Schweiz
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Kathrin Bertschy, Nationalraetin GLP-BE, spricht waehrend der Medienkonferenz

«Das Parlament debattiert lieber über Wölfe, die ein paar Schafe gerissen haben», kritisiert Kathrin Bertschy, Co-Präsidentin Alliance F. Bild: KEYSTONE

#SchweizerAufschrei: «Für viele Männer ist es unangenehm, Macht mit Frauen zu teilen»

Kathrin Bertschy erklärt, weshalb das Parlament mehr über Wölfe als Frauenthemen debattiert. Sie hofft, dass das Trump-Video dies nun ändert.

Doris Kleck / Nordwestschweiz



Die Schweiz schreit auf. Was sind die Ursachen für den Sexismus?
Kathrin Bertschy: Wir haben nach wie vor eine unterschwellige patriarchale Kultur, wo Anliegen und Rechte der Frauen verniedlicht, verharmlost oder gar tabuisiert werden. Das ist der Nährboden für den Sexismus, der derzeit diskutiert wird.

Frauenrechte würden verharmlost. Nennen Sie uns ein Beispiel.
Alle zwei Wochen wird in der Schweiz eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Wir reden kaum über diese Gewalttaten. Und wenn es in den Medien zum Thema wird, dann ist nicht die Rede von Mord, sondern von Familiendramen. Damit wird suggeriert, dass die Frau eine Mitschuld an ihrem Tod hat. Dabei wurde sie getötet, weil ein Mann nicht akzeptieren wollte, dass seine Frau ihm nicht gehorcht. Doch darüber redet die Politik nicht. Das Parlament debattiert lieber über Wölfe, die ein paar Schafe gerissen haben.

Frauenthemen schaffen es nicht auf die politische Agenda?Genau. Nehmen wir die Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau: Der Nationalrat wollte das Thema aus der Legislaturplanung streichen. Das Parlament will sich erst gar nicht damit befassen, denn sonst müsste man sich eingestehen, dass es das Problem gibt. Für viele Männer ist es unangenehm, Macht und Einfluss mit Frauen zu teilen. Sie wollen lieber ihr Kumpaneisystem aufrechterhalten, als eine Kultur schaffen, wo Leistung belohnt wird. Solch ein Wandel macht nicht allen, aber vielen Männern Angst.

«Das Parlament debattiert lieber über Wölfe, die ein paar Schafe gerissen haben.»

Kathrin Bertschy

Welche Themen müsste man diskutieren?
In vielen Bereichen wird die klassische Rollenteilung zwischen Mann und Frau nach wie vor gefördert. In den Sozialversicherungen gibt es Mechanismen, die dazu führen, dass Frauen weniger Einkommen und Vermögen anhäufen können. Oder nehmen wir den Elternurlaub: Das Parlament hat einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub abgelehnt und über den Elternurlaub will es nicht reden. Doch wenn wir das nicht thematisieren, dann berauben wir uns der Chance, Modelle zu finden, die nicht zwingend mehr kosten als der aktuelle Mutterschaftsurlaub und vor allem mehr nützen. Frauen verdienen auch deshalb weniger, weil Arbeitgeber davon ausgehen, dass sie früher oder später wegen einer Mutterschaft ausfallen. Ein Elternurlaub könnte dem entgegenwirken, doch solche Debatten will niemand führen.

Die Frage ist doch, was ist privat und wo muss der Staat eingreifen.
In der Schweiz wird immer vorgeschoben, der Staat solle sich nicht einmischen. Häusliche Gewalt? Das Schlafzimmer ist privat. Vereinbarkeit von Beruf und Familie? Kinder sind Privatsache. Das ist doch nicht richtig, es betrifft uns als Gesellschaft. So wird eine patriarchale Kultur fortgeführt, die Rollenbilder werden reproduziert. In anderen Ländern ist man fortschrittlicher.

Weshalb sind andere Länder weiter?
In anderen Staaten übernimmt die Regierung ihre Verantwortung. David Cameron etwa setzte sich in Grossbritannien für die Lohngleichheit ein, Barack Obama in den USA. Der Bundesrat setzt sich nicht für Frauenanliegen ein, wenn, dann überlässt er es den Bundesrätinnen. Beispiel Lohngleichheit: Simonetta Sommaruga hat Vorschläge gemacht und wurde dafür sofort angegriffen. Doch auch Alain Berset, er ist nämlich für die Gleichstellung verantwortlich, oder Johann Schneider-Ammann, er ist für die Fachkräfteinitiative verantwortlich, könnten sich des Themas stärker annehmen.

Ist es ein Problem, dass es keinen bürgerlichen Feminismus gibt?
Ja, die bürgerlichen Parteien sind in Frauenfragen nicht liberal, sondern konservativ. Wer Frauenanliegen vertritt, wird schnell in eine linke Feministinnenecke gedrängt und als unglaubwürdig dargestellt.

Schadet Ihnen Ihr politisches Engagement für Frauenthemen?
Ich überlege mir das nicht, da ich mein Engagement für richtig halte. Doch ich höre von Politikerinnen, denen geraten wird, Frauenthemen sein zu lassen, wenn sie Karriere machen möchten.

