International

Wegen U-Boot-Deal mit Deutschland: Ermittlungen gegen Israels Regierungschef Netanjahu

29.12.16, 07:27 29.12.16, 07:50

Die INS Tanin, gebaut in Deutschland, verlässt den Hafen von Haifa. Bild: JIM HOLLANDER/EPA/KEYSTONE

Gegen den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ist einem Medienbericht zufolge ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eröffnet worden. Dieses habe der Generalstaatsanwalt angeordnet, berichtete der TV-Sender Channel 10 am Mittwochabend.

«Bibi» Netanjahu droht Ärger mit der Justiz. Bild: Jonathan Ernst/REUTERS

Eine Sprecherin des Justizministerium sagte, dass Polizei, Generalstaatsanwalt und die Strafverfolgungsbehörden eng zusammenarbeiteten. Die Öffentlichkeit solle bald über die Untersuchung informiert werden. Sie könne nicht sagen, um welche Anschuldigungen es gehe. Von Netanjahus Büro war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Im November war bekannt geworden, dass Israels Polizei einen U-Boot-Vertrag mit Deutschland unter die Lupe nimmt. Das israelische Justizministerium teilte damals mit, dass der Generalstaatsanwalt eine polizeiliche Untersuchung des rund 1.5 Milliarden Euro schweren Kaufs von drei U-Booten von ThyssenKrupp angeordnet habe.

Wegen dieses Geschäfts steht Netanjahu in der Kritik. Sein persönlicher Rechtsberater David Schimron soll als Bevollmächtigter auch die ThyssenKrupp-Marinesparte in Israel vertreten haben. Netanjahu und Schimron wiesen damals jegliches Fehlverhalten zurück. ThyssenKrupp Marine Systems teilte mit, keine vertraglichen Verbindungen zu dem Anwalt zu haben.

Einige Fakten zu den israelischen U-Booten der Dolphin-Klasse. Video: YouTube/hindu judaic

(sda/reu/phi)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • http://bit.ly/2mQDTjX 29.12.2016 12:08
    Highlight ThyssenKrupp bezeugt die langjährige Verbundenheit zwischen Iran und Israel. Es würde Israel ohne Iran nicht geben, und Israel hat dem Iran schon oft geholfen zu überleben (zB. Contra-Affäre).

    http://www.timesofisrael.com/report-iran-owns-4-5-share-in-german-company-building-israeli-subs/

    Apropos Trump: Auch Reagan war pro Israel, anti Iran, hat aber immer gerne von Geschäften mit dem Iran profitiert. Der Wiederaufbau der iranischen Streitkräfte in den 80er-Jahren (insb. Luftwaffe) wäre ohne tatkräftige israelische Unterstützung nicht gelungen. Sowas vergessen die Mullahs nicht.
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