International

Sierra Leone: Lehrer drücken auf Brüste und Bäuche von Mädchen – Tausende Schwangere werden von der Schule verbannt

06.11.15, 12:45 06.11.15, 13:09

Tausenden schwangeren Schülerinnen wird in Sierra Leone gemäss Amnesty International der Unterricht verweigert. Geschätzte 10'000 Mädchen würden deshalb in diesem Schuljahr, das in dem westafrikanischen Land im Dezember endet, ihre Abschlussprüfungen verpassen.

Die Regierung hatte Anfang April ein Schulverbot für schwangere Schülerinnen verhängt, da diese «schlechten Einfluss» ausübten. Seitdem nahmen viele Lehrer demütigende körperliche Kontrollen vor, wie die Menschenrechtsorganisation am Freitag berichtete.

Zum Schwangerschaftstest gezwungen

Lehrer würden auf die Brüste und Bäuche der Schülerinnen drücken, um zu testen, ob sie schwanger seien, erzählte eine 18-Jährige der Menschenrechtsorganisation. Einige Mädchen würden zum Schwangerschaftstest gezwungen.

Zwar gebe es von Nichtregierungsorganisationen geförderten Ersatzunterricht für schwangere Schülerinnen, doch von staatlich anerkannten Prüfungen seien sie weiter ausgeschlossen.

Aufgrund eines Ebola-Ausbruchs, in dessen Folge laut der Weltgesundheitsorganisation mehr als 14'000 Menschen in Sierra Leone erkrankten, waren Mitte 2014 die Schulen für zehn Monate geschlossen worden, um das Infektionsrisiko zu mindern. Während dieses Zeitraums gab es laut Amnesty einen Anstieg an Schwangerschaften unter Jugendlichen. Viele davon seien ungewollt gewesen und das Resultat sexueller Gewalt. (whr/sda/dpa)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Ex-Schüler löst Feueralarm aus und schiesst um sich: 17 Tote bei Schul-Massaker in Florida

Ein Valentinstag des Grauens: An einer Schule in Parkland, Florida sind bei einer Schiesserei 17 Menschen gestorben. Mindestens 12 Menschen sind schwer verletzt worden. Einige befinden sich in kritischem Zustand. «Es ist einfach schrecklich. Betet für die Opfer, die derzeit noch notoperiert werden», sagte der Polizeichef.

So lief die Tat laut ersten Erkenntnissen ab: 

Der Schütze wurde Stunden nach der Tat gefasst. Bilder zeigen, wie Polizisten einen Mann in Handschellen abführen. «Er hat …

Artikel lesen