Schweiz
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Armut – 1,1 Millionen Menschen in der Schweiz sind gefährdet. Wer besonders betroffen ist

530'000 Menschen in der Schweiz sind arm. Digitalisierung und Industrie 4.0 könnten weitere Opfer fordern – einzelne Gruppen sind besonders gefährdet.

FRANÇOIS SCHMID-BECHTEL / Aargauer Zeitung



Armut in der Schweiz? Dem reichsten Land der Welt? Papperlapapp. Schliesslich leben wir in einem funktionierenden Sozialstaat. AHV, IV, Pensionskasse, Arbeitslosenversicherung, Ergänzungsleistungen, Sozialhilfe – alles da. Doppelt und dreifach abgesichert. Und Jobs gibt es ja auch genügend. Nur etwas mehr als 3 Prozent der Bevölkerung sind arbeitslos.

Einverstanden, vereinzelt ein paar Obdachlose am Bahnhof. Vielleicht noch der eine oder andere Bettler. Und die Asylsuchenden schwimmen auch nicht im Geld. Aber Armut im grösseren Stil? In Afrika, aber doch nicht bei uns.

ZUR THEMATIK DER VON ARMUT BETROFFENEN ALLEINERZIEHENDEN MUETTER UND IHRER KINDER, SCHICKEN WIR IHNEN HEUTE, DONNERSTAG, 12.05.2016, FOLGENDE FINGIERTE UND GESTELLTE BILDSERIE --- [Symbolic Image, Staged Picture] A child draws while one ohf his parent is holding his arm, with a cup, a pocket calculator and a letter with the word

Wenn der Lohn nicht mehr zum Leben reicht: Working Poor ist auch in der Schweiz ein Problem. Bild: KEYSTONE

Unsichtbare Armut

Doch, sehr wohl auch bei uns. Auch wenn wir an die Engmaschigkeit unserer Sozialwerke glauben: Die Armut kriecht durch jede noch so kleine Ritze. In meinen Wohnblock, in das Schulzimmer meiner Kinder, in den Salon meines Coiffeurs, in mein Lieblingsrestaurant, auf die Baustelle nebenan, in den Betrieb meines Nachbarn.

Die Armut ist überall, wenn auch nicht sichtbar. Sie muss überall sein. Denn 530'000 Menschen in der Schweiz sind arm, 1,1 Millionen armutsgefährdet. Und jährlich werden 40'000 Menschen ausgesteuert. Ihre Lage ist prekär. Nicht selten rutschen diese Menschen später unter die Armutsgrenze.

Eine Einzelperson gilt als arm, wenn sie monatlich 2'219 Franken und weniger verdient. Als armutsgefährdet gilt eine Einzelperson, die ein Einkommen zwischen 2'458 und 2'219 Franken hat.

Experten warnen vor sozialen Spannungen

«Armut in der Schweiz als marginales Problem zu bagatellisieren, ist nicht nur komplett falsch, sondern könnte verheerende Auswirkungen auf unsere soziale Stabilität haben», sagt Bettina Fredrich, Leiterin Fachstelle Sozialpolitik bei der Caritas.

Noch haben wir keine Verhältnisse wie im Osten Deutschlands. Dort suchen und finden die Abgehängten, die Globalisierungsverlierer, die Arbeitslosen, die potenziellen Opfer der Industrie 4.0 und der Digitalisierung Zuflucht bei Pegida und AfD. Dabei schützt Krawall nicht vor Armut. Darum geht's aber auch gar nicht. Sondern darum, ihre Ängste vor Veränderungen immer lauter in die Nacht hinaus zu schreien.

In den USA haben diese Menschen Donald Trump zum Präsidenten gemacht. «Alle politischen Strömungen, die ein vermeintliches Versprechen zum Schutz der Bürger abgeben, stellen das konservativ Bewahrende in den Vordergrund», sagt Carlo Knöpfel, Professor für Sozialpolitik und Soziale Arbeit an der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Kinder als Armutsfalle

Bis zu Beginn der 90er-Jahre galt in unserem Land: Wer arbeitet, hat genug Geld, um sein Leben zu bestreiten. Und heute? Die Erwerbsarmut (Working Poor) macht sich auch bei uns breit. In der Gastronomie, auf dem Bau, im Reinigungssektor, in der Pflege und im Detailhandel – um nur einige Beispiele zu nennen.

Für Carlo Knöpfel sind zwei massgebliche Faktoren ausschlaggebend dafür, dass Arbeit allein nicht mehr vor Armut schützt. «Erstens der Arbeitsmarkt: Wenn man nicht besonders gut qualifiziert ist, nicht die Qualitäten mitbringt, die gefragt sind, hat man ein Einkommen, das nicht reicht, um eine Familie zu ernähren.

Sozialhilfe AZ

«Wenn wir mehr Optimismus verbreiten wollen, müssen wir die soziale Sicherheit stabilisieren und nicht infrage stellen»: Carlo Knöpfel, Professor für Sozialpolitik und Soziale Arbeit an der Fachhochschule Nordwestschweiz Bild: Roland Schmid

Zweitens die soziale Lebenssituation: Wir haben eine Familienpolitik, die immer noch stark geprägt ist, dass Familie Privatsache ist. Das hat zur Folge: Kinder zu haben ist in der Schweiz ein erhebliches Armutsrisiko.»

«Die Schweiz sorgt sich zu wenig für die Familie.»

Bettina Fredrich, Leiterin Fachstelle Sozialpolitik bei der Caritas.

Kinder und Familie als Armutsfalle? Bettina Fredrich sagt: «Die Schweiz sorgt sich zu wenig für die Familie. Allein die Kinderzulage von etwa 200 Franken ist viel zu niedrig. Und für die Kita bezahlen wir bis zu dreimal mehr als in den Nachbarländern.»

Knöpfel verweist ausserdem auf die Scheidungsrate. Über 40 Prozent der Ehen werden geschieden. Weil das Gesetz vorschreibt, dass der Mann durch die Zahlung der Alimente nicht unter die Armutsgrenze fallen soll, rutscht häufig die Frau mit den Kindern in die Armut. Die Folge: Jede vierte alleinerziehende Frau in der Schweiz ist armutsgefährdet. 

Sozialhilfe AZ

Ein Teufelskreis. Weil den 234'000 Kindern aus sozial benachteiligten Haushalten zu selten die Flucht aus dem Milieu ihrer Eltern gelingt. Chancengleichheit gleich zu Beginn lautet das Ziel unserer bürgerlichen Armutspolitik. Diese wird indes ad absurdum geführt. Denn einen guten Teil der Bildung eignet sich ein Kind zu Hause an.

Schule kann es nicht richten

Aber sind in sozial benachteiligten Familien Eltern da, die das Kind fördern und fordern? Bieten die meist beengten Wohnverhältnisse überhaupt Rückzugmöglichkeiten? Und existieren in der Umgebung Aussenspielräume? Die Schule vermag die Ungleichheit längst nicht mehr auszugleichen, sondern akzentuiert diese sogar.

«Eine Studie des Dachverbandes der Lehrer zeigt auf, dass bis 2018 gegen eine Milliarde eingespart wird», sagt Fredrich. «Wie will da die Schule die ungleichen Startchancen wettmachen?» Es bräuchte vermehrt Frühförderung und Tagesstrukturen. «Aber das allein reicht nicht», sagt Knöpfel.

