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Iran-Ticker: Trump kündigt Spitzentreffen zwischen Israel und Libanon an

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Trump kündigt Spitzentreffen zwischen Israel und Libanon an + UN geben 10 Millionen frei

12.04.2026, 05:4616.04.2026, 06:27
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6:22
Trump kündigt Spitzentreffen zwischen Israel und Libanon an
Israel und der Libanon werden nach Angaben von US-Präsident Donald Trump heute zu Gesprächen auf höchster Ebene zusammenkommen. Die «Anführer» beider Nachbarländer hätten seit langem nicht mehr miteinander gesprochen, bestimmt 34 Jahre, schrieb der Republikaner am Mittwochabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social und fügte hinzu: «Morgen (Donnerstag) wird es passieren. Fein!» Hintergrund ist der andauernde Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz.

Wen genau Trump mit den Anführern beider Länder meint, geht aus seinem Post nicht hervor. Libanons Ministerpräsident ist Nawaf Salam, sein israelischer Kollege ist Benjamin Netanjahu. Die Präsidenten beider Länder heissen Joseph Aoun und Izchak Herzog. Es gehe darum, zu versuchen, «etwas Luft zwischen Israel und dem Libanon zu schaffen», schrieb Trump. Vertreter beider Staaten waren bereits am Dienstagabend in Washington erstmals seit Jahrzehnten zu direkten Gesprächen auf politischer Ebene zusammengekommen.

Man führe Verhandlungen mit dem Libanon, sagte Israels Regierungschef Netanjahu laut Angaben seines Büros vom Mittwochabend. Dabei gehe es um zwei zentrale Ziele, erklärte der Ministerpräsident: Die Entwaffnung der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz «und zweitens einen dauerhaften Frieden. Frieden durch Stärke.» Die libanesische Regierung, die keine Partei in dem andauernden Krieg zwischen Israel und der Hisbollah ist, will eine Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem Süden Libanons erreichen.

Das israelische Sicherheitskabinett wollte laut Medienberichten am selben Abend über eine Waffenruhe beraten, die Sitzung sei aber ohne Beschluss beendet worden, schrieb «Axios»-Reporter Barak Ravid auf der Plattform X. (sda/dpa)

4:24
Netanjahu: Sicherheitszone im Libanon wird ausgeweitet
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu lässt im Kampf gegen die libanesische Hisbollah-Miliz eine Sicherheitszone im nördlichen Nachbarland ausweiten. Er habe die israelischen Streitkräfte angewiesen, die Sicherheitszone im Süden des Libanons weiter auszudehnen, sagte Netanjahu laut einer Mitteilung seines Büros. Parallel dazu führe man Verhandlungen mit dem Libanon. Das israelische Sicherheitskabinett wollte laut Medien am Mittwochabend über eine Waffenruhe beraten. Die Sitzung sei aber ohne Beschluss beendet worden, schrieb «Axios»-Reporter Barak Ravid auf X.

Erstmals seit Jahrzehnten waren am Dienstagabend in Washington israelische und libanesische Vertreter zu direkten Gesprächen auf politischer Ebene zusammengekommen. Die Verhandlungen mit dem Libanon verfolgten zwei zentrale Ziele, erklärte Netanjahu laut seines Büros vom Mittwochabend: Die Entwaffnung der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz «und zweitens einen dauerhaften Frieden. Frieden durch Stärke.» Die libanesische Regierung, die keine Partei im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah ist, will eine Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem Süden Libanons erreichen.

Am Mittwoch hatten sich Israels Militär und die Hisbollah erneut gegenseitig beschossen. Die Sicherheitszone im Südlibanon solle auch ostwärts bis zu den Hängen des Berges Hermon erweitert werden, «damit wir unseren drusischen Brüdern in ihrer Notlage besser beistehen können», erklärte Netanjahu weiter. Die religiöse Minderheit der Drusen in Syrien gilt als Verbündete Israels. Das Bergmassiv des Hermon erstreckt sich entlang der syrisch-libanesischen Grenze. Im Süden endet es auf den von Israel annektierten Golanhöhen. (sda/dpa)

22:08
Neue Iran-Sanktionen: «Finanzielles Äquivalent zu Bombenangriffen»
Angesichts der festgefahrenen Situation zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hat die US-Regierung der Führung in Teheran mit weiteren Sanktionen gedroht. So könnten beispielsweise Strafmassnahmen gegen Unternehmen und Länder verhängt werden, die weiterhin iranisches Öl kaufen oder iranische Vermögenswerte verwalten, sagte US-Finanzminister Scott Bessent. «Die Iraner sollten wissen, dass dies das finanzielle Äquivalent zu den Bombenangriffen ist.»