Video von Donald Trump mit vulgären Äusserungen

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Video: YouTube/The Daily Sh*t

Was wird vom #SchweizerAufschrei bleiben?
Ich finde es schade, dass es ein derart beschämendes Video von Donald Trump braucht, damit wir in der Schweiz über Sexismus und die Ursachen reden. Doch ich hoffe, dass wir nun eine Diskussion über Frauenanliegen führen können. Vielleicht hilft uns die Burkadebatte, welche die Rechte so gerne führt. Dabei geht es nämlich nicht nur um Kleidervorschriften, sondern auch um Frauenrechte.​

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    Alle Leser-Kommentare
  • Klischee 18.10.2016 14:01
    Highlight Highlight Diese Diskussion ist so schwachsinnig!

    Es wird immer von einer Lohndifferenz erzählt, doch beweise liegen meistens nur ganz schwammig vor. Der einte Bericht hat Teilzeitlöhne mit Vollzeitlöhnen verglichen. mol Bravo! Wenn Frauen für weniger Geld arbeiten, warum stellen dann die Firmen nicht nur Frauen ein???

    Wegen den Morden? WTF?!? Was sind das für Zahlen? kurze Recherche aus dem Netz (Quelle Wikipedia)

    46 Morde in 2011, alle 2 Wochen ein Mord? okok... Alles klar ;) Aber wehe man sagt etwas man ist gleich ein Sexist! Es reicht mit dem Schmarren. Bitte nur noch wahre Fakten! Danke
    • Klischee 18.10.2016 14:08
      Highlight Highlight Ausserdem, wenn eine Frau von Mann geschlagen wird, wird dieser Mann gehated. Man beleidigt denn Mann und er wird von unserer Gesellschaft ausgegrenzt.

      Wenn das häusliche Gewalt von einer Frau ausgeübt wird, trauen sich die Männer meistens nicht mal so einen Vorfall zu melden. Falls sie es doch tun, werden sie von Kollegen verspotet und Ihnen glaub auch fast Keiner.

      Bei Vergewaltigungsvorwürfen ist das ein ganz ähnliches Bild.

      Es ist geht nicht mehr um Gleichberechtigung sondern sich einen Wirtschaftlichen Vorteil zu erlangen.
    • Klischee 18.10.2016 14:12
      Highlight Highlight Ebenfalls werden Frauen grundsätzlich in höheren Position bevorzugt. Es gibt einfach viel weniger die sich Bewerben...

      Dieser Trend ist vorallem in den USA zusehen, alle Studieren Gender equality. Wenige Frauen machen ein Wirtschaftsstudium mit den benötigten Zusatzqualifikationen. Aber sind ja dann alle verwundert warum es keine Frauen in solchen Positionen gibt.

      Kein Wunder! Sie erzählen ja alle nur von den Problemen, die wenigsten machen was?!?

      Das sollten dann die Männer machen, weil die Frauen sich zu Schade sind?

      Es ist ein gutes Thema, aber es wird lächerlich behandelt!
  • Eljham 18.10.2016 10:12
    Highlight Highlight Es gibt so viele Orte, wo Männer diskriminiert werden. Jetzt brauchts erstmal da Korrekturen (Militärdienst, AHV-Alter, Sorgerecht etc), bevor die Cüpli-Feministinnen weiter Zugeständnisse erhalten.
  • rodolofo 17.10.2016 22:36
    Highlight Highlight Wenn es den Männern unangenehm ist, die Macht mit Euch zu teilen, dann nehmt doch einfach die ganze Macht!
    • Hirnwinde 18.10.2016 01:30
      Highlight Highlight Die Männer?
    • rodolofo 18.10.2016 08:11
      Highlight Highlight Ich meinte natürlich die Frauen.
      Männer an der Macht haben auf der ganzen Linie versagt.
      Meine Erfahrungen mit Frauen an der Macht sind allerdings auch nicht besser.
      Vielleicht liegt es ja an der Macht...
    • Hirnwinde 18.10.2016 09:14
      Highlight Highlight @Rodolofo:
      Der Punkt ist doch ein ganz anderer.
      Die allermeisten Männer und allermeisten Frauen sind machtlos.
      Die Macht liegt in den wenigen Händen der allerreichsten Frauen und Männer.
      Geschlechterkampfdebatten sind unterhaltsam. Sie lenken so wirksam ab von den wahren Misständen und den wahren Missetätern.
  • Bruno Wüthrich 17.10.2016 19:08
    Highlight Highlight Diese ewige Unzufriedenheit gewisser Frauen ist befremdlich. Immer dieses Genörgel.

    Ich frage mich manchmal, wen diese Feministinnen eigentlich vertreten. Alle Frauen? Wirklich?

    Ich vermute, dass genau da das Problem liegt. Möchte wirklich die Mehrheit der Frauen an den jetzigen Zuständen etwas ändern? Und wenn ja, was (oder wie viel)? Könnte es sein, dass es Frauen gibt), die sich dem zusätzlichen Druck, der bei gewissen Veränderungen entsteht, gar nicht aussetzen möchten?

    Wie sieht es eigentlich mit der Frauensolidarität aus? Stehen sich nicht oft die Frauen gleich selbst im Weg?
    • dä dingsbums 18.10.2016 08:13
      Highlight Highlight Einen Kommentar wie diesen hatte ich im Abstimmungskampf 1971 gelesen. Den Frauen geht es gut, warum etwas ändern?

