      2 1 Melden
    • kleiner_Schurke 04.02.2017 15:18
      Highlight Ein Spiegelbild des Guten. Das Gute ist aber damit nicht definiert. Vielmehr haben wir neu den Begriff Spiegelbild hinzugefügt den man nun auch definieren müsste, denn er ist ja sicher nicht im physikalische Sinne zu verstehen.

      Ferner ist ein schönen Sonnenuntergang auf die Brechung von weissem Licht in der Erdatmosphäre zurück zu führen. Inwiefern das ein “Spiegelbild“ des Guten sein soll ist mir schleierhaft.
      4 8 Melden
    • Share 04.02.2017 16:55
      Highlight Das Licht ist korrekterweise unbunt, ich habe extra nachgeschaut. Die schönen Farben ergeben sich durch den Anteil verschiedenster Partikel, es lässt sich sagen, je Größer der Anteil Dreck, desto leuchtender die Farbintensität. Gut sichtbar bei den Ölgemälden von Turner, das Farbleuchten gründet nicht auf einem Sehfehler des Meisters, sondern auf der Tatsache, dass die Luft vom vielen Färben und Gerben verschmutzt war. Also nix weiss da.

      Mit Spiegelbild dachte der gute Foley an die nostalgische Verklärung von Vermählung und Vermehrung. Und dankt Gott fuer seinen, wie soll ich sagen, Drang?
      0 5 Melden
    • rodolofo 05.02.2017 14:26
      Highlight Das Unterscheiden zwischen "Gut" und "Böse" wird uns seit der Erfindung der Ackerbau-Kultur von Klein auf antrainiert.
      Jenes Kraut ist böse!
      Es bringt uns keinen Ertrag und ist nicht mal schön anzusehen!
      Jener Käfer ist ein böser Schädling!
      Er frisst an unserem Getreide!
      Jener Mensch ist ein böser Taugenichts!
      Er zieht im Wohnwagen herum und macht nur unnütze Musik!
      Und jenes Unwetter hat der Teufel geschickt!
      Er bekam vom allmächtigen Herrgott den Auftrag, Euch Gottlose Teufelsbrut zu bestrafen, weil Ihr nicht brav die Kirche besucht und Kirchensteuern bezahlt habt!
      ZUR HÖLLEE MIT EUCHCHCH!!!
      3 2 Melden
    • rodolofo 05.02.2017 18:06
      Highlight Uiuiui! Sind da einige Blitzer erschrocken?
      Habe ich wieder mal das Augenzwinkern-Zeichen vergessen!
      Also hier ist es:
      Achtung Achtung, Ironie! ;)
      3 0 Melden
  • Hypatia 04.02.2017 11:12
    Highlight Es lohnt sich hier, wieder einmal das alte Testament zur Hand zu nehmen und darin das Buch Hiob zu lesen...

    9 6 Melden
    • Hypatia 04.02.2017 11:21
      Highlight Die Geschichte von Hiob illustriert übrigens sehr treffend, was gemeint ist, wenn es im Gebet heisst: "... und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. ..."

      9 4 Melden
    • Share 04.02.2017 11:50
      Highlight @pat
      Was mich an dieser Textstelle sowohl bei Hiob als auch im Gebet des UnserVater stutzig macht? Das Uns.
      8 0 Melden
    • Hypatia 04.02.2017 17:32
      Highlight @Share

      Tatsächlich grenzen sich alle, die einem bestimmten Glauben folgen, von Nicht- oder Andersgläubigen ab. Aber darum geht es hier nicht, sondern um die Argumentation, die Stamm hier zum besten gibt. Dass diese Argumentation nichts taugt, scheint mir offensichtlich.

      Der Teufel steckt, wie meist in derartigen Diskussionen, im Detail.
      3 2 Melden
    • Share 04.02.2017 19:54
      Highlight @pat
      Kannst du das näher erläutern? Ich sehe hier keine Argumentation sondern die Beschreibung eines Phänomens aus verschiedenen Perspektiven, die in sich selbst wiederum als Phänomen gedeutet werden.
      0 0 Melden
    • Oxymora 04.02.2017 21:13
      Highlight @Hypatia
      Besten Dank für Ihren wertvollen Tipp.
      Ich wusste nicht mehr, wo die Opfer Satans in der Bibel zu finden sind.
      Das sind natürlich die 10 Kinder Hiob’s.

