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Wegen starker Verschlüsselung: Russland blockiert Telegram

Ein Gericht in Moskau hat die Sperrung des beliebten Smartphone-Messengers und WhatsApp-Konkurrenten angeordnet.

13.04.18, 14:22 13.04.18, 14:32


Ein russisches Gericht hat im Streit um die Herausgabe von Daten die Sperre des international beliebten Chat-Dienstes Telegram in Russland angeordnet. Der Zugang werde bis auf weiteres blockiert, urteilte Richterin Julia Smolina am Freitag.

Das Gericht in Moskau folgt damit dem Antrag russischer Behörden, der Zugriff auf die Verschlüsselung des Chat-Dienstes gefordert hatte. Die Behörden vermuten, dass Terroristen den Dienst bei der Planung von Angriffen nutzen.

Die Sperre werde erst aufgehoben, wenn Telegram alle geforderten Daten an den Geheimdienst FSB weiterleite, hiess es im Gericht der Agentur Tass zufolge.

Der russische Telegram-Gründer Pawel Durow weigerte sich bislang, die Verschlüsselung herauszugeben. Er hält die Forderung für verfassungswidrig. Durows Anwälte kündigten an, das Urteil anzufechten. Die russische Medienaufsicht teilte mit, die Entscheidung sofort nach deren Erhalt umzusetzen.

Mit Telegram kann man zum einen ähnlich wie bei WhatsApp oder dem Facebook Messenger chatten, Fotos und Videos austauschen oder telefonieren. Einzelne Nachrichten kann man auch so einstellen, dass sie sich nach dem Lesen automatisch löschen. Die App ermöglicht zudem, ähnlich wie bei Twitter, bestimmte Kanäle zu abonnieren.

(sda/dpa)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • maulauf 13.04.2018 21:00
    Highlight Und prompt hat der Kryptomarkt weniger Zuckungen. Da gab's doch hier einen Artikel dazu von wegen koordiniertem Kaufen und Verkaufen.
    8 2 Melden
  • DerTaran 13.04.2018 18:45
    Highlight So ein tolles, freiheitsliebendes, tolerantes, weltoffenes, demokratisches, Land!



    NOT!
    57 13 Melden
    • Fabio74 14.04.2018 21:14
      Highlight @radiochopf Bei allem sind die USA wesentlich freier als die Putinsche Welt der Diktatur.
      4 2 Melden
  • Caturix 13.04.2018 18:04
    Highlight Threema gibt es auch noch ist den dieser weniger sicher ? die geben doch auch keine Daten raus.
    7 12 Melden
    • Ueli der Knecht 13.04.2018 18:19
      Highlight Bei Threema gibts zwei gravierende Probleme:

      1. Die Verschlüsselung ist nicht quelloffen, es gibt daher keinen Beweis für die Sicherheit. Gemäss Threemas Behauptungen wird zwar sichere und geprüfte Verschlüsselung benutzt, aber das bleiben nur Behauptungen. In proof we trust.

      2. Single Point of Failure (SPOF): "Threema ist ein 100% unabhängiges und eigenfinanziertes Schweizer Unternehmen mit Sitz im Grossraum Zürich. Server und Software-Entwicklung befinden sich ausschliesslich in der Schweiz." - mit anderen Worten: Threema ist erpressbar, und die Infrastruktur von Threema ist (an)greifbar.
      25 10 Melden
    • deltron 13.04.2018 20:52
      Highlight @ Ueli der Knecht
      Das stimmt, man kann den Quellcode nicht überprüfen...
      Aber ganz ehrlich, wer versteht den den Quellcode von Telegram und kann mir garantieren, dass das was dort geschrieben steht auch so ist? Im Endeffekt kann ich auch nur darauf vertrauen was die mir sagen..
      10 12 Melden
    • Ueli der Knecht 13.04.2018 21:40
      Highlight deltron: Es gäbe viele Fachleute, die den Quellcode verstehen würden; auch viele Spezialisten, die nach Sicherheitslücken suchen und darüber öffentlich diskutieren würden. Der Quellcode liesse sich selber compilieren, dann hätte man auch die Garantie, dass das was im Quellcode steht, auch in ausführbaren Programm so ist.

      Natürlich darf man auch nur vertrauen. Wir vertrauen Microsoft, Apple, Google, Facebook... es bleibt oft gar keine andere Wahl. Warum also nicht auch Threema vertrauen. Das darf jeder selber entscheiden.

      Aber in Sachen Sicherheit geht Vertrauen nicht. Da braucht es Beweise.
      12 1 Melden
    • Maak 13.04.2018 22:53
      Highlight @deltron Das haben bestimmt genüg andere für dich überprüft.

      https://telegram.org/blog/cryptocontest
      7 1 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 13.04.2018 23:07
      Highlight @Caturix

      BÜPF

      Art. 26 Pflichten der Anbieterinnen von Fernmeldediensten (wie Threema)

      2 Sie müssen zudem:

      c.
      von ihnen angebrachte Verschlüsselungen entfernen.

      https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20122728/index.html#a26

