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Wer im Internet Geld sammeln will, sollte einige Punkte beachten. screenshot: studie (titelblatt)

Die Schweizer stehen auf Crowdfunding: Diese 11 Fakten musst du kennen

Von der Hochschule Luzern kommen die neusten Trends und Zahlen zum Crowdfunding in der Schweiz.



Crowdfunding ist in der Schweiz ein Randphänomen, wird aber von Jahr zu Jahr wichtiger, wie eine am Dienstag veröffentlichte Studie der Hochschule Luzern zeigt. Die wichtigsten Erkenntnisse des Crowdfunding Monitoring 2016:

Über Schweizer Crowdfunding-Plattformen wurden letztes Jahr gut 27 Millionen Franken vermittelt.

Mehr als 90’000 Personen haben 2015 in der Schweiz ein Crowdfunding-Projekt unterstützt.

Von 1639 lancierten Kampagnen konnten 1059 finanziert werden. Dies entspricht einer Erfolgsquote von knapp 65 Prozent.

Mittels Crowdfunding wurden innert sechs Jahren in der Schweiz 65 Millionen Franken vermittelt.

Vorsicht Sommerloch! Im Juli und August werden nicht nur weniger Kampagnen gestartet, die Erfolgsquoten sind historisch auch um rund 10 Prozentpunkte tiefer als in den 5 besten Monaten Januar bis April und Juni.

Es gibt nur wenige Crowdfunding-Kampagnen, die ihre Finanzierung «knapp» nicht schaffen. Bei jedem zweiten gescheiterten Projekt werden weniger als 10 Prozent gesammelt.

Etwa 40 Crowdfunding-Plattformen waren per Ende April 2016 aktiv.

Crowdlending – Geld gegen Zins – ist 2015 stark gewachsen, von 3,5 Millionen im Vorjahr auf 7,9 Millionen Franken.

Zugelegt hat auch das Crowdinvesting (Geld gegen Unternehmens- oder Immobilienbeteiligung): von 4,6 Millionen Franken auf gut 7 Millionen Franken.



Crowdsupporting ist hierzulande eher ein lokales Phänomen. Projekt-Initianten und Geldgeber sind im Schnitt lediglich 12 Kilometer voneinander entfernt.

Zum Vergleich: Auf Indiegogo und Kickstarter wurden 2015 Schweizer Projekte in der Höhe von etwas weniger als 3,5 Mio. Franken finanziert.

Diese 31 Schweizer Plattformen wurden in die Untersuchung einbezogen:

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Die grössten internationalen Player, Kickstarter, Indiegogo und Co. fehlen. screenshot: studie hl

2015 sind auf Schweizer Crowdfunding-Plattformen 11,5 Millionen Franken mehr vermittelt worden als noch im Vorjahr. Der Markt wachse deutlich, schreiben die Autoren des Instituts für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) der Hochschule Luzern. Die Relevanz von Crowdfunding als Finanzierungsquelle sei aber etwa im Vergleich zu Grossbritannien oder den USA weiterhin als eher tief einzustufen.

Mit dieser Methode der Geldbeschaffung lassen sich über Plattformen im Internet verschiedenartige Projekte finanzieren. Dazu gehören beispielsweise Kleinkredite, aber auch die Beteiligung an einem Start-Up, der Miterwerb einer Immobilie oder die Finanzierung eines Fotobuchs. Crowdfunding-Projekte weisen somit eine enorm hohe Bandbreite auf.

Der Crowdfunding-Markt ist gemäss der Studie nicht nur im Wachstum, sondern auch in Bewegung. So werden über die Plattformen vermehrt auch Darlehen nicht nur an Private, sondern auch an kleinere und mittelgrosse Unternehmen vermittelt oder Immobilienprojekte unterstützt.

Sie haben gemeinsam, dass in der Regel viele Personen einen oftmals kleinen Betrag zur Verfügung stellen und so die Realisierung eines Projekts ermöglichen. Zentrales Element aller Crowdfunding-Formen ist die direkte, internetbasierte Kommunikation zwischen Geldgebern und Kapitalempfängern.

Kredite legen am stärksten zu

Am stärksten ist die Kategorie Crowdlending gewachsen, die Geld gegen Zins vergibt. Sie wuchs von 3,5 Millionen auf 7,9 Millionen Franken. Das ist ein Plus von 127 Prozent.