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Denn nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit spielt die Wechselwirkung zwischen dem Netzwerk der Eltern und der Berufsbildung der Kinder meist eine entscheidende Rolle. Armutsbetroffene Eltern gehören häufig stigmatisierten Gruppen an, sind schlechter in die Gesellschaft integriert, haben einen Mangel an Wissen und an Vitamin B. Wieder ein Wettbewerbsnachteil für die Kinder aus ärmeren Schichten.

Jede zehnte Person in der Schweiz kann sich nicht einmal eine Woche Urlaub im Jahr leisten.

Grundbedürfnisse gedeckt – mehr nicht

Deshalb rät Knöpfel: «Man muss ganzheitlich Unterstützung leisten. Also nicht nur den Kindern möglichst gute Starthilfen bieten, sondern auch die Eltern mit ins Boot nehmen und ihnen Wissen und soziale Kontakte vermitteln.»

Die Sozialhilfe ist in der Schweiz so angelegt, dass man sich knapp über Wasser halten kann. Aber wehe, ein Loch im Zahn. Das Schuldenmonster ist ein gefrässiges Tier. Die Befreiung aus dessen Klauen meist eine unendliche Geschichte.

«Es kann nicht sein, dass man Steuern für Unternehmen und gut verdienende Personen senkt und nun auf dem Buckel der Ärmsten Sparübungen durchführt»

Bettina Fredrich, Leiterin Fachstelle Sozialpolitik bei der Caritas

Doch von materiellen Entbehrungen sind längst nicht nur Sozialhilfebezüger betroffen. 21,6 Prozent der Schweizer Bevölkerung, so das Bundesamt für Statistik, waren bei einer Erhebung vor zwei Jahren nicht in der Lage, innerhalb eines Monats eine unerwartete Ausgabe von 2500 Franken zu tätigen.

Sozialhilfe AZ

Kritik an der Steuerpolitik

Wie gesagt: Die Schweizer sind mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Vermögen von 570'000 Franken mit Abstand das reichste Volk der Welt (auf Platz zwei folgt Australien mit 381'000 Fr.). Was läuft da schief, wenn sich jeder zehnte in unserem Land nicht mal eine Woche Urlaub im Jahr leisten kann?

Sozialhilfe AZ

«Es kann nicht sein, dass man Steuern für Unternehmen und gut verdienende Personen senkt und nun auf dem Buckel der Ärmsten Sparübungen durchführt», sagt Fredrich. Und weil fast alle Kantone die Steuern gesenkt haben, bleibt für viele der erhoffte Effekt, gute Steuerzahler anzulocken, aus. Dafür fehlt Geld in den Kantons-Kassen.

Als Kompensation wird bei Prämienverbilligungen, bei der Sozialhilfe oder bei der Bildung der Rotstift angesetzt. Bestes Beispiel für die Auswirkungen einer diskussionswürdigen Steuerpolitik ist der Kanton Luzern.

Um Geld zu sparen, hat der Kantonsrat diesen Herbst dem Lehrpersonal eine Woche Zwangsferien ohne Lohnausgleich diktiert. «Der Fall Luzern, aber auch die Revision der Arbeitslosenversicherung, die eingeschränkten Leistungen der IV und das Streichen der Prämienverbilligung – das alles ist Gift für unsere Gesellschaft», sagt Knöpfel.

«Unser Sozialstaat basiert auf dem Begriff Flexicurity: Das bedeutet, ein flexibler Arbeitsmarkt und soziale Sicherheit sollten im Lot sein. Dieses Verhältnis ist immer unausgeglichener. Denn der Arbeitsmarkt wird durch die Digitalisierung und Industrie 4.0 zunehmend flexibler. Gleichzeitig wird intensiv darüber diskutiert, dass wir uns den Sozialstaat nicht mehr leisten können, aber vermehrt Menschen die Leistungen des Sozialstaats benötigen.»

Um Ruhe im Land zu haben, braucht es aber die Bereitschaft, den Sozialstaat entsprechend zu alimentieren. Dass sich die Schweiz diesen Sozialstaat aus ökonomischer Sicht leisten kann, steht wohl ausser Frage. «Aber wollen wir ihn uns auch politisch leisten?», fragt Knöpfel. «Unsere Gesellschaft lechzt nach mehr Optimismus. Aber wenn wir mehr Optimismus verbreiten wollen, müssen wir die soziale Sicherheit stabilisieren und nicht infrage stellen.» 

Düsterer Blick nach Amerika

Es war ja nicht so, dass Donald Trump im Wahlkampf jedem Abgehängten und Globalisierungsverlierer, jedem aus der unteren Mittelschicht persönlich die Hand reichte. Er musste sich gar nicht gross um ihre Stimmen kümmern. Sie flogen ihm zu. Auch, weil Hillary Clinton in ihrer Borniertheit von den «Erbärmlichen» redete, eine grosse Bevölkerungsschicht emotional nicht mal kitzelte.

Wenn Amerika der Spiegel unserer Zukunft ist, kann man zum Schluss kommen, dass sich die untere Mittelschicht als politische Marktlücke offenbart. In Deutschland hat diese Schicht der rechtspopulistischen AfD zu einem kometenhaften Aufstieg verholfen. Also doch ein Grundeinkommen? Welche Partei in der Schweiz erkennt das Potenzial jener, die bereits abgehängt sind oder befürchten, abgehängt zu werden?

«Mit dem Kampf gegen Armut lässt sich schlecht Mehrheiten gewinnen.» Warum? «Armut ist komplex, betrifft Bildung, Wirtschaft, Wohnraum, Familien und Steuerpolitik. Ausserdem hat Armut keine Lobby.

Ein Beispiel dazu: Als Bern ein Sparpaket schnüren musste, wollte man erst bei Menschen mit Behinderung sparen. Doch diese sind gut organisiert und gingen auf die Strasse. Dann wollte man bei der Bildung sparen, und die Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrpersonal ging auf die Strasse. Dann hat man halt bei der Prämienverbilligung gespart – und keiner ging auf die Strasse.»

Bedingungsloses Grundeinkommen

Worauf müssen wir uns in Zukunft einstellen? Welche Rezepte hat die Politik, die Wirtschaft, um soziale Unruhen gar nicht erst entstehen zu lassen? Laut Knöpfel ist die Gruppe der Ü50 am stärksten gefährdet, Opfer des technologischen Wandels im Arbeitsmarkt zu werden.

«Nicht die Top-Shots. Auch nicht jene, die einfache Arbeiten erledigen. Das Abstellgleis droht jenen, die repetitive Arbeiten ausführen. Deshalb braucht es massive Umschulungsprogramme.

Ich bin zwar nach wie vor der Meinung, dass wir unsere Arbeitswelt so organisieren, damit möglichst alle durch Erwerbsarbeit ihre Existenz sichern können. Aber die konkreten Auswirkungen von Industrie 4.0 sind kaum abschätzbar.»

Und darauf vorbereitet sind wir erst recht nicht. Von Wirtschaftsführern ist in Interviews – en passant zwar – vermehrt vom Comeback des bedingungslosen Grundeinkommens die Rede. Noch im Juni hat das Schweizer Stimmvolk die Initiative mit 77 Prozent abgelehnt.