Die USA haben bereits eine ganze Reihe von Sanktionen gegen den Iran und die politische Führung in Teheran verhängt. Nach den iranischen Angriffen auf Nachbarländer seien nun auch die Golfstaaten stärker als bisher dazu bereit, die Sanktionen gegen den Iran zu unterstützen und die Finanzströme zu stoppen, sagte Bessent. (sda/dpa)
21:13
Iran: 26 Millionen Menschen melden sich für Kriegsdienst
Trotz einer Waffenruhe melden sich nach Angaben des staatlichen Senders Irib immer mehr Iraner freiwillig für den Kriegsdienst. Demnach sollen sich mehr als 26 Millionen Menschen für die Kampagne «Leben opfern» registriert haben. Eine unabhängige Überprüfung dieser Angaben ist derzeit nicht möglich. Im Iran leben rund 90 Millionen Menschen.

Beobachter weisen darauf hin, dass die Führung in Teheran den im Land entstandenen Nationalismus seit Beginn des Konflikts mit den USA und Israel zunehmend für Propaganda nutzt.

Laut Staatsfunk sollen die Freiwilligen zusätzlich zu den Truppen der Revolutionsgarden und der Armee eingesetzt werden. Zudem sind Menschenketten zum Schutz möglicher Angriffsziele geplant.

Zu den Registrierten sollen Irib zufolge auch Präsident Massud Peseschkian, die meisten seiner Minister sowie zahlreiche Amtsträger, Sportler und Künstler gehören. Auch der derzeit einflussreiche Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat sich registrieren lassen. (sda/dpa)
20:09
UN geben zehn Millionen Euro für Iran-Notfallhilfe frei
Die Vereinten Nationen (UN) stellen Notfallhilfe für die vom Krieg betroffene Bevölkerung im Iran bereit. Er habe umgerechnet gut zehn Millionen Euro aus dem Globalen Notfallfonds der UN zugeteilt, erklärte Nothilfekoordinator Tom Fletcher. Tausende Zivilisten seien getötet, Infrastruktur zerstört und lebenswichtige Dienste unterbrochen worden. «Diese Finanzierung wird unseren Partnern helfen, lebensrettende Hilfe im grossen Massstab zu leisten», meinte er.

Schon vor Wochen hatte Fletcher vor den Folgen des Iran-Kriegs für dringend hilfsbedürftige Menschen gewarnt. Millionen Menschen seien in Gefahr. Humanitäre Hilfsgüter erreichten das Land wegen der Zerstörung und Behinderung von Verkehrswegen nur verzögert. Lebensmittel, Medikamente, Düngemittel und andere Hilfsgüter liessen sich schwerer transportieren und ihre Lieferung werde teurer.

Auch der Norwegische Flüchtlingsrats (NRC) hatte kürzlich vor einer dramatischen Verschlechterung der humanitären Lage im Iran gewarnt. Mehr als drei Millionen Menschen seien im Land auf der Flucht, das Land sei riesig und der Hilfsbedarf wachse rasant. Je länger der Konflikt andauere, desto stärker würden alle Lebensbereiche beeinträchtigt: öffentliche Dienste brächen zusammen, Versorgungswege würden unterbrochen, Geschäfte schlössen oder würden zerstört, und die Hilfsarbeit werde immer schwieriger. (sda/dpa)
13:07
Iran droht wegen Seeblockade mit Angriffen
Irans Militärführung hat angesichts der US-Seeblockade mit einer Wiederaufnahme von Angriffen gedroht.

Sollte die Blockade die Sicherheit von iranischen Handelsschiffen und Öltankern bedrohen, werde sie einen Bruch der Waffenruhe einleiten
, hiess es in einer Mitteilung der Militärführung, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete.

