Schweiz

Wo die Durchsetzungs-Initiative schon so gut wie angenommen ist

In der kleinen Gemeinde Böbikon stossen Initiativen der SVP auf rekordhohe Zustimmung – auch am Sonntag? Ein Augenschein.

23.02.16, 06:34 23.02.16, 16:03

Daniel Weissenbrunner / az Aargauer Zeitung





Beschaulicher Fleck: Böbikon bietet Lebensqualität, viel Sicherheit und einen rekordtiefen Ausländeranteil.
bild: daniel weissenbrunner

Die ältere Dame winkt am Dorfeingang zu und grüsst. Gleich daneben steht gross auf der Holzscheune: «Willkommen». Der Empfang in Böbikon könnte kaum herzlicher sein, in diesem malerischen Ort, der mehr an eine Gegend im Appenzellerland oder der Innerschweiz erinnert als an einen Flecken unweit der Agglomerationen von Zürich und Baden.

Böbikon liegt in einem Talkessel inmitten des Tafeljuras und ist auf alle Seiten abgeschlossen. Eine geschlossene Gesellschaft ist die Gemeinde, wenn es um das Stimmverhalten bei SVP-Initiativen geht. Fast vier von fünf Stimmenden waren am 9. Februar 2014 für die Masseneinwanderungs-Initiative. Noch höher lag der Wert 2010 bei der Ausschaffungs-Initiative. Böbikon zählte kantonal in beiden Fällen zu den stärksten Befürwortern einer restriktiven Ausländerpolitik.

Warum gibt es hier eine derart ablehnende Haltung gegenüber Ausländern? «Die gibt es nicht», entgegnet Adrian Thoma. Der Gemeindeammann weist den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit in seiner Gemeinde entschieden zurück.

Postkartenidylle: die Kirche im Dorf.
bild: daniel weissenbrunner

«Das sind wir sicher nicht, wir haben kein Problem mit Ausländern. Bei uns sind alle bestens integriert», sagt Thoma. In Böbikon leben momentan 163 Personen, zwölf davon – rund sieben Prozent – sind Ausländer. «Jeder kennt hier jeden», legt Adrian Thoma wert drauf.

Eine Insel der Sicherheit

Das Leben nimmt an diesem Vormittag seinen gewohnten Gang. Bedächtig, frei von jeder Hektik. Jemand hat bei frühlingshaften Temperaturen die Wäsche aufgehängt. In einem Garten lächelt einem ein Gartenzwerg entgegen. In einem anderen vergnügen sich Kinder auf dem Spielplatz. Postkartenidylle. Böbikons Dorfbild lebt von gepflegten Einfamilienhäusern, Mietwohnungen sind die Ausnahme. Mit ein Grund, weshalb der Ausländeranteil tief ist.

An den Briefkästen steht Laube, Jetzer, Erne, Keller. Bei der Kirche treffen wir auf eine Frau mittleren Alters. Wie erklärt sie sich diese deutlichen Resultate? Sie hat eine klare Meinung, möchte aber nicht mit Namen erwähnt werden. «Es ist ein Grundempfinden, das sich breitgemacht hat. Es sind Ängste vor der Überfremdung und vor kriminellen Ausländern.» Sie sagt es im Wissen, dass in Böbikon tatsächlich noch ein Stück heile und vor allem sichere Welt existiert.

Willkommenskultur, die erste.
bild: daniel weissenbrunner

Nicht nur subjektiv, sondern mit Zahlen belegt. Laut dem Bundesamt für Statistik gehört Böbikon zu den sichersten Orten der Schweiz. Von den 2300 berücksichtigten Gemeinden liegt Böbikon in der Studie auf Rang 2299. «Sie können sich vorstellen, dass die Leute das bewahren möchten», sagt die Frau seelenruhig, bevor sie sich freundlich verabschiedet. Was sie abstimmt? «Das können Sie sich denken.»

Wer vermutet, die Durchsetzungs-Initiative würde in Böbikon hohe Wellen werfen, der irrt. Eine breite Debatte findet nicht statt. Das hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass es keine öffentlichen Begegnungszonen mehr hat. Es gibt keine Restaurants und keinen Dorfladen. Aber es gibt einen Jugendtreff.