      OK, Spass beiseite.

      Frau Bertschy nörgelt nicht, sie kritisiert. Diese Wortwahl ist genau die Verniedlichung und Verharmlosung die sie Anspricht.

      Wie viele Frauen in den Kommentarspalten finden es ist alles ganz OK so wie es ist?
      Weniger Lohn für die gleiche Arbeit, kaum Karrierechancen bei gleichem Studium und wenn der Mann zuschlägt ist die Frau auch bisschen schuld, etc.?
      Nicht gerade viele.

      Was wäre so schlimm wenn Frauen die gleichen Chancen, Rechte und Pflichten hätten?
    • Bruno Wüthrich 18.10.2016 09:29
      Highlight Highlight Nein, das wäre nicht schlimm.

      Aber eigentlich sollte es heissen, gleicher Lohn für die gleiche, zu erbringende Leistung (nicht Arbeit). Firmen rechnen, was unter dem Strich für sie herausschaut. Alles andere zählt nicht! Wer die Leistung erbringt, ob Frau oder Mann, darf jedoch keine Rolle spielen. Alles andere muss in der Familie geregelt werden.

      Es ist naiv zu glauben, die Firmen würden ihre Gesamtlohnsummen anheben, um etwas abzugelten, das sie faktisch nicht erhalten. Werden sie zu Änderungen gezwungen, werden die Löhne, die sie auf der einen Seite mehr bezahlen, anderswo eingespart.
    • dä dingsbums 18.10.2016 11:56
      Highlight Highlight "gleicher Lohn für die gleiche, zu erbringende Leistung "

      So sollte es sein.

      Es stimmt aber nicht, dass Firmen nur rechnen. Es sind Menschen und meistens Männer die entscheiden wer angestellt oder befördert wird.
      Gefühlte Nachteile einer Frau (könnte schwanger werden, ist emotionaler, etc) spielen eine ganz grosse Rolle.

      Das Potential von vielen fähigen und gut ausgebildeten Frauen wird nicht ausgeschöpft.

      Es muss sicht etwas ändern und darum ist es gut, dass Frauen protestieren. Das sind keine nörgelnden Emanzen. Das sind Frauen die zu Recht auf eine unbefriedigende Situation hinweisen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Normi 17.10.2016 17:37
    Highlight Highlight Ich habe mal die Fragen auf mich als Man bezogen

    Wie oft wurdest du schon sexistisch angepöbelt oder niedergemacht? Jedes mal wenn ich einer Frau Nein sage kommen Sprüche wie bist nicht gross genug oder bist du schwul oder...

    Wie oft wurdest du schon sexuell belästigt? wen das ungefragte anfassen dazuzählt unzählige male (Tattoos anfassen und mit der Hand weiter gehen)

    Wie oft wurdest du schon vergewaltigt? wen das ausnützen von Rauschzuständen dazu zählt dann 1 mal
    • Failai 17.10.2016 20:57
      Highlight Highlight (1) eben... diese Gesellschaft und ihr Denken stellt auch euch Männer in eine scheiss Position. Ihr profitiert genauso wenig wie die Frauen! Ihr werden in Boxen gesteckt, die vielleicht gar nicht euch entsprechen. Müsst ja genug "männlich" sein, dazu gehört: ja nicht zu emotional, ja nicht zu schwach, es wird erwartet dass ihr immer "sexuell" sein müsst usw. Das hat zur Folge, dass ihr nicht ernst genommen werdet wenn ihr vergewaltigt, sexualisiert oder missbraucht werdet. Und auch als Väter steht ihr im Nachteil. Deshalb brauchen wir ein Umdenken, das Geschlechterrollen aus der Weltschafft!
    • Failai 17.10.2016 20:58
      Highlight Highlight (2) was ja eigentlich der Kerngedanke des (theoretischen) Feminismus ist! Keine Geschlechterrollen, jedes Geschlecht soll gleichgestellt sein in ALLEN Aspekten.
    • Normi 17.10.2016 22:08
      Highlight Highlight Danke für deine worte

      Eigentilch kan man doch sagen:

