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#SchweizerAufschrei – So reagiert das Internet auf SVP-Geissbühlers sexistische Aussage

Nachdem die SVP-Nationalrätin Andrea Geissbühler behauptete, dass manche Frauen an ihrer Vergewaltigung mitverantwortlich seien, empören sich nicht nur Experten. Auch das Internet tobt.



Sexismus ist ein Thema, das polarisiert. Kaum eine andere Debatte vermag sich so aufzublasen, wie die Diskussion um den Geschlechterkampf. Den jüngsten Anlass zur Empörung gab die SVP-Nationalrätin und ehemalige Polizistin Andrea Geissbühler. Im Interview mit dem Regional Sender Tele Bärn sagte sie:

«Bei naiven Frauen, die fremde Männer nach dem Ausgang mit nach Hause nehmen. Und ein bisschen mitmachen und dann doch nicht wollen. Da ist eine Mitschuld der Frauen gegeben.»

SVP-Nationalrätin Andrea Geissbühler Tele bärn

Die Sozialen Medien lassen nicht lange auf sich warten und reagieren mit einem Shitstorm. Nachdem viele Leute die fragwürdige Aussage Geissbühlers direkt kommentiert haben, ist seit dem Donnerstag Abend auch eine Grundsatzdebatte über Sexismus entfacht. Unter dem Hashtag #schweizeraufschrei schildern dutzende Frauen und einige Männer über ihre Erfahrungen mit Sexismus im Alltag.  

Nun hat auch die Schweiz ihren #Aufschrei

Franziska Schutzbach ist Mit-Initiantin des aktivistischen Trends. Mit folgendem Tweet hat sie die Debatte auf Twitter ins Rollen gebracht. 

Schutzbach hat über Nacht zusammen mit befreundeten Aktivistinnen über einen feministischen Mail-Verteiler die Aufforderung zum Aufschrei auch per Mail verschickt. Gegenüber watson erklärt sie:

«Der Aufschrei zeigt, dass feministische Politik und Politik überhaupt sich wieder mehr um die Frage von Sexualität, Geschlecht und Macht kümmern müssen.»

Franziska Schutzbach ist Netz-Aktivistin und Geschlechterforscherin an der Uni Basel. 

Der #Aufschrei des Sexismus brüllt bereits seit drei Jaren

Das Reizwort «Aufschrei» ist seit 2013 quasi zum Label für die die Diskussion um Alltagssexismus geworden. Die deutsche Illustrierte Stern publizierte damals ein Portrait über den FDP-Politiker Rainer Brüderle, der sich gegenüber einer Journalistin anzüglich verhalten hatte. Seither solidarisieren sich die Gegner des Sexismus mit kurzen Posts über Alltagssexismus via Social Media

Auch Vertreter aus der Politik machen mit:

Jolanda Spiess liegt das Thema Sexismus am Herzen. Sie wurde selbst mutmassliches Opfer eines sexuellen Übergriffs. 

Die letzten Statements von Büetzer Gölä werden ebenfalls thematisiert:

So kann Aktivismus auch aussehen – Femen provozieren mit nackter Haut.

1 / 11
Schöne Femen-Aktivistinnen
quelle: epa/epa / etienne laurent
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