Jeden Freitag treffen sich im Mehrzweckgebäude Jugendliche. Auch hier sei die Durchsetzungs-Initiative bisher kein Thema gewesen. «Es ist mir zumindest nichts bekannt», sagt Leiter Daniel Mondillo. Der Sohn eines italienischen Einwanderers zog vor zehn Jahren nach Böbikon, ist eingebürgert und längst integriert.

Gemeindeammann hofft auf Nein

Willkommenskultur, die zweite.
bild: daniel weissenbrunner

Vor dem Gemeindehaus stehen zwei Herren, beide Mittfünfziger und in aufgeräumter Stimmung. Was sie von der Durchsetzungs-Initiative halten? «Wer die Gesetze nicht akzeptiert, muss die Konsequenzen tragen», sind sich beide einig. Deshalb legen sie ein Ja in die Urne. In einem Dorf, in dem man eng beieinander lebe, sei es noch wichtiger als in einer Stadt, dass man sich nicht auf die Füsse trete. Deshalb reagierten die Leute wohl sensibel darauf, wenn sich jemand nicht an die Regeln halte. «Hier ist das zum Glück kein Problem.»

Werden die Böbiker die Durchsetzungs-Initiative also ebenso entschlossen unterstützen wie die Vorgängerinitiativen? «Es würde mich nicht verwundern, wenn die Vorlage am Sonntag angenommen wird», sagt Adrian Thoma. Der Gemeindeammann würde bei einem Ja zu den Verlierern zählen. «Die Vorlage zielt am eigentlichen Problem vorbei.»

(aargauerzeitung.ch)

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Dave Uster 29.02.2016 19:42
    Highlight Unglaublich aber wahr; in Böbikon wurde die DSI mit 45 Ja zu 47 Nein Stimmen abgelehnt!!! :D
    1 0 Melden
  • gege 23.02.2016 14:45
    Highlight Von einem Kaff in Appenzell auf alle Leute die auf dem Land leben zu schliessen finde ich recht arrogant (oder was will uns der Autor genau mitteilen?). Macht doch mal eine Umfrage in einem Dorf in Genf. Ich bin ziemlich sicher, dass das Resultat ganz anders herauskommen würde.
    4 9 Melden
    • Duweisches 23.02.2016 17:32
      Highlight "der mehr an eine Gegend im Appenzellerland oder der Innerschweiz erinnert als an einen Flecken unweit der Agglomerationen von Zürich und Baden."

      Ist nicht irgendwo im Appenzellerland, sondern näher an Zürich als du denkst...
      Natürlich sind nicht alle Gegenden gleich mit diesen Vorurteilen bespickt, aber es ist nun einmal so, dass auf dem Land mehr Fremdenfeindlich und Argwohn herrscht als in Ballungszentren, wo jeder mit Ausländern aufgewachsen ist und weiss, dass sie auch nur Menschen sind...

      4 1 Melden
    • Charlie Brown 23.02.2016 18:16
      Highlight @Duseisches: Nope. So einfach ist das nicht.

      http://www.watson.ch/Schweiz/Banken/820272986-So-denkt-die-Schweiz-–-in-9-Grafiken

      Die grösste Sorge der ländlichen Bevölkerung ist die Arbeitslosigkeit, während es in der Agglo die Ausländer sind, sogar mit prozentual mehr Nennungen. Zumindest gemäss oben genannter Studie.