      Der oder die Täter/in sind Menschen

      Der oder die Opfer Menschen

      Wäre das ein gueter ansatz ?
    Weitere Antworten anzeigen
  • pachnota 17.10.2016 16:08
    Highlight Highlight Was mich an Frauenrechtlerinnen am meisten irritiert ist, dass sie (Alice Schwarzer u. Julia Onken ausgenommen) zum Problem mit Migranten, aus wirklich patriarchalen Strukturen schweigen. Das Thema Frauenrechte und Islam ist für Leute wie Kathrin Bertschy und Co eine Tabuzone.
    Es könnten ja linke Dogmas „geritzt“ werden?
    • Louie König 17.10.2016 17:18
      Highlight Highlight Wieso muss denn das, deiner Meinung nach, thematisiert werden? Es geht um die Schweiz. Darum, dass Frauen hier dieselben Rechte haben, wie Männer. Ich verstehe nicht, wieso der Fokus zu den Migranten gehen soll? Ist es nicht eher sogar sehr heuchlerisch, diesen Menschen Vorschriften machen zu wollen, wenn die Gleichbehandlung bei uns nicht stattfindet? "Vor der eigenen Türe kehren", auch schonmal gehört?
    • Louie König 18.10.2016 07:41
      Highlight Highlight Zaafee, auch wenn du das immer noch anders sehen wirst, ist die Lohngerechtigkeit noch immer das Hauptthema, was Rechte anbelangt. Aber auch der Sexismus, befeuert durch patriarchalische Strukturen in unserer Gesellschaft, ist ein grosses Problem, das, leider, noch ewig bestehen wird. Aber genau die Kreise, die an diesen Problemen nicht arbeiten wollen bzw. diese nicht lösen wollen, wettern immer lauthals über die Unterdrückung der Frau in muslimischen Kulturen. Ist das nicht heuchlerisch? Wieso wird hierzulande nicht mit gleicher Vehemenz für dieses Thema gekämpft?
    • Macke 18.10.2016 08:45
      Highlight Highlight FeministInnen reden nicht speziell über MigrantInnen, da sie genauso sexistisch wie SchweizerInnen sind. Asylbewerbende betatschen Frauen in Köln? Check. Besoffene Militärs belästigen Frauen im Ausgang? Check. Deshalb braucht es keine spezifische Politik für Migranten, sondern eine gegen das Patriarchat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Disclaimer 17.10.2016 16:04
    Highlight Highlight Diskriminierung von Menschen ist schlecht. Egal ob es Frauen betrifft oder eine andere Gruppierung von Menschen. Es ist aber genau so grusig, wenn Frauen ihre Männer nach der Scheidung um ihre Existenz bringen. Nur um ihm eins aus zu wischen.
    Und das schlimmste sind so Gegenbewegungen wie "Quotenregelungen". Ich kann das nachvollziehen aber am Ende sollte doch die Qualifikation zählen und nicht das Geschlecht.
    Und was ich auch sehr schlimm finde, sind Frauen welche eine Vergewaltigung geltend machen obwohl es die gar nicht gab. Das ist Hohn gegenüber allen wirklichen weiblichen Opfern.
    • Macke 18.10.2016 08:51
      Highlight Highlight Wie soll denn deiner Meinung nach die Diskriminierung am Arbeitsplatz aufhören? Die Firmen konnten lange genug freiwillig Frauen fördern. Tun sie nicht. Deshalb die Quoten.
      Wer sind die Richter, die bei der Scheidung deiner Meinung nach benachteiligen? Wer macht die Gesetze? Meist ein Haufen Männer. Aber natürlich, die pöse pöse Frau ist schuld.
      Und, by the way, es gibt impfall wenig falsche Anschuldigungen wegen Vergewaltigung - weil Vergewaltigung es eh kaum vors Gericht schafft. Und weil es der Frau - auch wenn sie ein tatsächlichliches Opfer ist, nichts bringt. Siehe Lohfink.
    • Disclaimer 18.10.2016 12:59
      Highlight Highlight 1. Diskriminiert werden meiner Meinung nach ALLE die sich nicht wehren. Personen mit ausgeprägter feminimer Seite, geben tendenziell schneller auf. Egal ob Mann oder Frau. Das kannst du überall beobachten. Klassisches Beispiel: in der Schlange drängeln.
      2. Die Gesetze sind so ausgelegt, dass die Person welche mehr erwirtschaftet, sollte kein Ehevertrag bestehen, verliert. Das sind nunmal tendenziell die Männer.
      Punkt 3 ist ein zu heikles Thema für mich. Man muss jeden der sagt er sei missbraucht worden sehr ernst nehmen. Wie auch jeden Asylsuchenden auch wenn er ein potenzieller Terrorist ist.
  • pamayer 17.10.2016 13:15
    Highlight Highlight leider genau auf den punkt gebracht: die schweiz hat nach wie vor eine unterschwellig patriarchale kultur.
    mit etwas puderzucker drüber, wie stimmberechtigung und in einigen bereichen lohngleichheit und der abschaffung des 'frölleins', ist es eben nicht getan!
    • Citation Needed 17.10.2016 15:13
      Highlight Highlight Das hoff ich auch!
      :-)
  • Ratchet 17.10.2016 12:49
    Highlight Highlight Soviel ich weiss war #SchweizerAufschrei eine Reaktion auf Geissbühlers Aussagen bezüglich Vergewaltigungen und nicht Trumps Video (was hat er mit der Schweiz zu tun).
    Genau diese Ignoranz bestätigt meine Meinung über solchen Internet-Bewegungen. Ich kann sie nicht ernst nehmen, da die meisten Leute gar wissen, um was es geht, sondern einfach auf den Zug springen und blind mitlaufen. Ein paar halbherzige Likes und Tweets, die immer weniger mit dem eigentlichen Thema zu tun haben und schon entsteht aus einer Diskussion über Vergewaltigungen ein breites digitales Aufschrei gegen Sexismus.
    • Citation Needed 17.10.2016 14:29
      Highlight Highlight Bei der Internet-Bewegung ging es um Alltags-Sexismus, der sich in Geissbühlers Aussagen spiegelte. Dass Bertschy hier Trump nicht ganz korrekt reinbringt (als Auslöser der Debatte, mit Alltags-Sexismus hat er aber auch zu tun) ist ja nicht die Schuld der Internet-Bewegung, sondern eine Verwechslung Bertschys.