«Dieses starke Wachstum hängt vor allem mit dem Markteintritt von Plattformen zusammen, die nicht nur Privatpersonen, sondern auch KMU ermöglichen, via Crowdfunding an Kredite zu gelangen», erklärte Co-Studienleiter und Finanzprofessor Andreas Dietrich. Für KMU würden vergleichsweise grosse Summen fliessen, was das Volumen nach oben treibe.

Crowdsupporting/Crowddonating ist nach wie vor die grösste Kategorie der Schwarmfinanzierung. Dabei entfielen 5,5 bis 6 Millionen Franken auf die Kultur- und Kreativbranche.

Bekannte Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter und Indiegogo spielen bei der Realisierung von Schweizer Projekten zwar eine Rolle, sind aber nicht übermächtig. Dazu der Co-Studienleiter und Wirtschafts-Professor Andreas Dietrich: «Bei grossen Projekten, vor allem technologischer Art, bieten sich die internationalen Plattformen natürlich auch an.»

Zur Transparenz:

«Das Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ der Hochschule Luzern – Wirtschaft veröffentlicht mit Unterstützung der Swisscom jährlich das vorliegende Crowdfunding Monitoring. Mit dieser Publikation soll die Entwicklung in der Schweiz aufgezeigt, die bestehenden Plattformen vorgestellt und die Treiber der zukünftigen Entwicklung erläutert werden. Dadurch soll auch die Transparenz in diesem ansonsten noch immer wenig erforschten Bereich weiter erhöht werden.»

quelle: Crowdfunding Monitoring Schweiz 2016

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(dsc/sda)

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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Simon Schudel 18.05.2016 17:36
    Highlight Highlight Wolltest du schon immer mal die Person sein, welche ein cooles Projekt über die Ziellinie schiebt? Das Crowdfunding-Ziel eines Studierenden-Kongresses ist kurz davor: "Power of the Masses" auf wemakeit.

    Wir sind froh um jede Unterstützung!
    2 1 Melden
  • Asmodeus 18.05.2016 07:59
    Highlight Highlight Aktuell hat ein schweizer Produkt innerhalb von 48 Stunden sein Ziel auf Kickstarter überholt.

    Niche - a genetics survival game.

    Wollten 15 000$ erreichen und sind aktuell bei 35 000$



    Generell finde ich Crowdfunding eine super Idee. Ich habe letztes Jahr selbst ein Projekt gestartet, allerdings mit nem sehr viel kleineren Betrag :) (2000 CHF)
    4 3 Melden
    • Alex_Steiner 18.05.2016 15:16
      Highlight Highlight Naja... welcher Schweizer muss für solche Summen Crowdfunding betreiben? Nur wenn man glaubt, dass es ein Reinfall wird braucht man es. Jeder andere würde einfach ein Kleinkredit aufnehmen und gut. Aber das Geld von anderen Leuten zu verprassen ist einfacher.
      2 5 Melden
    • Asmodeus 18.05.2016 15:59
      Highlight Highlight 1. Es gibt genug Schweizer die nicht mal schnell 2000 CHF für ein Projekt locker machen können.

      2. Für solche Summen betreibt man Crowdfunding wenn man damit auch das Interesse der Kunden testen möchte.
      Mich haben diverse Leute angeschrieben, ich solle ne DVD produzieren. Sie würden sie dann sofort kaufen.

      Nur gebe ich ungern 2000-3000 CHF aus nur um dann festzustellen, dass die Leute es gar nicht ernst gemeint haben.

      Dank dem Crowdfunding weiss ich nun, dass die Leute wirklich bereit sind dafür zu bezahlen.
      Ausserdem entsteht dadurch mehr Druck die DVD wirklich zu produzieren.
      5 0 Melden
    • Alex_Steiner 19.05.2016 09:58
      Highlight Highlight @Asmodeus: 1. Was verstehst du an Kleinkredit nicht? Kleinkredit kriegt jeder.

      2. Pre-Order ist das gleiche. Einfach musst du dann kein Geld an Kickstarter oder was auch immer abgeben.
      0 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 18.05.2016 07:57
    Highlight Highlight Ich persönlich sehe das so, das viele Schweizer mehr Vertrauen in kleine Personen oder ambitionierte Gruppe schenken als der heutigen class politique resp. den hohen tieren in diesen Firmen die irgendwo doch alles nur teurer machen. Da gibt man sein Geld doch lieber einer unbedeutenden PErson die evtl. doch was richtig geiles auf die Beine stellt das auch erschwinglich bleibt.
    12 3 Melden

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