      Da kam ein gewaltiger Wind über die Wüste und packte das Haus an allen vier Ecken; es stürzte über die jungen Leute und sie starben. (Hiob1,19)
      4 1 Melden
    • Hypatia 06.02.2017 11:33
      Highlight @Share

      "Im Kern des christlichen Glaubens steckt also die Angst."

      Darauf zielt die ganze Argumentation Stamms ab. Es geht aber gerade darum, die menschliche Angst in der Liebe zu Gott zu überwinden.

      Man muss kein Christ sein, um das zu verstehen, aber dass man ein derartiges Verständnis des christlichen Glaubens derart missversteht, wie Stamm es tut, und ihn als naiven Kinderglauben abtut, der sich vor dem Bösen fürchten muss, um an das Gute zu glauben, verdreht gerade das, worum es diesem Glauben geht. Denn wer an das Gute glaubt, braucht sich vor dem Bösen nicht zu fürchten.

      1 2 Melden
    • Hypatia 06.02.2017 11:50
      Highlight @Oxymora

      Gott ist nicht nur ein "lieber Heiland", sondern bringt auch Tod und Zerstörung. Gerade im alten Testament findet man genügend Belege dafür.

      Daher ist in dieser Geschichte nicht ein "Satan" für den Tod der Kinder verantwortlich sondern Gott. "Satan" reduziert sich dabei auf die kritische Frage, ob Hiob auch dann noch an Gott glaube, wenn ihm alles genommen wird. Es gibt hier also ein gewisses Misstrauen Gottes, was die Gläubigkeit der Menschen betrifft. Er will sie auf die Probe stellen. Warum aber tut er das? - Woher dieses Misstrauen? - Zeigt jener Gott uns damit eine Schwäche?

      0 1 Melden
    • Share 06.02.2017 16:57
      Highlight @pat
      Ehrlicherweise muss ich dir gestehen, habe ich Mühe die christliche Theologie zu verstehen. Ich bin über die katholische Theologie nicht hinausgekommen. Die Ökumene böte uns die Möglichkeit über diese Dinge unter der Oberfläche nachzudenken... Dieser kleine aber feine Unterschied lässt mich näher bei Hugo Stamm sein als bei dir. Denn er schreibt explizit über die Position der Freikirchen und dem Brauchtum und spricht dem Christentum die Originalität ab. Er hätte von Machtmissbrauch oder durch Macht korrumpiert schreiben können. Ich schätze diese Differenziertheit.
      0 0 Melden
    • Share 06.02.2017 17:11
      Highlight @pat
      Jetzt ist mir gerade in weltliches Beispiel eingefallen.
      Die Briten waren dabei und sind jetzt draussen. Geblieben ist die Sprache. Braucht keiner wirklich. Hat aber funktioniert. Könnte sogar Belgien einen. Spass beiseite. Erinnerst du dich noch: In the beginning there was Jack.
      0 0 Melden
    • Oxymora 06.02.2017 21:50
      Highlight @Hypatia
      Sie stellen viele Fragen auf einmal.

      Was würde Gott Ihnen wohl antworten, wenn Sie Ihn selber fragen?

      Lieber Gott warum hast du Hiob so leiden lassen?

      Ehrliche Antwort:
      0 0 Melden
    • Hypatia 07.02.2017 11:01
      Highlight @Oxymora

      Wir leben in einer Welt, die jederzeit grausam zurückschlagen kann. Gottgläubigkeit ist der Versuch, dieser Grausamkeit zu trotzen. Wenn der biblische Geschichtenerzähler diese Grausamkeit als Glaubensprüfung interpretiert, so will Er seinen Glauben "beweisen" und nicht Gott.

      Gott bleibt bis auf weiteres jeden Beweis schuldig.
      0 0 Melden
    • Oxymora 07.02.2017 23:59
      Highlight Er will seinen Glauben "beweisen" und nicht Gott.