      Aber tatsächlich wissen die meisten meistens wirklich nicht, worum es geht! ;-)
    • Ratchet 17.10.2016 16:22
      Highlight Highlight Ursprünglich ging es mal um sexuelle Straftäter, die zu milde davonkommen!
      Schon Geissbühler hat das Thema verfehlt als sie die Schuldfrage thematisierte. Darauf folgte eine chaotische Diskussion, die schlussendlich zu diesem Aufschrei führte, was mehr einer Stammtisch Beschwerde-Runde ähnelt, wo jeder das anspricht, was ihm im Herzen liegt. "Männer sind für den Kondom verantwortlich", "Meine Arbeitskollegen wünschen sich Nacktbilder von mir", "Er hat mich mal am Knie gestreichelt", etc.
      Abgesehen vom Hashtag kaum ein Zusammenhang. So etwas kann ich nicht ernst nehmen.
    • Ratchet 17.10.2016 16:24
      Highlight Highlight Bertschy hier macht nichts anderes: Keine Ahnung um was es geht und auch kein Interesse das herauszufinden, Hauptsache sie kann die Diskussion in ihr politisches Fachgebiet lenken und ein bisschen Werbung für sich selbst als Politikerin machen.
  • Cloudpanther 17.10.2016 12:46
    Highlight Highlight All die Männer* die nun motzen, ja aber ich fühle mich beschuldigt sollten mal eins überlegen. Ja nicht alle Männer* sind böse Täter, aber alle Frauen* sind schonmal Opfer geworden, fragt man eure Kolleg*innen danach, die können euch genug Geschichten erzählen.
    Solange ihr auf solche Artikel kommentiert mit: "aber ich bin ja nett" seit ihr Teil des Problems, niemand sagt, ihr seit Täter, aber dadurch schützt ihr Täter. Evtl. sollt ihr Frauen* in der öffentlichkeit schützen, schreitet ein, wenn ihr sieht dass eine Frau* bedrängt wird, seit für Frauen* da wenn was passiert ist.
    • Ivan der Schreckliche 17.10.2016 12:54
      Highlight Highlight Es gibt auch gewalttätige Frauen, imfall.
    • Maett 17.10.2016 15:02
      Highlight Highlight @Cloudpanther: einen Meteoriten-Zusammenstoss live miterlebt, oder was sollen die Sterne?
    • Macke 18.10.2016 08:57
      Highlight Highlight Ja, Ivan, gibt es.
      1) Es gibt viel weniger Gewalttäterinnen als Gewalttäter, ausgenommen beim Menschenhandel. Guck mal beim Bundesamt für Statistik.

      2)Das ist hier nicht das Thema.
  • Asmodeus 17.10.2016 12:38
    Highlight Highlight Eigentlich ein gutes Interview ausser diesem Teil:

    "Damit wird suggeriert, dass die Frau eine Mitschuld an ihrem Tod hat. Dabei wurde sie getötet, weil ein Mann nicht akzeptieren wollte, dass seine Frau ihm nicht gehorcht"

    Hiermit verallgemeinert die Dame und tut genau das, was sie der Gegenseite vorwirft.
    Ein Mord innerhalb der Familie ist IMMER ein Drama. Und nicht immer ist es einfach damit zu erklären, dass der Mann Kontrollsüchtig war.

    Manchmal gehen einem solchen Drama Jahre psychologischer Unterdrückung voraus. Anstatt die Schuldigen zu suchen, sollte man versuchen sie zu verhindern.
  • Ivan der Schreckliche 17.10.2016 12:35
    Highlight Highlight Was auch komplett lächerlich ist, dass mit dem Wort "Familiendrama" der Frau eine Teilschuld impliziert werden soll. Geht ja mal gar nicht.
  • Toerpe Zwerg 17.10.2016 12:13
    Highlight Highlight "Für viele Männer ist es unangenehm, Macht und Einfluss mit Frauen zu teilen. Sie wollen lieber ihr Kumpaneisystem aufrechterhalten, als eine Kultur schaffen, wo Leistung belohnt wird."