      Bitte nicht mit den einfachen Schemata argumentieren. Das hast du beim politischen Gegner doch auch nicht so gern, oder?
      3 0 Melden
  • Tyler_D 23.02.2016 09:38
    Highlight Interessant, wie man hier dem Stadtzürcher glauben macht, dass auf dem Land unzivilisierte, bierbäuchige und radikal xenophobe Bürger wohnen... Ich lebe selbst in einem 1300-Seelen-Kaff mit beträchtlichem SVP-Stimmenanteil und ich kann sagen, dass diese Leute (meistens!) nicht aus Boshaftigkeit für die DSI stimmen, sondern wie in Böbikon aus Angst. Und die kann man noch so mit Gegenargumenten beackern, ihre Meinung ändern sie nicht. Das Problem liegt nicht an den Landbewohnern, sondern an der SVP, die reale Probleme emotional auflädt und für diese zu radikale Scheinlösungen unters Volk bringt.
    66 14 Melden
    • ferminrdt 23.02.2016 10:37
      Highlight Sie sind also nicht unzivilisiert, bierbäuchig und radikal xenophob, sondern eindach ängstlich, naiv und etwas zu einfach gestrickt?
      54 19 Melden
    • joséklopp 23.02.2016 10:39
      Highlight Das Problem liegt genauso bei den Landbewohnern. Die SVP weiss das vorhandene chauvinistische Gedankengut zu bewirtschaften. Das sind mündige, aufgeklärte und wohlhabende Bürger, die wissen was sie abstimmen. Bewusst.
      Es ist die typische Angst vor dem Neuen, der Wunsch das Jetzt zu konservieren. Erschreckend ist jedoch, dass zur Befriedigung dieser vermeintlichen Ängste und Bedürfnisse gewissensfrei auf Mittel zurückgegriffen wird, welche jenen zentralen Prinzipien abgeschaffen, die einen erheblichen Teil dazu beitra/ugen, das eben alles so idyllisch ist, wie es ist und nur so auch bleibt.
      21 4 Melden
    • Tyler_D 23.02.2016 11:03
      Highlight @ferminrdt (den Kommentar schreibe ich unter der Annahme, dass das Sie gross ist, weil es am Satzanfang steht): Von naiv und einfach gestrickt hab ich nie was behauptet. In manchen Fällen trifft dies zu, in manchen nicht. Die Angst ist aber eher spürbar. Und grundsätzlich muss man die natürliche, reflexartige Angst vor dem Fremden ganz klar von boshaftem Fremdenhass unterscheiden. Doch wenn man diese Ängste schürt und weiter stimuliert, anstatt Probleme sachlich anzugehen, führt das eine schnell zum anderen.
      12 3 Melden
    • poga 23.02.2016 12:26
      Highlight Bin ich der Einzige, der das Gefühl hat, dass Aussagen wie: Wir schlittern in ein neues drittes Reich oder die EU lässt uns total fallen, als Angstmacherei ansieht? Das Spiel mit der Angst wird auf beiden Seiten betrieben. Die eine Seite hat zwar später damit begonnen, aber schlussendlich funktioniert die Politik heutzutage genau so.
      10 9 Melden
    • FrancoL 23.02.2016 13:23
      Highlight Auch Landbewohner haben Schulen absolviert, den gleichen Lehrplan aufgebrummt bekommen wie Kinder aus den grösseren Ortschaften. Auch Landbewohner können somit mitdenken und beurteilen. Im Zeitalter des Internet und TV kann man in der engmaschigen Schweiz niemanden von der Verantwortung entbinden und da der SVP die Bewirtschaftung dieser Landbevölkerung alleine in die Schuhe schieben zu wollen ist fehl am Platz. Die SVP bewirtschaftet weil die Landbevölkerung sich bewirtschaften lässt.
      11 4 Melden
    • saukaibli 23.02.2016 13:26
      Highlight Ich habe auch jahrelang auf dem Land gewohnt und folgende Erfahrung gemacht. Die meisten Leute interessieren sich nicht für komplexe gesellschaftspolitische Themen. Sie leben im idyllischen Dorf, wo Familien- und andere persönliche Probleme versteckt werden und man sich dann wundert, wenn der Chef der örtlichen Raiffeisenbank eines Morgens erhängt aufgefunden wird. Information kommt fast ausschliesslich vom Blick und neu Zugezogene werden skeptisch beäugt. Ausländer kennt man kaum und hat deswegen Angst vor ihnen weil man nur den Blick liest. Die SVP hat da einfach leichtes Spiel.
      21 3 Melden
    • FrancoL 23.02.2016 13:57
      Highlight @saukaibli; Sie haben recht. Trotzdem ist die Landbevölkerung für ihr Wissen (oder eben nicht Wissen) selbst verantwortlich. Dass die SVP einfach das nicht Wissen bewirtschaften kann ist ärgerlich aber gleichwohl die Verantwortung der Landbevölkerung.
      9 1 Melden
  • Linus Luchs 23.02.2016 09:27
    Highlight "Wir haben kein Problem mit Ausländern", behauptet Gemeindeammann Adrian Thoma. Klar, ganz im Sinne von Methusalix:
    54 8 Melden
  • goschi 23.02.2016 08:51
    Highlight «Es ist ein Grundempfinden, das sich breitgemacht hat. Es sind Ängste vor der Überfremdung und vor kriminellen Ausländern.»

    und das ist das Problem, es ist zugleich der Erfolg der SVP, sie arbeitet nicht mit fakten, sondern schafft Ängste und bearbeitet diese.
    Erst wird ein Problem herbeigeredet und dann eine Lösung verlangt (ohne selbst natürlich eine taugliche Antwort zu haben), also reines beackern der Emotionen, der Ängste, nicht der Fakten oder der Sachlichkeit.