Aber die Befürchtung, dass Industrie 4.0 eine erhebliche Zahl von Arbeitsplätzen kostet, geht in den Teppichetagen um. Knöpfel sagt: «Die CEOs machen das bedingungslose Grundeinkommen wieder zum Thema, um das Risiko von sozialen Unruhen zu minimieren.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • stamm 07.12.2016 23:43
    Highlight Highlight Gedankenschubs an alle: Kinder kosten mindestens 16 Jahre! Und wenn die Partnerschaft auseinander geht, leidet der Mann mindestens soviel, wie die Frau! Mindestens! Aber das nur so am Rande erwähnt.....
  • Schneider Alex 07.12.2016 06:26
    Highlight Highlight Es kann aber nicht sein, dass im Niedriglohnbereich der Staat mit der Sozialhilfe einspringen muss, damit das Einkommen zur Existenzsicherung für die Working Poor reicht. Das ist doch pure Subventionierung der Arbeitgeber und Aktionäre in den Niedriglohn-Branchen!
    • Digital Swiss 07.12.2016 21:48
      Highlight Highlight Naja so wie Bauern, Export Gewerbe, Grossbanken etc. Allen wirft der Staat Kohle nach, ausser mir... und weiteren 8Mio.
  • Schneider Alex 07.12.2016 06:26
    Highlight Highlight Die in der freien Marktwirtschaft tätigen Unternehmen müssen Arbeitsplätze mit existenzsichernden Löhnen anbieten. Dazu müssen regional differenzierte Mindestlöhne festgesetzt werden.
    Wenn die freie Marktwirtschaft nicht fähig ist, genug existenzsichernde Arbeitsplätze zu kreieren, muss der Staat (Bund, Kantone oder Gemeinden) solche schaffen. Sinnvolle Arbeiten im öffentlichen Interesse gibt es genug in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Sicherheit, Umwelt- und Naturschutz, die einen existenzsichernden Lohn verdienen. Der Staat muss dafür einen sekundären Arbeitsmarkt aufbauen.
  • Digital Swiss 06.12.2016 23:29
    Highlight Highlight Dumping-Löhne werden von Arbeitgebern gezahlt und nicht wie hier einige suggerieren von PFZ Arbeitnehmern gefordert!
    • Maragia 07.12.2016 17:02
      Highlight Highlight Klar werden diese von den PFZ Arbeitnehmenr gefordert, weil diese können mit den Löhnen gut leben und bekommen so einen Job auf sicher. Der Schweizer muss da nachziehen, weil er sonst zu teuer ist!
    • Digital Swiss 07.12.2016 21:45
      Highlight Highlight 😂 also eine Verschwörung? "Die" würden bestimmt auch gratis arbeiten um dich zu ärgern. 😵

      PS: "Die" sollten ein Buch rausbringen wie man in der CH mit weniger Lohn gut leben kann.
  • Kookaburra 06.12.2016 23:22
    Highlight Highlight Natürlich wäre die Armut ohne die Immigration der letzten 30 Jahre viel geringer und wahrscheinlich immer rückläufiger. Es ist naiv dies konstant zu leugnen.
    Aber was ist für die Armen schlimmer? Wenn die Reichen immer reicher werden, was sie nicht direkt betrift, oder wenn die Armen um die Krumen immer härter kämpfen müssen? Weil genau das passiert durch Zuwanderung. Der Exisztenzkampf ganz unten wird absichtlich immer brutaler gemacht. Da kann man noch so sagen: Das System ist unfair. Denn wer uns zu diesem System noch extra doppelt ausliefert, das sind die Zuwanderungsbefürworter...
    • Digital Swiss 07.12.2016 21:52
      Highlight Highlight ✌️️
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  • Kookaburra 06.12.2016 22:59
    Highlight Highlight Ist euch aufgefallen, dass dieser Artikel bei den "Meistkommentierten" nicht gelistet ist? Obwohl er über dreimal mehr Kommentare wie die Nr. 1 dort hat?
  • mrmikech 06.12.2016 20:50
    Highlight Highlight Digitalisierung und Industrie 4.0 sind nicht die Ursache von Armut. Die Ursache ist das ein zu grosses Teil vom Gewinn zu ein zu kleines Teil der Bevölkerung fliesst.
    • Digital Swiss 07.12.2016 21:55
      Highlight Highlight Das kommt aber nun dazu. Betrifft aber vorallem Banker und Versicherungsleute. Die wirds sehr bald aus dem Arbeitsmarkt spühlen.
  • pamayer 06.12.2016 20:40
    Highlight Highlight Immer, wenn ich von Carlo Knöpfel lese, bin ich dankbar, wie einfach und deutlich er Zusammenhänge auf den Punkt bringt. Herzlichen Dank für Ihre unermüdliche und wichtige Arbeit!
  • Der Zahnarzt 06.12.2016 20:25
    Highlight Highlight Was sagen eigentlich die Ökonomen dazu? Die Ökonomie ist doch die Wissenschaft, die sich mit der effizienten Verteilung knapper Güter beschäftigt.

    Wenn Person A sich fragt, ob sie sich als nächstes eine Gucci oder Prada Tasche kaufen soll, während Person B den Abfall nach Nahrungsresten durchsuchen muss, dann ist das doch eine vollständig ineffiziente Verteilung der Güter!

    Gibt es Ökonomen, die diese Ineffizienz erkennen und sowohl den Mut und die Intelligenz haben, ein System zu entwerfen, das solche Ineffizienzen verhindert.

  • pachnota 06.12.2016 19:24
    Highlight Highlight Die Schweiz feiert ihre Luxus Armut.
    Ein Hohn für Menschen, die aus wirklich armen Ländern kommen.
    • zialo 06.12.2016 22:52
      Highlight Highlight Leben sie doch mal einen Monat mit 1100 Franken. Nicht vergessen Krankenkassenprämie, 100 CHF für Steuern und die Bilag Prämie abzuziehen. Falls sie morgen damit anfangen, sind sie ja vielleicht in zwei Wochen schon blank unabhängig davon wo sie Geschenke und Weihnachtsessen einkaufen. Schöne Bescherung!
    • pachnota 06.12.2016 23:32
      Highlight Highlight Zialo,, eine Freundin von mir lebt seit Jahren von 1500.- Sie lebt bescheiden aber es geht. Und dies mit einem Kind... Zum soz will Sie nicht
      Mit 1500 bezahlt sie überigens noch 30.- Krankenkasse und keine Steuern.
    • zialo 07.12.2016 00:58
      Highlight Highlight Und deren Situation ist für sie keine Armut?