      Nicht wirklich vorteilhaft für Threema.
      12 0 Melden
    • Mooncat 13.04.2018 23:47
      Highlight Plus, ist kostenpflichtig. Ich kenne solche, die weigern sich, Apps, für die man zahlen muss, zu benutzen.
      Aber Telegram ist gut. Wünschte, es würden mehr verwenden.
      5 0 Melden
    • DonDude 13.04.2018 23:54
      Highlight Laut Threema ist das Entfernen der Verschlüsselung gar nicht möglich. Unter folgendem Link findest Du die Angaben welche Threema maximal an Behörden mit einem gültigen Gesuch herausgeben kann.
      Hier spielt es halt eine Rolle, ob du Handynummer oder Email verknüpft hast.
      Der übermittelte Text bleibt aber verschlüsselt.

      https://threema.ch/de/transparencyreport
      4 0 Melden
    • Ueli der Knecht 14.04.2018 10:59
      Highlight Maak: Hat jemand überprüft, ob dieser Cryptocontest fair und nicht einfach fake war? Gab es unabhängige Schiedsrichter? Oder sind das einfach wieder nur weitere Behautpungen, die unbewiesen bleiben? Mit unbewiesenen Behauptungen kann man nichts beweisen.

      DonDude: Es mag sein, dass sich die Verschlüsselung von Threema nicht aufbrechen lässt. Aber Threema kann (muss?) einfach Hintertürchen für die Behörden einbauen. Die Behörden haben erhebliche Druckmittel. Die Behauptungen von Threema genügen daher nicht, um dich Sicherheit zu belegen. Selbst wenn sie stimmen würden.
      1 2 Melden
    • DonDude 14.04.2018 19:22
      Highlight Ueli du träumst zu viel.
      2 1 Melden
    • Ueli der Knecht 15.04.2018 01:24
      Highlight DonDude: Ich musste leider meine Erfahrungen machen.

      Kritische Journalisten in Russland oder Tschetschenien sollten besser nicht Telegram benutzen. Und auch nicht Threema.

      Politische Akteure in der Schweiz (zB. Angehörige von kriegsführenden Parteien, die in der Schweiz Kontakt zu genfer UN-Institutionen suchen oder pflegen) rate ich generell ab vom Einsatz von Smartphones und vernetzten Computern für ihre konspirativen Zwecke.

      Es gibt Leute, die sind unbedingt auf Privatheit angewiesen, weil sonst ihre Sicherheit oder sogar ihr Leben in Gefahr gerät. Kein Traum sondern leider Realität.
      1 2 Melden
  • Ueli der Knecht 13.04.2018 17:33
    Highlight Es gibt keine bessere Werbung für Telegram, als wenn der FSB behauptet, er könne das nicht entschlüsseln. Wer's glaubt...

    In der Kryptowelt gilt: In proof we trust! (Wir vertrauen nur Beweisen).

    Das Verschlüsselungsprotokoll von Telegram ist handgestrickt und intransparent. Es gibt keinen Beweis für dessen Sicherheit. Wenn der FSB beginnt, Werbung dafür zu machen, dann ist höchste Zeit, diesem Produkt zu misstrauen.

    "Warum du Telegram nicht benutzen solltest":
    https://perdadub.blackblogs.org/2017/11/18/warum-du-den-messenger-telegram-auf-keinen-fall-benutzen-solltest/
    29 12 Melden
    • My Senf 13.04.2018 21:52
      Highlight Also gut ueli

      Hast mich überzeugt

      Lieber teile ich den Artikel mit den sicheren WhatsApp oder Messenger wie von watson vorgeschlagenen als dem unsicheren 😐 telegram

      Denn Artikel hat auch ganz sicher kein fb oder nsa Mitarbeiter geschrieben gäl😇
      9 4 Melden
    • Ueli der Knecht 14.04.2018 11:07
      Highlight Beim Artikel steht "(sda/dpa)", My Senf. Daher nehme ich an, dass der Artikel aus irgendeiner Propagandaküche oder PR-Abteilung kommt, die irgendeine Motivation hat, für Telegram Werbung zu machen.

      Ich habe nicht behauptet, dass ein anderer Messenger-Dienst sicher sei. Whatsapp und Facebook kooperieren mit den Behörden, und das tun vermutlich alle diese Unternehmen. Das zugrundeliegende Sicherheitsproblem heisst Internet. Solange das existiert, sind wir praktisch ausgeliefert.

      https://www.bloomberg.com/news/articles/2018-04-04/facebook-scans-what-you-send-to-other-people-on-messenger-app
      1 1 Melden
    • My Senf 14.04.2018 15:26
      Highlight Ich meine den PDDU Artikel...
      2 0 Melden
    • Ueli der Knecht 15.04.2018 01:56
      Highlight Ich habe keine Ahnung, My Senf, wer hinter dieser PDDU steckt. Es ist auch irrelevant, denn es gilt ja eben: in proof we trust. Insofern sind deren Argumente gegen Telegram überprüfbar und überzeugend. Sie empfehlen zwar einen anderen Messenger, aber sie schreiben auch, "die Kritikpunkte sind bei den meisten Instant-Messengern die gleichen". Letztlich hängt es davon ab, welche Sicherheitsbedürfnisse man realisieren will. Das Risiko misst sich am Schadenspotential. Man muss sich daher immer bewusst sein, welcher Schaden eintreten könnte, falls die Vertraulichkeit verloren geht.
      0 1 Melden
  • Charlie B. 13.04.2018 15:08
    Highlight Kein Grund zur unruhe...
    47 3 Melden

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