    Pardon, aber auch das ist Sexismus. Kumpaneisytem unter Männern als Gegensatz zur implizierten Leistungsorientierung von Frauen? Hierzu dann bitte empirische Belege.
    • Karoon 17.10.2016 12:46
      Highlight Highlight Zudem wird Macht ganz generell nicht gern geteilt. Hat nichts mit Mann/Frau zu tun.
    • kliby 17.10.2016 12:56
      Highlight Highlight An der tagtäglich erlebbaren Frauenquote stört mich vor allem, dass sie nicht auf Leistung, sondern auf Kumpanei unter Frauen basiert. Leistung müssen nur die Männer liefern.
      #aufschrei, der tägliche Sexismus.
    • Citation Needed 17.10.2016 15:40
      Highlight Highlight kliby, wo erlebst Du tagtäglich eine Frauenquote? Also ich wüsste nicht wo.. Höchstens an der Migros-Kasse! ;-)
  • NWO Schwanzus Longus 17.10.2016 12:00
    Highlight Highlight Immer nutzen Feministinnen solche Anlässe aus um die Männer generell des sexismus zu beschuldigen und sich in die Opferhaltung zu bringen. Ich höre diese Menschen nie aufhorchen wenn es um Frauenrechte in Islamischen Ländern geht.
    • Flughund 17.10.2016 16:31
      Highlight Highlight Passt halt nicht in`s linke multikulti Weltbild.
    • Heilandsack 17.10.2016 21:31
      Highlight Highlight DJ, wer verallgemeinert hier?
    • JoeyOnewood 18.10.2016 10:37
      Highlight Highlight Hat jetzt einfach mal gar nichts mit dem Thema zu tun.
  • Lowend 17.10.2016 11:44
    Highlight Highlight Und statt sich an der Nase zu nehmen und zu überlegen, ob man etwas dagegen tun kann, dass 80% der Taten von Männern ausgeübt werden, kommen die rechtsnationalen Verharmloser und versuchen den Mann als das arme Opfer der Frauen darzustellen und werfen den Frauen auch gleich noch vor, dumm zu sein, weil sie angeblich nur weniger verdienen, da sie schlechter bezahlte Jobs annehmen.
    Ich kann schon verstehen, dass Männer mit solchen Ansichten frustriert sind und sich darum ihr Weibchen im Ausland kaufen, denn welche intelligente Schweizerin will schon mit solchen strohdummen Machos zu tun haben!
    • michiOW 17.10.2016 12:25
      Highlight Highlight Wow

      Welch ein dialogfördernder Kommentar.
    • Fumo 17.10.2016 13:43
      Highlight Highlight "denn welche intelligente Schweizerin will schon mit solchen strohdummen Machos zu tun haben!"

      Frauen haben Angst vor intelligente Männer, das kann ich dir garantieren ;).
      Sie steigen lieber mit dummen ins Bett und gehen lieber mit denen eine Beziehung ein weil sie dann die Kontrolle halten können solange der Partner einfach nur ruhig gefickt wird (wieder mal Anmerkung dass ihr das F-Wort selbst in Artikeln benutzt, Zensur wäre heuchlerisch ;) ).
    • Lowend 17.10.2016 14:38
      Highlight Highlight Da antworten jetzt aber die frustrierten Machos und wer derart perverse Kommentare wie der von Fumo absondert, zeigt seine ganze Verachtung für Frauen! Etwas widerwärtigeres habe ich lange nicht mehr gelesen und wenn jemand solche Kommentare absondert, dann sollte er sich bewusst sein, dass er diese Widerlichkeit auch über seine eigene Mutter sagt! Nur ganz üble Männer reden so über ihre Mütter und die Mütter ihrer Kinder!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Citation Needed 17.10.2016 11:36
    Highlight Highlight Ich finde das Interview inhaltlich gut. Manchmal sehr pointiert formuliert, aber halt Klartext.
    Was ich nicht begreife: warum muss man sich als Mann angegriffen fühlen??
    Sie sagt ja nicht, jeder Mann morde. Sie sagt, dass man häusliche Gewalt von Männern nicht 'Familiendrama' nennen solle. Da dürfen Mörder sich angepisst fühlen, alle andern Männer sind NICHT MITGEMEINT. Ausser evtl. die, die nicht wahrhaben wollen, dass man mit dieser Bezeichnung die Ursachen solcher Fälle abschwächt. Männer - NICHT ALLE - sind statistisch gesehen markant gewalttätiger. Muss man so tun, als wär's nicht so?
    • Citation Needed 17.10.2016 12:46
      Highlight Highlight Zaafee: Der Begriff ist geschlechterunabhängig. Die Realität ist es nicht (siehe Statistiken). Das kritisiert sie. Man beschwichtigt statt hinzuschauen.
    • Stellklaus 17.10.2016 13:07
      Highlight Highlight Männer sind statistisch gesehen auch markant häufiger Opfer von Gewalttaten. Die Zahl der männlichen Todesopfer durch eine Gewalttat ist, massiv höher als die weibliche (80% weltweit). Genau so bei Körperverletzungen etc.

      Nur weil ein sehr kleiner Teil aller Männer diese Taten begeht, rechtfertigt dass eine einseitige Opferhysterie nach dem Schema Mann-Täter Frau-Opfer, die komplett aussen vor lässt, dass die Opfer von Gewalt zu einem sehr sehr grossen Teil Männer sind?
    • Citation Needed 17.10.2016 13:38
      Highlight Highlight Stellklaus:
      Bandenkriege, Morde, Schlägereien. Ja, die Männer geben sich gehörig auf den Deckel. Die Gefängnisse sind gut gefüllt und wir alle blechen für Justiz, Strafvollzug, you name it.
      Reden wir aber von häuslicher Gewalt, dann sind die Opferzahlen bei Frauen MASSIV höher. Wenn wir nur auf sexuelle Gewalt schauen, dann kannst Du die Männer suchen.