      Für mich ist das ein typischer Fall einer alleinerziehenden Person mit etwa 2600 CHF Einkommen. Hier scheint einfach die Miete speziell tief zu sein und weder Bahnfahren noch Ferien als Kostenpunkte vorzuliegen. Kann mir nicht vorstellen, dass es reicht für Musikunterricht oder Sportclub beim Kind. Und dann darf auch kein Notfall passieren, kein Handy kapput gehen oder Velo gestohlen werden. Genau solche und weitere auch hier wohl vorhandene Einschränkungen definieren dann Armut als Konzept.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 06.12.2016 14:25
    Highlight Highlight Extrem, wie hier schon wieder probiert wird, alle Schuld den Linken und Ausländern zu geben und die eigentliche Schuldige für die Verarmung , die SVP, die mit ihrer rigiden Spar- und Steuersenkungspolitik diesen Schlamassel angerichtet hat, aus der Schusslinie zu nehmen!
    Interessant finde ich auch den zeitlichen Verlauf dieser Diskussion, denn während in den älteren Kommentaren noch sehr viel Mitgefühl mitschwingt, werden sie nun immer gehässiger und abwertender gegenüber den Armen. Die SVP-Schreibwerkstatt musste wohl zuerst an der Strategie feilen, die von ihrer Verantwortung ablenkt!
    • Richu 06.12.2016 18:01
      Highlight Highlight @Lowend: Wenn es einem an der politischen Intelligenz fehlt schreibt man solche Hasskommentare auf tiefem Niveau!
    • Der Zahnarzt 06.12.2016 20:07
      Highlight Highlight @Richu: Sie täuschen sich. Tatsächlich gibt es Studenten, Rentner etc. die im Auftrag von PR-Agenturen, liberalen Think Tanks wie Avenir Suisse etc. gezielt in Online Medien die Diskussion in die gewünschte Bahnen zu lenken versuchen. - Gehören Sie auch dazu?
  • R&B 06.12.2016 13:28
    Highlight Highlight Es wird sich kaum was ändern, den ein Wähler der Bürgerlichen liest solche Artikel nicht.
    • Jolanda 06.12.2016 15:19
      Highlight Highlight Genau diese undifferenzierte Arroganz macht Euch Linken leider unwählbar für so viele wie mich, die auch nicht bürgerlich wählen. Ein Dilemma für uns, dieser Kindergarten der Zicken gegenüber anders Denkenden.
    • R&B 06.12.2016 16:30
      Highlight Highlight @Jolanda: und was genau ist der Bezug zu meinem Kommentar? Oder wollten Sie einfach bei irgendeinem Kommentar Ihren Frust loswerden?
  • Thinktank 06.12.2016 12:58
    Highlight Highlight Den einzigen technologischen Wandel, den ich entdecken kann ist, dass ab dem mittleren Management nur noch Deutsche arbeiten. In der Sozialhilfe landen auch primär Ausländer. Solche Artikel hier, die einen populistischen Keil zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer treiben wollen, glauben auch nur die extremsten Linkslinge.
    • Digital Swiss 06.12.2016 21:40
      Highlight Highlight Wirst du hierfür bezahlt?
  • Jolanda 06.12.2016 12:46
    Highlight Highlight SVP in den Post und es hagelt Herzen, löst das das Problem. Nein. In meiner Umgebung wachsen die Familien der Flüchtlinge überproportional gegenüber der arbeitenden Mehrheit im Niedriglohnsegment, also keine Staatsangestellten. Am Geld wird's wohl nicht liegen, denn die besitzen ja nichts. Eventuell an der nicht gelernten Verantwortung gegenüber fremden Geldgebern, oder falsch verstandener Familienpolitik hier. Oder an den Wirtschaftslobbyisten, von diesen profitieren ja auch genug Linke + Grüne meine ich.
  • Tomb_the_Womb 06.12.2016 12:09
    Highlight Highlight Diese Armut ist also eine logische Konsequenz der politischen, sowie sicherheitstechnischen Öffnung der Schweiz. Politisch gewollt von FDP, da Billigarbeiter. Gewollt von SP, da ideologisch vorgegeben. Die Zeche zahlt wie immer der Bürger, in diesem Fall sprichwörtlich.
    • Lowend 06.12.2016 13:37
      Highlight Highlight Genau und die SVP hat zum Glück nicht national die IV-Rentner frontal angegriffen und auf kantonaler Ebene die Prämienverbilligungen gestrichen, die Sozialhilfe gekürzt und zum Steuern sparen Gebühren erhöht?
      Widerlich, wie sich bei dem Thema die Schweizerische Verbotspartei und ihre Anhänger wieder aus der Verantwortung stehlen, obwohl ihre Sparpolitik zu Gunsten der Wohlhabenden massgeblich an der Verarmung vieler Schweizer schuld ist!
    • Maragia 06.12.2016 14:45
      Highlight Highlight Ja klar, dass wir massig Billiglohnarbeiter aus dem Ausland haben, hat ja damit nichts zu tun :P Das ist eben Linke Politik! Hauptsache der Elite geht es gut!
    • Firefly 06.12.2016 14:57
      Highlight Highlight Die SP wollte nie Billigarbeiter, das wollten nur FDP und SVP. Die SP will den Mindestlohn, der viele der genannten Probleme lösen würde. Aber die Bürgerlichen wollen nicht. Die SVP kümmert sich nur um Staatsubventionen für ihre Klientel, sprich Bauern, und die FDP will internationale Unternehmen ins Land locken mit verbilltigten Steuern, die dann in der Staatskasse fehlen und die Firmen stellen nur günstige Grenzgänger an oder schaffen sehr wenig Arbeitsplätze da sie Ableger hier nur der Steueroptimierung dienen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Zahnarzt 06.12.2016 11:59
    Highlight Highlight Wo sind eigentlich unser Liberalen Freunde (Hayek, van Mises, Toerpe etc.) Sie müssten doch hier jubilieren, hat doch ihr Vorbild und Vordenker FA Hayek gesagt, dass Ungleichheit gut ist, spornt sie doch die Ärmsten an, sich noch mehr Mühe zu geben und überhaupt ist Armut relativ und reine Definitionssache also eigentlich gar kein Problem und überhaupt, wer Armut und Ungleichheit und Ungerechtigkeit beseitigen will ist ein böser Feind der Freiheit und blablabla.
  • Tomb_the_Womb 06.12.2016 11:58
    Highlight Highlight Part 3: in die Sozialsysteme ein und belastet diese wiederum. Alles in allem also das gleiche Spiel, ein Spiel, dass die Perversion der SP/ Grünen Ideologie zeigt. Es wird dem Arbeiter vorgegaukelt, man wolle ihn vor dem "Grosskapital" schützen, betreibt jedoch im gleichen Moment eine verheerende Politik der unbegrenzten Zuwanderung, was diesen angesprochenen Druck auf die Niedrigqualifizierten stetig erhöht.
    • Jauncito 06.12.2016 12:57
      Highlight Highlight Da sind wir beim Kern der Problemursachen betreffend IV/ ALV/ AHV / Krankenkassenprämien / Familienpolitik etc.
    • R&B 06.12.2016 13:17
      Highlight Highlight Jetzt sind wieder die Ausländer schuld?
      Sie haben den Artikel gelesen? Es geht darum, dass die Staatsausgaben gekürzt werden müssen, weil man den Unternehmen und Reichen die Steuern gesenkt hat, weil diese abwandern könnten. Wohin? Nirgendwo, denn die Schweiz hat die beste Lebensqualität und Top-Infrastruktur für Unternehmen!
      Die Verschuldung des Staates war früher bei 124 Mia. Jetzt bei 100 Mia. Eigentlich sind wir unterschuldet, aber die Bürgerlichen haben wohl nie ein Wirtschaftsstudium besucht.
      Wahrscheinlich müssen es wieder die Linken richten, dass unser Staat aus der Schieflage gerät.
  • Tomb_the_Womb 06.12.2016 11:56
    Highlight Highlight Part 2: Es gab bereits Beginn der 90er Jahre Menschen, die nicht einen hoch- oder durchschnittlichen Qualifikationsbackground hatten. Diese wurden jedoch wie in einem Team von den anderen Gesellschaftsmitgliedern "mitgezogen". (AHV etc) Nun, da wir seit Beginn / Mitte der 90er Jahre mit einer jährlichen enormen Zuwanderung konfrontiert sind, geht dies System nicht auf. Diese Menschen, denen in früheren Zeiten auch eine Chance gegeben wurde, fallen heute aus dem System, da durch die PFZ problemlos ein günstigerer Arbeiter aus dem EU Raum geholt wird. Dieser wandert natürlich gleichermassen...
    • Pisti 06.12.2016 12:31
      Highlight Highlight Ich gebe Ihnen absolut Recht, wir müssen endlich die Einwanderung in unsere Sozialsysteme stoppen. Leute die noch nie etwas in System bezahlt haben, kriegen hier Geld was absolut ungerecht gegenüber Schweizern und auch Ausländern ist, die hier jahrelang hart gearbeitet haben und nun dumm aus der Wäsche schauen. Aber die SP, CVP und FDP betreiben lieber Politik für die EU anstatt für unser Land und unsere Bürger.
  • Tomb_the_Womb 06.12.2016 11:53
    Highlight Highlight Part 1: Schön, dass nun endlich auch wahrgenommen wird, dass es bereits Armut gibt in der ach so reichen Schweiz. Vieleicht setzt man da mal den Fokus an, statt Milliarden an Unsummen diktatorischen Regimes als "Entwicklungshilfe" zu überweisen. Ist vielleicht weniger aufregend und publicity wirkungsvoll als einem Drittweltland Geld zu "spenden", hilft aber direkt der lokal ansässigen Bevölkerung. Tja, und jetzt kommen wir einmal auf die wahren Gründe der steigenden Armut in der Schweiz zu sprechen.
  • Radesch 06.12.2016 11:41
    Highlight Highlight Es gab diverse Initiativen der Sozialdemokraten welche dagegensteuern würden. BGE, oder Mindestlohn zum Beispiel. Dem Volk scheinen die Armen wohl nicht so wichtig zu sein. Sehr schade wie ich finde. Kein Mensch sollte Arm sein in einem Land mit einem BIP pro Kopf von 84'800$ (2013).
    • Matthias Studer 06.12.2016 12:19
      Highlight Highlight Die SP hat das BGE nicht unterstützt.
    • Radesch 06.12.2016 13:04
      Highlight Highlight Nicht jeder Sozialdemokrat muss SPler sein ;)
    • Radesch 06.12.2016 13:07
      Highlight Highlight Aber Ja sie haben Recht, das hatte ich nicht im mehr richtig im Kopf.
    Weitere Antworten anzeigen
  • P@inless 06.12.2016 11:23
    Highlight Highlight Aufgefangen werden wir vielleicht, doch in was für einer Zeit? Seit nun 9 Jahren kämpfe ich um mein Recht bei der IV. Im 07 hatte ich ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Trümmerbrüche in den Armen und Hände. Das linke Handgelenk wurde entfernt und versteifft. Als Bäcker Konditor finde ich nie mehr etwas. Umschulung? Rente? Ich habe in der Zwischenzeit alles verloren...weil die IV ohne zu klären, mal Anfangs alles ableht, auch wenn eine 20 Jährige SMS schrieb während der Fahrt. Unschuldige fallen auch in die Armut. Nun steht die Weihnachten vor der Tür... Alles ist noch schwieriger.
    • Jauncito 06.12.2016 13:01
      Highlight Highlight Ich wünsche ihnen trotz ihres schweren Schicksalsschlages von Herzen Alles Gute. Vergleichbare Geschichten sind leider zu oft zu hören. Kommentar der Sozialamtsmitarbeiterin an die Mutter meiner Freundin, als diese nachdem ihr Mann sie verlassen hatte und mit 2 Kindern sitzengelassen wurde aufs Amt gehen musste "Ja das ist leider so".
      Die Frage war, ob sie den falschen Namen hätte, um unmittelbar Hilfe zu erhalten.
    • R&B 06.12.2016 13:19
      Highlight Highlight Das tut mir sehr leid und ich hoffe, dass Ihnen bald Recht geschieht.
      @watson: vielleicht ein Artikel, der die schlechte Arbeit der IV aufzeigt und P@inless zum Recht verhilft?
  • Lappituedaugeuf 06.12.2016 10:34
    Highlight Highlight Viele Menschen schämen sich für ihre Armut, weshalb sie mit allen Mitteln versuchen, ihre Situation zu vertuschen, indem sie die äusserlichen Merkmalen von Armut beseitigen (bspw.: Kleidung, Frisur, Smartphone etc.). Die meisten verbinden mit Armut ein Bild, dass man nur von armen Ländern kennt. Erst wenn obdachlose Kinder auf den Strassen übernachten und wir uns von ungewaschenen, sehr dreckigen und abgemagerten Menschen in unserer Gesellschaft ekeln und fürchten, werden wir die Armut registieren. Keine Statistik wird uns die Augen öffnene und die Politik zum Handeln zwingen. Sehr schade!
    • Spooky 06.12.2016 10:57
      Highlight Highlight Das Dumme ist, dass unsere Armen nicht arm bleiben wollen. Die europäischen Armen sind nicht zu vergleichen mit den Armen im Osten, die sich damit abfinden, arm zu bleiben. Die Französische Revolution wird ein Kindergarten sein im Vergleich zu dem, was in nächster Zeit auf uns zukommt.
    • Spooky 06.12.2016 12:04
      Highlight Highlight @Peter der Grosse