    Es macht mich traurig, dass diese Art der Themenbewirtschaftung bei so vielen auf fruchtbaren Boden fällt. :-(
    131 12 Melden
    • Perseus 23.02.2016 09:27
      Highlight Keine Fakten? Sind 80% Ausländeranteil in den Schweizer Gefängnisse keine Fakten?
      17 65 Melden
    • E. Edward Grey 23.02.2016 09:39
      Highlight
      19 3 Melden
    • Tepesch 23.02.2016 10:08
      Highlight @Perseus
      Gemäss BfS sind über die Hälfte der Insassen Ausländer, die nicht in der Schweiz wohnhaft sind. Der Kriminaltourismus ist das eigentliche Problem, dagegen nützt die DSI allerdings nichts, da diese Personen ohnehin kein Aufenthaltserlaubnis haben.
      46 4 Melden
    • Silbermuschel 23.02.2016 10:09
      Highlight @Perseus
      über 3/4 aller Gefängnisinsassen sind Männer, was sagt uns das?
      Ausländer haben weniger Perspektiven in der Schweiz und werden deshalb eher kriminell. Wenn man einen Fakt kennt sollte man zuerst auch darüber nachdenken.
      29 5 Melden
    • E. Edward Grey 23.02.2016 10:21
      Highlight @Perseus: neben den von den ℅-Kommentatoren genannten Gründen kann es auch bedeuten dass Ausländer viel eher zu Gefängnis verurteilt werden als "echte" Schweizer. Ich meine einmal von einer entsprechenden Studie in der Schweiz gelesen zu haben. Auch im Ausland ist dieses Phänomen bekannt, z.B. USA, wo Schwarze bei gleichen Delikten eher im Gefängnis landen als Weisse.
      29 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 23.02.2016 10:29
      Highlight @Perseus
      33 1 Melden
    • E. Edward Grey 23.02.2016 10:42
      Highlight Herr Bühlmann, das ist ja mal krass, genau dem Anteil der Wohnbevölkerung entsprechend. Solche Statistik sollte man öfter sehen um die Propaganda knallhart zu entlarven.
      27 3 Melden
    • Perseus 23.02.2016 11:13
      Highlight Ja und wie viele von den restlichen % sind "vorläufig aufgenommende"? Wahrscheinlich die Mehrheit.

      @Silbermuschel
      Ja und? Ist das ein Grund um kriminell zu werden? Legitimiert es Verbrechen oder wie?
      6 22 Melden
    • goschi 23.02.2016 11:25
      Highlight @Perseus, das sind keine Fakten, das sind Faktenschnipsel, die zurechtgebogen werden, um die eigene Argumentation zu stützen.

      Fakten, sprich fundierte, belegte, objektiv analysierte Fakten, sehen anders aus...

      Die SVP ist nicht die einzige in diesem Spiel, aber der rücksichtsloseste und leider dahingehend professionellste Spieler.
      19 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 23.02.2016 11:29
      2 5 Melden
    • E. Edward Grey 23.02.2016 12:59
      Highlight @hitz: die Statistik sagt leider nicht wieviele der Ausländer im Knast auch einen Wohnort und Aufenthaltsbewilligung haben. Aber grob überschlagen deckt sich die Statistik der Sendung Arena des SRF mit diesen Zahlen oder nicht?
      5 1 Melden
    • FrancoL 23.02.2016 13:32
      Highlight @Perseus und Bühlmann: was bring das eigentlich wenn Sie beide nicht vergleichbares Material da posten oder erwähnen? mehr als ein Durcheinander kaum.
      5 3 Melden
    • Perseus 23.02.2016 13:55
      Highlight Man kann die Augen auch komplett zu machen, trotzdem ändert sich nichts daran das Ausländer den Grossteil von Verbrechen verüben
      2 14 Melden
    • FrancoL 23.02.2016 14:43
      Highlight @Perseus; wenn man argumentiert dann sollte man die Zahlen auch so verwenden wie sie von den Behörden vorliegen. Also zb 71% der Inhaftierten sind Ausländer, nicht unterschieden ob Kriminaltouristen oder Ausländer mit Wohnsitz in der Schweiz.
      Der Anteil Ausländer mit Wohnsitz CH in den Haftanstalten dürfte ca bei 40-50% der Haftinsassen liegen.
      1 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 23.02.2016 16:07
      Highlight Grey: In der Bfs-Statistik ist das nicht erwähnt, meines Wissens gibt es auch keine verlässliche Statistik, die darüber Auskunft gäbe, auch wenn natürlich beide politische Lager jeweils für ihre Zwecke Behauptungen aufstellen. Ich wollte nur Bühlmanns lustiger Kuchengrafik eine Statistik gegenüberstellen, die man ebenso tendenziös lesen kann, wenn man Lust hat, denn dieses Diagramm ist im Grunde völlig Aussagelos.
      2 2 Melden
    • Duweisches 23.02.2016 17:41
      Highlight @perseus:
      "Ja und wie viele von den restlichen % sind "vorläufig aufgenommende"? Wahrscheinlich die Mehrheit!"