      Dafür noch Leviathan (Hiob 40,25 - 41,26)

      http://www.jesus.ch/information/bibel/bibelstudium/291352-der_biblische_leviathan_hat_existiert.html


      Leviathan nimmt ein Bad.
      0 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 04.02.2017 10:43
    Highlight Gibts auch mal was anderes als die Katholiken immer jede Woche? Wie wärs mal mit Mohammed und seinen pädophilen Neigungen oder traut man sich da nicht? Weil man ein Charlie Hebdo befürchtet oder leben muss wie Dänische Satiriker?
    26 33 Melden
    • Mia_san_mia 04.02.2017 15:38
      Highlight Echt immer das gleiche... Du siehst es richtig 👍🏻👐🏻
      5 5 Melden
    • rodolofo 05.02.2017 14:28
      Highlight Nein, davon sprechen wir jetzt nicht und müssen wir auch nicht sprechen!
      Für alle Eingeweihten genügt es, zu wissen, dass "die Konkurrenz" mit gemeint ist...
      4 2 Melden
    • Pasionaria 05.02.2017 19:48
      Highlight Mia_san_mia
      Wenigstens beim FC Bay..... nicht immer das gleiche > siegen.
      Der Teufel der Niederlagen ist aber nicht weit weg.... (hoffen die nicht Bayernfans.
      0 0 Melden
    • Mia_san_mia 05.02.2017 21:38
      Highlight @Pasionara: Ja gestern war die Niederlage echt nicht weit weg... Aber Vosprung zum Glück trotzdem ausgebaut 😁
      0 0 Melden
    • rodolofo 06.02.2017 07:00
      Highlight Dann ist die Bundesliga-Meisterschaft ja bald so langweilig, wie die Superliege...
      0 0 Melden
  • Krocsyldiphic 04.02.2017 10:34
    Highlight Religion schütz vor Bildung nicht. Denn sonst wären sie sich bewusst, dass das Bild des Teufels von anderen Kulturen geklaut wurde, wie das im Christentum so üblich ist.
    13 5 Melden
    • Rabbi Jussuf 04.02.2017 11:13
      Highlight Wenn schon, dann ist alles geklaut, auch der Gute Gott - genauso wie es alle anderen Religion auch gemacht haben und machen.
      Hingegen gibt es auch im Christentum Neues, Eigentümliches, denn sonst wäre das Chr. nicht zu einer eigenen Religion geworden.
      15 3 Melden
  • Rabbi Jussuf 04.02.2017 10:25
    Highlight Natürlich gibt es keinen Teufel als Bild des Bösen im AT, denn dieses ist von einem Gott dominiert, der weder gut noch böse ist. (Das ändert sich aber zusehends in den jüngsten Schriften, wie z.B. Daniel)
    Eine Personifizierung des Bösen wird erst zwingend angesichts eines Guten Gottes. Ohne diese Dualisierung kann das Christentum nicht funktionieren, trotz aller "modernen" Theologen.

    Man kann sagen: je monotheistischer eine Religion, je dualistischer das Welt- und Jenseitsbild.
    30 5 Melden
    • rodolofo 05.02.2017 14:32
      Highlight Super-Analyse!
      Würdest Du jetzt lieber zurück zum früheren, einheitlichen Gottesbild (ohne Teufel) gehen wollen, damit diese spirituelle "Gespaltenheit" aufgehoben werden kann, oder würdest Du lieber von einer Polarität ausgehen, zwischen der wir Menschen und bewegen?
      2 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 05.02.2017 15:41
      Highlight Warum sollte ich mich zwischen diesen zwei Möglichkeiten entscheiden?
      Ich brauche weder das eine noch das andere.

      Früheres einheitliches Gottesbild? Wann und wo soll es das gegeben haben? Im Christentum jedenfalls nie.
      2 2 Melden
    • rodolofo 05.02.2017 18:03
      Highlight @ Rabbi Jussuf
      Ich sagte auch nicht, Du müssest Dich für eine der Polaritäten entscheiden.
      Ich fragte, ob Du Dir vorstellen kannst, zwischen diesen Polaritäten zu "schwingen", oder ob Du Dir vorstellen kannst, an einem Spannungslosen Ort "bei Gott" zu sein.
      0 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 05.02.2017 20:51
      Highlight Ich selber schwinge da nirgends. Ich brauche auch keinen Ort "bei Gott".
      Hingegen mache ich mir schon Sorgen über diese oberflächliche christliche Religiosität, die den Teufel, oder das Böse ihres eigenen Konzeptes einfach ignoriert (auch wenn mir das momentan gefällt), denn das führt über kurz oder lang auf der anderen Seite zu Fundamentalismus. Diese Entwicklung ist eigentlich schon länger im Gang > Evangelikale, oder Konversion zum Islam.
      1 0 Melden
  • Trasher2 04.02.2017 09:49
    Highlight Herr Stamm, das versteh ich jetzt nicht wirklich. Zum einen prangern sie (zurecht) die Instrumentalisierung des Bösen zur Konditionierung der Gläubigen an. Bemerken wenige Sätze später, dass fortschrittliche Theologen auch Mühe mit Teufel haben. Nur um danach zu sagen, dass Gläubige die Existenz von Satan verteidigen müssen.