      Gratuliere. Endlich jemand, der glasklar und klinisch und logisch denken kann (ganz ohne Ironie).
  • welefant 06.12.2016 09:40
    Highlight Highlight ja, dieses thema soll und muss nicht nur aufgegriffen werden, sondern man sollte handeln.
    Die letzten tage ist auf srf eine ganz spannende doku über eine schweizerin gekommen, welche sich in griechenland enorm für flüchtlinge einsetzte. Wirklich schön dies anzusehen. ich hab mir gedacht, dies würd ich auch gerne machen. Dann kam lange nichts, weil: keine arbeit für mich - kein geld...
    • Oberlehrer 06.12.2016 10:05
      Highlight Highlight Diese SRF-Doku über die Schweizerin, die Flüchtlingen in Griechenland hilft, war in der Tat schön anzusehen...
      User Image
    • ostpol76 06.12.2016 11:59
      Highlight Highlight @Oberlehrer
      Hilft aber den Armen in der Schweiz überhaupt nichts.
      Wissen Sie was diese denken werden: "zuerst hilft man den Flüchtlingen und dann vielleicht irgendwann uns". Und kann man es Ihnen verübeln: NEIN.
    • SuicidalSheep 06.12.2016 13:18
      Highlight Highlight Ostpol, das stimmt nicht ganz. Die schweizer Politik wie auch schweizer Multikonzerne wie Nestle haben ihre Mitschuld an der Armut in Drittweltländern - ebenso an der Armut in der Schweiz selbst.

      Natürlich würde ich es begrüssen, wenn die Politik auch den Armen in der Schweiz besser helfen würde. Man darf das Gesamtbild aber nicht aus den Augen verlieren.
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  • Thomas Rohrer 06.12.2016 09:28
    Highlight Highlight Die Stärke einer Gesellschaft zeigt sich darin, wie sie mit Minderheiten umgeht.
    • bcZcity 06.12.2016 09:45
      Highlight Highlight Nur kann man es nicht allen Minderheiten recht machen. Das Leben ist nun mal nicht fair!