      Aber elegant, wie Du den Ausdruck 'Hysterie' einfliessen lässt.
      ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Super 17.10.2016 11:30
  • Widmer 17.10.2016 11:09
    Highlight Highlight Sorry, ich bin nicht Trump und lasse mich seinetwegen in den Schmutz ziehen. Kathrin Bertschy, sie verallgemeinen.
    • Theor 17.10.2016 12:20
      Highlight Highlight Nö, das tut sie nicht. Sie spricht von "vielen Männern" und damit nicht von "allen" und nichtmal von "die meisten". Wenn Sie sich automatisch angegriffen fühlen, sollten Sie ihr eigenes wertesystem einmal überdenken und sich hinterfragen, weshalb Sie glauben, sich verteidigen zu müssen.
  • who cares? 17.10.2016 11:01
    Highlight Highlight Super Interview, sie hat es auf den Punkt gebracht! Natürlich macht sie sich sehr angreifbar, wenn sie so offen Fakten anspricht.
    Warten wir zusammen auf die Kommentare, dass ja auch Männer Opfer von häuslicher Gewalt werden können und ins Militär müssen und bei Scheidungen benachteiligt werden und Frauen nicht solche OPFER sein sollen, weil das alles ja so viel mit dem Thema des Internets zu tun hat.
    • Citation Needed 17.10.2016 11:44
      Highlight Highlight Du sammelst eifrig Blitze, ich auch. So be it!
    • who cares? 17.10.2016 16:53
      Highlight Highlight *des Interviews
      (da ist mir in der Hetze des Gefechts ein Fehler unterlaufen)

      Danke Leute, immer schön zu sehen, dass die watson Kommentarspalte noch nicht ganz verloren ist ;)
  • Donald 17.10.2016 11:01
    Highlight Highlight Lohnungleicheit ist Geschichte. Das weiss jeder, der Statistiken korrekt interpretieren kann. Darum ist dieses Hauptargument des Interviews wertlos.
  • Ivan der Schreckliche 17.10.2016 10:52
    Highlight Highlight "Damit wird suggeriert, dass die Frau eine Mitschuld an ihrem Tod hat. Dabei wurde sie getötet, weil ein Mann nicht akzeptieren wollte, dass seine Frau ihm nicht gehorcht. "
    Ist das ihr ernst? Es kann doch nicht sein, dass man solche Dramen nur auf die Männer schieben kann?! Klar gibt es vermutlich auch solche Fälle, aber solch eine Verallgemeinerung ist lächerlich.
    • Walter Sahli 17.10.2016 11:12
      Highlight Highlight Ähhh...Du meinst, dass der Täter gar nicht der Täter ist, sondern das Opfer auch Täter beim eigenen Mord ist? Oder meinst Du, dass eine Frau selber schuld ist, wenn sie von ihrem Mann umgebracht wird, weil der ja gar nicht anders kann?
    • Citation Needed 17.10.2016 11:24
      Highlight Highlight Die Statistik ist sehr eindeutig: Täter sind meist männlich, Opfer meist weiblich. 2015 sind ü 78 % der beschuldigten Täter im Bereich häusliche Gewalt männlich, 20 % weiblich. Von den Opfern sind 74 % weiblich (Kinder sind mitgezählt u14 J., danach gelten sie als m/f). Pro Jahr werden durchschnittlich 22 Frauen von PartnerInnen (aktuell/ehemalig) getötet, gegenüber 4 Männern. Man kann nicht verallgemeinern. Macht sie doch auch nicht. Sie will einfach klar machen, dass der konstante Überhang von ca. 85 % weiblicher Opfer mehr mit Geschlechterrollen als mit individuellem Verhalten zu tun hat.
    • Citation Needed 17.10.2016 11:28
      Highlight Highlight ...ich finde die Formulierung von wegen 'nicht gehorchen' schon auch zu gewagt. Aber man soll nicht jedes Wort auf die Goldwaage schmeissen. Dass massiv mehr Frauen als Gewaltopfer zu Buche schlagen (und mehr Männer als Täter) hat schon mit patriarchalisch geprägten Rollenbildern zu tun. Je schneller die überwunden sind, desto besser, für Männer und Frauen.
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  • whatthepuck 17.10.2016 10:48
    Highlight Highlight Da steckt so viel Sexismus drin, das ist geradezu Realsatire aus dem Mund einer, die gegen genau das ankämpft.

    Männer sind also Mörder und haben Probleme damit, Frauen auf Augenhöhe zu begegnen. Dann bin ich wohl nicht Mann genug.

    Genau diese Art gegen Sexismus zu kämpfen löscht mir ab. Man muss das Hand in Hand angehen und nicht gegen die Männer indem man ihnen irgendwelche Anschuldigungen nachwirft. Wir sind alles Menschen und wissen wie das soziale 1x1 funktioniert; negative Ansätze sind selten förderlich.
    • Citation Needed 17.10.2016 11:12
      Highlight Highlight Wo beschuldigt sie alle Männer? Sie bezieht sich auf gewisse Realitäten, die wir gern unter den Teppich wischen: Noch immer werden über 80 % aller Gewaltverbrechen von Männern begangen. Noch immer sind die überwiegende Anzahl der Gewaltoper Frauen. Darf man das sagen, wie es ist, oder ist das schon Sexismus? Ist es nicht.

