Schweiz
An elderly couple sitting on a bench at a lake near "Morteratsch" above the village of Pontresina in the canton of Grisons' Upper Engadine Valley, Switzerland, pictured on August 16, 2011. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Ein Rentnerpaar sitzt am 16. August 2011 auf einer Bank an einem See bei Morteratsch oberhalb Pontresina im Oberengadin. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Bild: KEYSTONE

Avenir Suisse

Rentner sollen künftig Alterspflege vorfinanzieren

Die liberale Denkfabrik Avenir Suisse hat eine Studie veröffentlicht und fordert Änderungen in der Altersfinanzierung. Das heutige System bestrafe das Sparen und förderte den Konsum, kritisiert sie.

10.07.14, 12:29 10.07.14, 15:40

Wer heute beim Pflegeheimeintritt noch Kapital besitze, müsse selber für seinen Aufenthalt zahlen; wer nicht, werde vom Kollektiv mit Ergänzungsleistungen unterstützt. Die Organisation schlägt in der am Donnerstag präsentierten Studie «Generationen-Ungerechtigkeit überwinden» vor, diese Fehlanreize durch ein persönliches, obligatorisches Sparen ab dem 55. Altersjahr zu beseitigen. 

Das angesparte Kapital wäre gemäss Vorschlag bei Bedarf für alle Pflegeleistungen einsetzbar, ambulant wie stationär, je nach Präferenzen und Ressourcen im Familienumfeld. Die nicht verwendeten Mittel können im Todesfall vererbt werden, um auch die Unterstützung der Angehörigen zu fördern und zu honorieren, wie es hiess.

Höheres Rentenalter auch Forderung der Studie

Die Versicherungspflicht erst ab dem 55. Lebensjahr entlaste die jüngeren Generationen, erklärte Studienleiter Jérôme Cosandey an einem Mediengespräch. Die Studie enthält einen Strauss weiterer, teils alt bekannter Forderungen wie höhere Rentenalter, flexibleren BVG-Umwandlungssatz und bessere Arbeitsmöglichkeiten für Frauen und Menschen ab 50 Jahren.

Avenir Suisse würde auch eine Schuldenbremse bei der AHV einführen. Es gehe aber nicht einfach um Jung gegen Alt. Um einen Kollaps des Generationenvertrages zu verhindern, seien aber Revisionen nötig, sagte Cosandey. Schliesslich würden heute die Babyboomer pensioniert und in 20 Jahren zum Teil pflegebedürftig. Es fehlten finanzielle und menschliche Ressourcen für sie. (pma/sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Kari Metzger 11.07.2014 10:04
    Highlight Die gleichen Kreise lamentieren gegen eine Einheitskrankenkasse, eine weitere staatliche Zwangsabgabe, die den Geld- und Versicherungshyänen weitere Milliardengewinne einbringt, wird hingegen gefordert, sie widersprechen sich selber, die Geldgierigen Bürgerlichen Interessenvertreter!
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  • Gelöschter Benutzer 10.07.2014 23:42
    Highlight Keine Chance an der Urne. Deshalb: Locker bleiben. Die Avenir Suisse macht schliesslich keine Gesetze
    1 0 Melden
  • MediaEye 10.07.2014 16:11
    Highlight Ein weiterer typischer Furz dieser neoliberalen, konservativen Sesselfurzer in ihrem Elfenbeinturm!

    Hier geht es einzig und allein um einen weiteren Angriff auf das private Vermögen der bisherigen Sparer und Einzahler in die Rentenversicherung!

    Das sind Taschenspielertricks just jener Kreise, welche in der Vergangenheit die Einrichtung einer Pflegeversicherung massiv verhindert haben !!!!!!!!

    Lasst euch also keinen Bären aufbinden und das Fell über die Ohren ziehen!!!!!
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  • SeKu 10.07.2014 15:46
    Highlight Genau, dann müssen alle in einen grossen Topf, welcher so gut wie nicht verzinst wird, einzahlen. Und die Geldverwalter und ihre Freunde ziehen Milliarden an "Verwaltungsgebühren" und "Beratungsgebühren" ab. Kommt mir doch bekannt vor... Achja, genau gleich wie bei der 1., 2. und dritten Säule.
    Also nur ein weiterer, typisch bürgerlicher "zock-den-einfachen-Bürger-ab" Vorschlag, welcher sich wiedermal als "liberal" tarnt.
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  • Romeo 10.07.2014 14:40
    Highlight Die sollen lieber die Erfahrung älterer Arbeitnehmer besser nutzen. Da geht sehr viel know how verloren.
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  • Gelöschter Benutzer 10.07.2014 13:34
    Highlight Solche Forderungen sind gut und recht - zum Teil sind sie aber reine Theorie. Beispielsweise bessere Arbeitsmöglichkeiten für Frauen und Menschen ab 50 Jahren. Sagen Sie das den Arbeitgeber, die keine Leute über 50/55 mehr einstellen, die 20jährige mit "30jähriger Erfahrung!" suchen.
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