      Macht Kinder, konsumiert, haltet die Wirtschaft und das Sozialsystem am leben. DAS sind die Regeln nach denen wir tanzen müssen. Brave Arbeitssklaven welche noch mehr Arbeitssklaven züchten. Wer dann eben nicht Schritt halten kann, der fällt nach unten und ist damit kein produktives Mitglied der Gesellschaft mehr.

      So funktioniert unser System, so funktioniert jedes System. Wer dies durchbrechen möchte, der sorgt am besten dafür dass keine neue Seele mehr in diesen Mixer geworfen wird.
    • Thomas Rohrer 06.12.2016 11:06
      Highlight Highlight Ich glaube daran dass wirs besser machen können. Das Leben ist nicht unfair, die Menschen sind unfair! Der Verteilungsschlüssel in unserm System ist unfair!
    • bcZcity 06.12.2016 11:59
      Highlight Highlight Glauben kann man viel, das wird man bis zum Tod dürfen. Und doch, das Leben ist auch unfair, der Mensch passt sich nur an. Änderungen brauchen viel Zeit, sehr viel wenn man radikal etwas ändern möchte....zu viel für mehrere Generationen.
  • Blackfoxx 06.12.2016 09:24
    Highlight Highlight Die Kluft zwischen arm und reich wird immer breiter, bis es bald keinen Mittelstand mehr gibt. Andere leben in Armut und wieder andere Lassen sich zur Pensionierung Ferientage in Wert von 83'811Fr. auszahlen
  • Hierundjetzt 06.12.2016 09:01
    Highlight Highlight Gemäss SP werden wir jetzt das ganz grosse Rat drehen: zuerst mal den Kapitalismus überwinden (weil wichtig) das Eigentum demokratisieren (sonst sind die Studis aus der Juso-Teppichetage hässig) und daaaaaaaann vielleicht eventuel mal luege, schauen wir zu den Armen.

    Zum Artikel: was der Herr im Artikel gekonnt ausblendet: bei vielen happerts sehr mit der Eigenverantwortung. Einfach in den Tag leben und sich mit 40 wundern das alles den Bach runtergeht (Ausgenommen dabei klar die Ausgesteuerten)

    Eine Lehre mit 20 reicht in der CH einfach nicht mehr. Nein. Einfach nein.
    • Matthias Studer 06.12.2016 09:16
      Highlight Highlight Stimmt, eine Lehre genügt nicht.
      Die Frage muss man aber auch stellen. Wer bezahlt die Weiterbildung? Denn einfach so billig sind die nicht. Je nach Einkommen nicht bezahlbar.
      Dann stellt sich eine weitere Frage. Wo sollen all die gut gebildeten Menschen arbeiten? Als VerkäuferIn in der Bäckerei? Im Schuhladen?
      Sie gehen primär davon aus, dass sehr gut gebildete wichtig sind für die Gesellschaft. Aber dort wo ich am Bahnhof meinen Kaffee und Gipfeli kaufe muss auch jemand stehen. Und diese Person ist genau so wichtig wie der Manager, der den Kaffee kauft.
    • LoB 06.12.2016 10:01
      Highlight Highlight Es kann nicht sein, dass ein Mensch mit einer Ausbildung (und da gehört eine Lehre dazu) und einigen Jahren Berufserfahrung nicht von seinem Beruf leben kann. Jeder einzelne Mensch ist wichtig in dieser Gesellschaft. Ob er nun Topverdiener ist oder in der Bäckerei Gipfeli und Kaffee verkauft. Wenn man deiner Meinung nach nur noch mit diversen Weiterbildungen genug verdient, wer verkauft ihnen dann ihren Kaffee? Diesen Job will dann niemand mehr machen.
    • Pisti 06.12.2016 12:38
      Highlight Highlight Und wieso kann der Bäcker, Gebäudereiniger, Chauffeur usw... nicht mehr von seinem Lohn leben. Wegen der massiven Zuwanderung von Minderqualifizierten. Dass erhöht den Druck auf die Löhne in genau diesen Branchen. Dazu jagt es die Immobilien Preise in die höhe. Die einizige Partei doe hier Gegensteuer bietet ist die SVP.
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  • Theor 06.12.2016 08:54
    Highlight Highlight Bis vor knapp einem halben Jahr habe ich 2'100 Franken pro Monat verdient. Das war ziemlich hart und oftmals hatte ich kaum noch was übrig um Grundbedürfnisse zu erfüllen. Ich hatte aber einen Vorteil: Ich wusste, dass es nur temporär ist. Ein Jahr durchhalten und dann gehts wieder bergauf. Die Erfahrung am eigenen Leib hat mich auch viel sozialer für meine Mitmenschen werden lassen. Ich habe grössten Respekt für diese Menschen, die in solchen Verhältnissen leben, ohne Aussicht auf baldige Besserung. Ich würde mir wünschen, dass man solche Menschen besser unterstützt.
    • Theor 06.12.2016 09:14
      Highlight Highlight Und ich wäre auch gerne bereit dafür mehr von meinem Lohn zu berappen. Aber leider ist es wirklich so, wie es in diesem Artikel hier steht. In Bern diskutiert man darüber, ob man mit meinem Steuergeld die Bauern-Subventionen oder die Unternehmenssteuer senken soll. Von links bis rechts denken alle nur an die Lobbyisten...
    • Theor 06.12.2016 13:05
      Highlight Highlight Fest steht, dass im Parlament 10 mal mehr über Unternehmenssteuern- und Bauernreformen geredet wird, als über Familienpolitik und Sozialhilfe. Und soviel ich als Laie verstehe, können auch "Linke" etwas im Parlament einreichen und auf die Agenda setzen. Aber eben, dort redet man lieber über Lobbyisten-Kram, anstatt über echte Volksanliegen.

      Von demher, kann ich die Linke da einfach nicht von der Pflicht nehmen. Gefühlt macht sie ausser ab und zu gewisse Alibi-Übungen gar nichts.
  • amore 06.12.2016 08:44
    Highlight Highlight Es ist höchst unsolidarisch und skandalös wie die rechte Mehrheit mit diesen Menschen umgeht. Siehe Bsp. im Bericht: Als Bern ein Sparpaket schnüren musste, wollte man erst bei Menschen mit Behinderung sparen. Doch diese sind gut organisiert und gingen auf die Strasse. Dann wollte man bei der Bildung sparen, und die Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrpersonal gingen auf die Strasse. Dann hat man halt bei der Prämienverbilligung gespart – und keiner ging auf die Strasse.»
  • Karl33 06.12.2016 08:41
    Highlight Highlight Erschreckend, dass die linke Politik so feindlich daherkommt, dass diese Menschen lieber rechts wählen.
    • Thomas Rohrer 06.12.2016 09:30
      Highlight Highlight Die Rechte zeigt noch auf eine andere Minderheit (z.B. Flüchtlinge) die ihnen etwas wegnehmen wollen. So werden wir gegeneinander ausgespielt.
  • Züzi31 06.12.2016 08:41
    Highlight Highlight Ich weiss es passt nicht ganz. Aber bei uns im Geschäft auch wieder dieses Jahr:
    Chef +1% mehr Lohn; damit könnte man eine zusätzliche Person anstellen.
    Beim Rest des Teams +1% mehr Lohn; reicht für ein Euromillionslos.
    • Wehrli 06.12.2016 08:55
      Highlight Highlight Bei uns macht das 1% des Chefs 2600 aus, wolltest du wen anstellen?
    • Thomas Rohrer 06.12.2016 09:32
      Highlight Highlight 1 : 12 wäre eine gute Idee gewesen.
    • Züzi31 06.12.2016 09:37
      Highlight Highlight War einerseits natürlich überspitzt formuliert, andererseits macht das bei unserem Chef aber definitiv einiges mehr aus, als 2600.
  • HansDampf_CH 06.12.2016 08:40
    Highlight Highlight Holen wir das nötige Geld dort wo es ist!
    Anstatt superreiche immer weniger zu belasten.
    • Thomas Rohrer 06.12.2016 09:33
      Highlight Highlight Dann sag nein zum Unternehmenssteuer-Beschiss
  • Theor 06.12.2016 08:40
    Highlight Highlight "Auch wenn wir an die Engmaschigkeit unserer Sozialwerke glauben..."