      Ihre Art gegen Sexismus zu kämpfen verlangt ja, dass man Probleme nicht unter den Teppich kehrt. Wenn veraltete Rollenbilder (beider Seiten!) dahinter stecken kann man das nur Hand in Hand angehen, das stimmt! Aber dafür muss man die Probleme auch beim Namen nennen dürfen.
    • Firefly 17.10.2016 12:09
      Highlight Highlight Wo wird behauptet, dass Männer generell Mörder sind? Bitte darlegen.
    • Citation Needed 17.10.2016 15:32
      Highlight Highlight Absolut. Bei den ersten Erwähnungen habe ich die Quelle nicht genannt und die Präzisierung unterschlagen, es geht um häusliche Gewalt. Allerdings beinhaltet die Definition häuslicher Gewalt (ausser es ist anders ausgewiesen) auch Drohungen, nicht nur physische Mittel.

      Vgl. Merkblatt Nr. 9 zitiert: http://www.ebg.admin.ch/themen/00466/00483/

      Auch ein alter Watson-Artikel liefert Material: http://www.watson.ch/Schweiz/Best%20of%20watson/678606554-9381-Menschen-wurden-letztes-Jahr-in-der-Schweiz-Opfer-von-h%C3%A4uslicher-Gewalt-%E2%80%93-doch-das-ist-nur-die-halbe-Wahrheit..

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  • Karoon 17.10.2016 10:43
    Highlight Highlight Mich stört an dieser ganzen Debatte diese Gender-Bipolarität: Böse und sexgeile Männer versus arme und "unschuldige" Frauen. Es gibt nicht wenige Männer, die unter rabiaten und dominanten Frauen leiden, die vielleicht nicht körperlich, sondern psychische Gewalt ausüben. Wenn ich als Mann so rede, werde ich sofort in die Chauvinisten- und Macho-Ecke gestellt. Beide Geschlechter müssen lernen, aufeinander zuzugehen, ohne das andere sogleich in eine Ecke zu stellen.
    • MacB 17.10.2016 11:10
      Highlight Highlight ich verstehe nicht, wieso du so oft geblitzt wurdest. Nimm ein Herz von mir.
    • Hirnwinde 17.10.2016 12:30
      Highlight Highlight Gewalttätige Frauen sind halt ein Tabu. Das einzige Opfer von häuslicher Gewalt, das ich persönlich kenne, ist ein Mann, der jahrelang von seiner Frau verprügelt wurde, wogegen er sich nie wehrte. Bis er eines Abends schwer verwundet im Spital lag, weil sie ihn mit dem Messer abgestichen hatte. Sie kam dafür in das Gefängnis. Er überlebte und ist nun geschieden von ihr. Noch nicht einmal das Regionalblatt berichtete darüber, auch kein Radio.
    • Citation Needed 17.10.2016 13:34
      Highlight Highlight Hirnwinde, aus dem Infoblatt Häusliche Gewalt Nr. 9, EBG, S. 9: 'Die Fallmenge der männlichen Opfer war zu klein, als dass aussagekräftige statistische Aussagen zum Vergleich der männlichen und weiblichen Opfer und Tatverdächtigen gemacht werden konnte.'
      http://www.ebg.admin.ch/themen/00466/00483/

      Es gibt männliche Opfer. Für statistisch relevante Aussagen über das Geschlecht der TäterInnen sind es aber zu wenige. In Kommentarspalten nehmen die männlichen Opfer weiblicher Gewalt aber ziemlich viel Raum ein. Überproportional viel. Ein wichtiges Thema, das aber gern aufgebauscht wird.
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  • Hirnwinde 17.10.2016 10:41
    Highlight Highlight Verdrehte Ansichten einer Verwirrten.
    Der Mutterschaftsurlaub ist ein sehr teures Privileg der Frauen. Es ist abstrus, diese starke Bevorzugung pervertiert als Nachteil zu verschreien, weil angeblich die Karriere behindernd. Keine Frau, aber auch kein Mann, die bzw. der sich seinen Kindern widmen will, kann Karriere machen. Denn die Karriere verlangt Einsatzbereitschaft rund um die Uhr. Hier gibt es keine Geschlechterdiskriminierung.
    Das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Leustung ist längst schon Tatsache. Die Frauen sind selber schuld, wenn sie sich schlecht bezahlte Jobs aussuchen.
    • Datsyuk * 17.10.2016 11:12
      Highlight Highlight Meinst du deinen letzten Satz ernst?
    • glüngi 17.10.2016 12:01
      Highlight Highlight @Datsyuk... ich nehme an er meint das...
      er hat nicht umrecht:
      Play Icon
    • Hirnwinde 17.10.2016 12:52
      Highlight Highlight @Datsyuk: obiges Video, verlinkt von playec bringt es prägnant und schlüssig auf den Punkt.
      Ergänzend:
      Statistisch betrachtet, ist der Lohnunterschied zwischen Schweizern und Ausländern viel grösser als zw. Männern und Frauen. Doch niemand meint, dass Rassismus der Grund für die tiefen Löhne von Ausländern ist. Denn die Ausländer arbeiten vorwiegend in schlechter bezahlten Berufen.
      Bei Frauen ist das ebenfalls genau so. Aber wenn hier ein Mann diesselbe Schlussfolgerung zieht und sagt, es liegt am Beruf und nicht am Geschlecht, dann wird er ganz schnell als Frauenhasser diskreditiert.
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