      Gegen diese vorläufig aufgenommen bringt die DSI aber nichts, da diese auch mit Ausschaffungsurteil nicht abgeschoben werden können. Für etwas wurden sie ja aufgenommen, nämlich weil im Heimatland Verfolgung, Folter oder Krieg droht.
      Dieses Argument zieht deshalb nicht...
      6 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 23.02.2016 08:42
    Highlight Ein hartes Pflaster.
    45 3 Melden
  • FrancoL 23.02.2016 08:39
    Highlight In derart abgeschlossenen Gegenden entwickelt sich (zu)vieles viel langsamer.
    68 14 Melden
  • Human 23.02.2016 08:32
    Highlight Ich bin nicht Ausländerfeindlich, ich will nur keine Ausländer hier haben! Ausserdem haben die ja auch schon 12... hoffentlich sind das alles Europäer! Nicht das die mit ihrer fremden Kultur kommen und Ausländisch sprechen das wäre furchtbar!

    Achtung Sarkasmus ...
    97 26 Melden
  • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 23.02.2016 08:15
    Highlight Und nach Wochen der Aufklärung über diese Schandinitiative gibt es immer noch Menschen in der Schweiz, die das Gefühl haben, dass diese Initiative auf kriminelle Ausländer zielt... Das hatten wir... Vor fast 6 Jahren... Ist angenommen worden... Wird angewendet werden... Die Leute sollten eigentlich schockiert sein, dass wir im Begriff sind, unser Rechtsystem massiv zu beschneiden. Aber nein, die Menschen in Böbikon interessieren sich nur dafür, dass nichts Fremdes in Ihr Dörfchen kommt, man könnte ja noch etwas Neues lernen...
    161 21 Melden
    • Charlie Brown 23.02.2016 09:52
      Highlight Böbikon ist überall...
      49 2 Melden
    • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 23.02.2016 10:01
      Highlight Das ist wahr.
      21 1 Melden
  • Ignorans 23.02.2016 08:09
    Highlight ??? Beschäftigt euch doch mal mit was anderem... Z.B. mit dem sinnfreien Tunnelprojekt.
    36 67 Melden
    • Duweisches 23.02.2016 10:25
      Highlight Man kann sich auch mit mehreren Dingen beschäftigen.
      Die DSI wird vor allem deswegen überwiegend behandelt, weil es eine reelle Gefahr für ca. 20% der Einwohner dieses Landes ist.
      22 5 Melden
    • mamina 23.02.2016 10:32
      Highlight Dieses ist sowieso abzulehnen, da unausgereift, zu teuer. Zweck vom Tunnelprojekt ist es die Bau-lobby mit unseren Steuergeldern zu finanzieren.
      Langsam genügt diese Geldverteilung und diese unnötigen Projekte.
      Die kommenden Jahre werden hart genug und das Geld können wir sehr gut für wichtigeres gebrauchen.
      Das Thema Gotthard wird stillschweigend aus den Medien verbannt um ein Ja zu fördern (denke ich).
      19 3 Melden
    • Duweisches 23.02.2016 12:22
      Highlight Nun, Doris Leuthard hat einfach das Gefühl, dass sie der Autolobby nach dem Neat, der (gescheiterten) Erhöhung der Vignette und diversen Erhöhungen von Steuern nun etwas "schuldet"...
      Das ist ihr Projekt, um ein wenig Frieden zu stiften, damit die Autolobby nicht nur motzen kann... 🙄
      2 1 Melden
    • Patrick Felder 23.02.2016 13:00
      Highlight Die CVP-Initiative stellt für knapp 11% eine ernsthafte und für weitere 85% eine kleine Bedrohung dar. Das die abscheuliche DSI diskutiert wird, ist sehr wichtig. Nur treten die anderen Probleme dabei wirklich komplett in den Hintergrund.
      3 3 Melden
  • Olaf44512 23.02.2016 07:49
    Highlight Immer wieder spannend dass die Orte die an wenigsten Ausländer haben das grösste Problem mit Ausländern haben.
    173 14 Melden
    • andersen 23.02.2016 10:09
      Highlight @Olaf 44512