    ? Tun wir gar nicht. Ich habe noch nicht einen Gleichaltrigen kennengelernt, der glaubt, noch was von der AHV zu bekommen. Die Kolabiert längst, bevor die Millenias ins Bezugsfähige Alter kommen.
  • Wehrli 06.12.2016 08:39
    Highlight Highlight Per definition ist jeder Studierende und promovierende arm oder armutsgefährdet. Im Jura, ist mit 2100.- lebbar, in Züri bist du mit 3000.- klinisch tot. Nicht einfach immer diese Zahlenmastrubation, immer dieses "belehrend kritisierende". Viel Bildung den Kindern, flexibler Arbeitsmarkt, tiefe Hürden für selbsständige, jobsharing erleichterung, und Freude am Leben. Mich gurkt dieses "Heilsarmee Bimmelbammel 99% aller Schweizer sind arm und am arsch" echt an.
    • Digital Swiss 06.12.2016 09:30
      Highlight Highlight Augen verschliessen hilft...
  • Madison Pierce 06.12.2016 08:28
    Highlight Highlight Im Vergleich zu früher sind die Männer leider weniger bereit, für ihre Familie zu sorgen. Früher stand man zu seinen Kindern, heute verschwindet man, wenn die Beziehung nicht gut läuft. Es muss also schon eine zweite Wohnung bezahlt werden und bei der Umgehung der Alimentenzahlung sind viele Männer leider auch kreativ. Hauptsache die Ex und das Kind erhalten möglichst wenig.
    • Shin Kami 06.12.2016 10:04
      Highlight Highlight Und wenn der Mann für die Familie sorgt heulen gleich wieder alle wegen Gleichberechtigung herum...
    • Christian Jerg 06.12.2016 13:24
      Highlight Highlight Nett, wie immer auf den Vätern rumgehackt wird. Wenn eine Frau einen Mann mitsamt dem Kind verlässt und dieser sein Kind auch sehen will, ist dieser schnell mal auf Jahre ruiniert. Dem Vater bleibt ein Recht: das zu zahlen. Mit Glück, kann man dann sein Kind auch mal sehen (auf eigene Rechnung). Sicher gibt es schwarze Schafe bei den Vätern! Leider aber auch sehr, sehr viele bei Müttern! Hört auf, immer nur auf die Väter einzuhacken, ich selbst kenne genug Gegenbeispiele. Die Welt ist eben nicht schwarzweiss.
  • Paul espo 06.12.2016 08:19
    Highlight Highlight Bemerkung zu eurem Artikel über die Armut in der Schweiz:

    Ein riesengroßer Stab von Sozialarbeiter und Sozialämter ist tagtäglich darum bemüht sich selber zu beschäftigen die ein und Ausgänge mit Vorschriften / Kontoauszügen und Quittungen zu kontrollieren mit zum Teil skurilsten Vorgaben und Gesetzten , dass ja kein Sozial / Zusatz oder IV Empfänger einen Rappen zuviel bekommt.
    Das nennt man hier förderalistische Demokratie.
    Da Spielen Budgetfragen oder Kostenrechnung überhaupt keine Rolle...
    Für Fragen dazu stehe ich gerne zur Verfügung 079314110
    • Walter Sahli 06.12.2016 10:39
      Highlight Highlight Tja, wenn die Angst so gross ist, dass der Nachbar einen Rappen zuviel kassieren könnte und somit ein Sozialschmarotzer ist, dann braucht's halt Kontrollsysteme...
  • Kronrod 06.12.2016 08:19
    Highlight Highlight Aha, da werden Scheidungen korrekt als einer der wichtigsten Gründe für Armut identiziert, aber kritisiert wird auf Watson dann natürlich doch lieber die rechte Steuerpolitik als die linke Familienpolitik.
    • Posersalami 06.12.2016 08:52
      Highlight Highlight Was soll die "linke" Familienpolitik mit Scheidungen zu tun haben? Hauptsache die Linken sind Schuld! Aber immerhin mal nicht die Ausländer, ich verbuche das mal unter Fortschritt.

      Was soll eigentlich linke Familienpolitik sein?
    • LaPaillade #BringBackHansi 06.12.2016 09:02
      Highlight Highlight Was ist denn der Kausalzusammenhang zwischen "linker Familienpolitik" und Scheidungen?
    • Digital Swiss 06.12.2016 09:33
      Highlight Highlight Es wurden doch einige Faktoren besprochen aber bei dir gehts nur links rein rechts raus?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kulinarischer Sondermüll 06.12.2016 08:16
    Highlight Highlight Unsere Linke wäre dich für sowas hier?
    Aber solange sie nur den Kapitalismus überwinden wollen und den EU Beitritt anstreben, hat die Rechte hohen Zulauf..
    • Shin Kami 06.12.2016 10:05
      Highlight Highlight Nicht jeder linke will in die EU und kapitalismus ist ein Grundkonzept dass man anpassen kann ohne es zu "überwinden"
  • Peeta 06.12.2016 08:10
    Highlight Highlight Eine grosse Chance zur Wahrung oder Verbesserung des sozialen Gleichgewichts/Friedens haben wir im Sommer 2015 verpasst; die Einführung einer nationalen Erbschaftssteuer!! Schade, schade.
    • Digital Swiss 06.12.2016 09:36
      Highlight Highlight Naja viele von uns hier erwarten noch ein grösseres Erbe von den Eltern/Grosseltern.
  • dechloisu 06.12.2016 07:51
    Highlight Highlight Bekam leichte Gänsehaut beim lesen, ganz einfach weil es den Nagel auf den Kopf trifft.
    Es wird mich vielleicht (so hoffe ich) nie treffen, aber jeder der einen minimum an sozialen Gedanken hat weiss dass man was machen muss.
  • hamurabi 06.12.2016 07:44
    Highlight Highlight Und um wieviel % konnten die Reichen und Superreichen ihr Vermögen steiern die letzten Jahre?