    Nun, warum sollte ich das müssen? Warum sollten es die fortschrittlichen Theologen müssen? Muss ich mir das von Ihnen vorschreiben lassen?

    Ich lebe als Katholik meinen Glauben an einen liebenden Gott. Über die Fegefeuer einschüchterungs Stories bin ich längst hinweg.
    34 5 Melden
  • Share 04.02.2017 09:47
    Highlight Mir gefällt der Ausdruck Irrlicht um einiges besser. Aber ich hab`s auch nicht so mit Luthers Übersetzung oder der Inquisition oder dem Buchdruck, der die Möglichkeiten der Sprachschöpfung mehr als ausgereizt hat. Und jetzt Herr Stamm. Wenn ich das in einen tausendhundertjährigen Horizont einbetten müsste, würde ich von Gegenpapst und Johanna der Päpstin einen Reigen an Alternative News bemühen. Wo Soziologen von `Einer fault raus` sprechen, reden die Frommen vom `Bösen`. Läuft auf dasselbe hinaus. Ja, wer hat`s erfunden?
    2 4 Melden
  • Michael Mettler 04.02.2017 09:19
    Highlight Korrekt, mit dem Bösen zu drohen ist schlicht unchristlich. Es ist aber genau so falsch zu glauben alles wäre nur gut. Und da wären wir bei der Frage: Von wo kommt das Böse das uns Herr Stamm in Form von Krieg und jeglicher anderem menschlichen Leid immer wieder vor Augen führt? Und in welcher Part spielt Gott dabei?
    5 5 Melden
    • sintho 04.02.2017 09:42
      Highlight Richtig. Also lassen wir die Kinder lieber von der Vergangenheit lernen, die auch aus Gut und Böse besteht (und wirklich passiert ist). Wir können nicht jedes Leid dem Teufel, jede gute Tat Gott zuordnen und bei jeder Unerklärlichen Frage antworten: Gottes wege sind unergründlich. Aber so läufts leider in der Religion ab.
      15 3 Melden
    • Leon1 04.02.2017 09:48
      Highlight Ich schlage vor: Keinen.

      Es gibt Menschen die tun gutes, es gibt Menschen die tun schlechtes, manchmal etwas dazwischen.

      Satan für das Schlechte verantwortlich zu machen ist genauso abwegig wie Gott für das Gute.

      Ich fänds ja mal super wenn die Menschen für ihr eigenes Handeln selbst die Verantwortung übernehmen müssen
      17 2 Melden
    • Michael Mettler 04.02.2017 10:23
      Highlight @leon: zwischen verantwortung (da bin ich ganz bei ihnen) und part spielen besteht für mich ein wesentlicher unterschied.
      3 4 Melden
    • rodolofo 05.02.2017 14:39
      Highlight @ Leon 1
      Mir scheint, Du erliegst dem (neoliberalen) Machbarkeits-Wahn.
      Erstens können wir nicht bestimmen, wo, wann und unter welchen Umständen wir zur Welt kommen, was für Voraussetzungen wir dort antreffen und was wir daraus machen können, und zweitens können wir auch nichts dafür, dass all das passiert, was offensichtlich passieren muss!
      In dem Sinne ist das Leben wie eine Naturgewalt zu behandeln, oder wie das Wetter.
      Es hat keinen Zweck, das Meer kontrollieren zu wollen! Aber auf den Wellen surfen, schwimmen und fischen macht einen Riesenspass!
      2 4 Melden
    • Leon1 05.02.2017 16:10
      Highlight Sie haben ganz offensichtlich meinen Kommentar nicht verstanden, allerdings verstehe ich ihren auch nur teilweise...

      Ich stimme Ihnen ja absolut zu, dass man nicht alles ändern kann und gewisse Dinge mehr oder weniger vorgegeben sind - ich habe auch nie etwas gegenteiliges geschrieben.

      Was ich sagen will, ist dass ich von niemandem "Gottes Wille" als Rechtfertigung für ihre/seine Handlung akzeptieren werde, egal ob positiv oder negativ.

      Mal so als negativ-Beispiel:
      George Bush behauptete 2003, Gott hätte ihm gesagt, er solle die Tyrannei im Irak beenden.
      - akzeptiere ich nicht. Bush war's
      5 0 Melden

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