      Ja, aber das ist ein altes Phänomen, die es nicht nur in der Schweiz gibt.

      Der einfache Rezept von Rechtspopurlisten ist:

      Ausländer raus und dann haben wir die heile Welt.

      Solche Initiative, wo sie Vorbehalte und Ängste schüren, funktioniert auf der Land.
      In die Städten, wo es die meiste Ausländer gibt, hat die Menschen dieser Ängste nicht.
      Das ist interessant, aber der DSI geht nicht nur um die Ausländer, sondern um viel mehr:
      Um der Rechtsstaat.
      Das merken die Leute, die Nein gesagt haben.

      21 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 23.02.2016 11:34
      Highlight Dieses Argument ist mittlerweile abegenutzt. Es gibt in der Schweiz diverse Verkehrsmittel, die es auch einem Böbikoner erlauben, in eine Stadt zu gehen und auch wenn das für einen Watson-Kommentator unglaublich erscheint, kann es durchaus sein, dass dem Böbikoner nicht gefällt, was er dort sieht.
      Anstatt die eigenen Vorurteile ständig zu nähren und bedienen, sollte man sich besser auf Sachliches konzentrieren, wenn man ein politisches Anliegen hat.
      4 9 Melden
    • saukaibli 23.02.2016 13:32
      Highlight Ist doch klar, denn da wo es viele Ausländer hat, kann man den Leuten keine Angst mehr machen vor ihnen. Denn jeder, der in seinem Umfeld viele Ausländer hat, merkt dass diese genau so anständige oder unanständige Menschen sind wie Schweizer auch.
      5 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 23.02.2016 16:13
      Highlight Saukaibli, das heisst also, dass sich Böbikoner nie irgendwo bewegen würden, wo es viele Ausländer hat, also z.B. keiner von dort in Zürich oder Baden arbeitet. Die Argumentationslinie mit "dort wo es keine Ausländer hat, sind alle etc...." würde, wenn es in Böblingen plötzlich 1000 Ausländer hätte, so weitergeführt "Aber in Eurem Haus hat es ja keine Ausländer", dann mit "Aber im Schlafzimmer hat es ja keine..." und immer so weiter. Unsaubere Argumentation.
      1 2 Melden
  • Zeit_Genosse 23.02.2016 07:38
    Highlight Paradox: Da wo das Potenzial straffälliger Ausländer gering ist, ist man tendenziell für die DSI (wie man auch für die MSI war), während da wo es viele Ausländer mit Straffälligkeitspotenzial hat, sich eher ein umgekehrtes Bild zeigt. Da beisst sich die direkte Demokratie für "den einfachen Bürger", weil die Initiativen schwer in ihrer Auswirkung zu beurteilen sind und damit an der Urne Bauchentscheide gefällt werden. Ob man ein Land mit dem Bauch besser steuern kann als mit dem Kopf? Hand aufs Herz.
    104 11 Melden
    • gecko25 23.02.2016 09:04
      Highlight lieber nur mit dem Bauch, wenn im Kopf nur Jauche steckt
      9 2 Melden
    • andersen 23.02.2016 10:19
      Highlight Der SVP plant langfristig, es wird immer Leute in der Vordergrund sein, die ein Stallgeruch haben.
      Aber, die Zeiten sind vorbei, wo es nur der homogene Welt gibt.
      Es lebe die Vielfalt.

      Selbst beim Heiraten muss man auch dabei denken.
      7 3 Melden
    • mamina 23.02.2016 10:37
      Highlight @gecko25 Genau, mit diesem Prinzip leben wir ( die Lieben und Netten). Zwar hätte ich es mir nicht erlaubt sowas zu schreiben aber jetzt wo sie es so schön ausdrücken stimme ich ihnen zu und trete für ein NEIN ein.
      6 1 Melden

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