    Der Satz mit der Lobby bringts auf den Punkt, die Armen haben keine Lobby. Schade wurde das Grundeinkommen abgelehnt.
  • Fischra 06.12.2016 07:43
    Highlight Highlight Nur noch mehr Svp wählen. Die Armutschere wird grösser. Obwohl die poulisten etwas anderes sagen. Es sind einfach die Reichen welche zu sich selbst schauen. 😉
    • Thinktank 06.12.2016 08:38
      Highlight Highlight Ich frage mich grad , ob Dein Kommentar intellektuell oder pupulistisch ist.
    • Shin Kami 06.12.2016 10:06
      Highlight Highlight Beides
  • thierry_haas 06.12.2016 07:27
    Highlight Highlight Ok, françois schmid-bechtel ist sehr links anzusiedeln... In einem Artikel sowohl Amerika, die Unternehmenssteuer, die "Bürgerlicher armutspolitik", usw zu platzieren zeugt von grosser persönlicher Überzeugung...aber nicht gerade von Qualitätsjournalismus! Schade, dass sich in der aktuellen Situation und zu einem so wichtigen und dramatischen Thema die meisten Medien immer noch so unausgewogen ausdrücken, das schürt nur noch mehr Wut und bring schlussendlich niemanden und nichts weiter.
  • SVARTGARD 06.12.2016 07:11
    Highlight Highlight Und das in einem sooo reichen Land.
  • dracului 06.12.2016 07:10
    Highlight Highlight Das ist wohl einer der besten Berichte, den ich seit langem gelesen habe! Dieser Artikel trifft den Nagel auf den Kopf. Interessanterweise gibt es aktuell niemanden, egal ob links, rechts oder in der Mitte, der die gesellschaftliche Entwicklung halbwegs versteht oder sogar etwas dagegen unternehmen würde. Mir ist bewusst, dass viele im Moment die Dringlichkeit unterschätzen, aber die Schweiz ist wie ein träger Öltanker und man müsste heute das Steuer ergreifen und den Kurs in Richtung Zukunft - für alle - setzen oder der soziale Frieden ist bald Schweizer Geschichte.
    • Firefly 06.12.2016 15:55
      Highlight Highlight "Schweiz ist wie ein träger Öltanker"... Und die Polit-Demagogen spielen mit dem Zündhölzli.
  • Ryco 06.12.2016 06:51
    Highlight Highlight Arme AHV-rentner.... 🤔
  • Spooky 06.12.2016 06:47
    Highlight Highlight Ich finde es super, Watson, dass ihr die Armut zum Thema macht. Danke. Ich habe nicht den ganzen Artikel gelesen. Warum nicht? Weil mir das Ganze allzu nahe an die Knochen geht. Nicht unbedingt wegen mir selber, aber wegen den vielen verarmten Schweizern, die ich kenne. Vielen Dank, Watson. Ihr seid auf dem richtigen Weg.
    • Wehrli 06.12.2016 08:45
      Highlight Highlight Wichtig ist, dass möglichst viel in Bildung, weiterbildung, und offene Strukturen investiert wird. Den einzigen Rohstoff den wir haben ist Hirn & Herz in der Schweiz. Links und Rechts nagen an diesem Knochen, und die Mitte schaut den Grossmäulern der Juso,Sp,SVP und SD zu, wie sie die Bevölkerung mit demagogischen Rezepten verführen.
    • Spooky 06.12.2016 09:00
      Highlight Highlight Es ist halt so, dass die linken Sozialarbeiter an jedem einzelnen Armutsbetroffenen tagtäglich auf ihren Sozialämtern ihre Brötchen verdienen. Darum sind sie gar nicht daran interessiert, dass sich diese Armutsbetroffenen aus der Armutsfalle befreien.
    • karl_e 06.12.2016 11:03
      Highlight Highlight Wirklich sehr spooky, lieber Spooky: Die linken Sozialarbeiter sind schuld an der Armut! So was Grenzdebiles habe ich schon lange nicht mehr gelesen oder gehört.
    Weitere Antworten anzeigen
  • gnp286 06.12.2016 06:22
    Highlight Highlight Ich habe etwas Mühe mit der Definition von Armut. Es kommt grob drauf an: Als Single in einer 1-Zimmerwohnung ohne Auto kann ich mit 2219.- ganz gut auskommen. Als alleinerziehender Elternteil wird das Geld aber hinten und vorne nicht reichen.
    • Hoppla! 06.12.2016 06:49
      Highlight Highlight Zum Beispiel fallen sehr viele Studenten unter diese Grenze. Ob diese arm oder von Armut bedroht sind, das weiss ich nicht.

      Aber gut rückt dies ins Blickfeld und diskutiert man darüber.

      Btw: "Bis zu Beginn der 90er-Jahre galt in unserem Land: Wer arbeitet, hat genug Geld, um sein Leben zu bestreiten." Gibt es hierzu Quellen? Oder war früher einfach alles besser?
    • Conflux 06.12.2016 06:56
      Highlight Highlight Ganz gut? Also wenn man sich nichts leisten kann ausser das Existenzminimum um knapp zu existieren, dabei aber alle zähne verliert, weil man sich keinen arztbesuch leisten kann.... Das ist der schweiz nicht würdig und weit unter 1. Weltland Verhältnisse...
    • Ichiban 06.12.2016 07:10
      Highlight Highlight Mmhh als Einzelperson gut Durchkommen mit rund chf 2300. Ok rechnen wir mal. Eine Einzimmerwohnung kostet vielleicht 800, Krankenkassen-Prämien 300, essen 400, nebenkosten 100, kommunikation 50, transportkosten (auch ohne auto notwendig) billag und div. 100, steuern 200. dann bleiben noch rund 350 für alles andere. Jetzt noch etwas unvorhergesehenes, geschweige denn altervorsorge
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  • Z&Z 06.12.2016 06:10
    Highlight Highlight Tja, und ob die Unternehmenssteuerreform III dem Ganzen hilft, kann ich auch nicht so richtig sagen. Steuern für juristische Personen werden gesenkt, die Mehrwertsteuer wird erhöht (dabei wird uns verkauft, dass sie nur leicht erhöht wird, denn die temporäre Erhöhung für die IV-Finanzierung vor ein paar Jahren wird dafür nicht rückgängig gemacht, also muss sie nur "leicht" erhöht werden). Im Endeffekt haben wieder die Falschen erhöhte Kosten. Irgend etwas muss passieren, die Frage ist nur was.
    • Bongalicius 06.12.2016 06:49
      Highlight Highlight So lange die betroffenen den Rechtspopulisten ihre Stimme schenken und das linke Spektrum nicht einsieht das Politik der Bevölkerung und nicht dem Parteibuch dienen soll, wird sich da nichts ändern.
    • Anam.Cara 06.12.2016 07:34
      Highlight Highlight Die ganzen Zusammenhänge in der Wirtschaft sind kompliziert und manchmal etwas undurchsichtig. Niemand scheint sagen zu können, ob die Steuerreform eine nachhaltige Wirkung auf die Gesundheit der Wirtschaft hat. Oder ob sie den Firmenbesitzern zusätzlich zu den abgeschöpften Gewinnen noch einen Bonus schenkt. Ich vermute das zweitere.
      Unternehmen in der CH sind m.E. überreglementiert. Die unzählige Vorschriften machen das Geschäften sehr teuer. Vielleicht sollte man eher da ansetzen. Damkt auch arme dje Chance haben, aus einer guten Idee eine Einzelfirma zu gründen.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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