Die Seeblockade durch das US-Militär begann am Montag. Vorgesehen ist, Schiffe zu blockieren, die einen iranischen Hafen anlaufen oder von dort kommen. Dies schliesse iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein, teilte das US-Militär mit. Die Durchfahrt durch die Strasse von Hormus ohne iranischen Start- oder Zielhafen bleibe davon unberührt.

Als mögliche Konsequenzen auf einen Bruch der Waffenruhe nannte die Militärführung auch eine Blockade im Roten Meer, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Konkret könnte die mit Teheran verbündete Huthi-Miliz im Jemen den Schiffverkehr in der Meerenge Bab al-Mandab mit Drohungen und Angriffen blockieren. Sie verbindet über den Suezkanal Europa mit Asien und gehört zu den wichtigsten Routen für den Handel auf See.


Nach vorerst gescheiterten diplomatischen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad hatte US-Präsident Donald Trump am Sonntag die Seeblockade angekündigt. Trump will verhindern, dass Teheran Gebühren von Reedereien für die Passage durch die Meerenge erhebt, und zugleich die Öleinnahmen des Landes treffen. (sda/dpa)
11:29
USA verlegen 6000 weitere Soldaten und Flugzeugträger in den Nahen Osten
Die USA verlegen laut einem Bericht der «Washington Post» 6000 weitere Soldaten in den Nahen Osten. Zudem werde der Flugzeugträger USS George H. W. Bush mit seiner Eskorte in die Region entsandt. Derzeit sind dort laut dem Bericht rund 50'000 US-Soldaten stationiert.

Die aktuelle Waffenruhe zwischen den USA, Israel und dem Iran läuft am 22. April aus. (hkl)
10:58
Pakistans Premier reist zu Vermittlern
Inmitten von Spekulationen über weitere Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten in Islamabad bricht Pakistans Premier zu einer mehrtägigen Reise in andere Vermittlerstaaten auf.

Premierminister Shehbaz Sharif reise nach Saudi-Arabien, Katar und in die Türkei, hiess es in einer Mitteilung des Aussenministeriums.


Die viertägige Reise beginne an diesem Mittwoch in Saudi-Arabien mit bilateralen Gesprächen. Auch in Katar seien Gespräche geplant. In der Türkei will Sharif am fünften Diplomatieforum von Antalya teilnehmen und sich mit Präsident Recep Tayyip Erdogan sowie anderen Staatschefs treffen. Saudi-Arabien, Katar und die Türkei sind in den Vermittlungen zwischen den Kriegsparteien eingebunden. (sda/dpa)

Mehr zu Shehbaz Sharif:
9:16
Medien: Bombenanschlag in Teheran
In der iranischen Hauptstadt Teheran ist Berichten zufolge erstmals seit Kriegsbeginn ein Bombenanschlag verübt worden.

Bei zwei Explosionen im Stadtzentrum seien drei Menschen verletzt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Es handelte sich demnach um improvisierte Sprengsätze. Häuser in der Umgebung seien beschädigt worden.

Die Lage sei unter Kontrolle, sagte ein lokaler Kommandeur der Revolutionsgarden in einer Videoansprache, die das Onlineportal «Rouydad24» verbreitete. Für den Anschlag machte er «Vaterlandsverräter» verantwortlich.

Die genauen Umstände der Explosionen waren zunächst unklar. Iranischen Medien zufolge soll es sich um Sprengsätze auf Gasbasis gehandelt haben. Bislang hat keine Gruppe den Anschlag für sich reklamiert.

Auch in den sozialen Medien wurde über Explosionen in Teheran berichtet. Dem bekannten Netzaktivisten Vahid zufolge ereigneten sie sich im Stadtzentrum und hätten auch zwei Autos beschädigt. (sda/dpa)
  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen und Drohnen gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Mojtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Die USA geben unterschiedliche Kriegsziele und Rechtfertigungen an – von der Zerstörung des iranischen Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel.
  • Am 8. April einigten sich die Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe, die auch die Öffnung der Strasse von Hormus beinhaltet. Die Waffenruhe ist bisher höchst fragil, insbesondere da es unterschiedliche Ansichten bezüglich des Einbezugs von Libanon in die Waffenruhe gibt.

Angriffe Iran

Angriffe USA und Israel

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Iran-Proteste 2026
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Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

quelle: keystone
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USA und Israel greifen Iran an – Das sagt Trump
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723 Kommentare
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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